Irak: Daten

Irak: Flagge & Karte

Hauptstadt

Fläche

Bewässertes Land

Einwohner

Telefonanschlüsse

Revolutionstag

Bagdad

437.073 km²

n.n.a.

24,7 Mill.

n.n.a.

17.07.1968

Wachstum/Bevölk.

 Geburtsrate /1000

 Sterberate/1000

Geburten pro Frau

Bezogen auf jeweils 1000 Einwohner

2,78 %

3,66

5,87

4,52

Religionen

Ethnische Gruppen

         97 % Moslems (60-65% Schiiten, 32-37% Sunniten),                  3% Christen und andere

75-80% Araber, 15-20% Kurden, 5% Turkmenen, Assyrer und andere

 Elektrizität

Erdgas

Erdöl

1. Zahl = Produktion   2. Zahl = Verbrauch

36/33,49 Bill. kWh

2,76/2,76 Bill. cu m 

n.n.a.

Natürliche Resourcen

 Landwirtschaftsprodukte

Petroleum, Naturgas, Phosphate, Schwefel

Weizen, Gerste, Reis, Gemüse, Datteln, Baumwolle, Rinder, Schafe

 BIP (Agrar, Industrie, Dienstl.)

Reale Wachstumsrate

Industrie-Wachstumsrat e

Inflationsrate Verbraucherpreise

Währung

 

58 Bill $

n.n.a.

n.n.a.

70% (2002)

Irakische Dinar (IQD)

 

Arbeitskräfte

 Arbeitslosigkeit

Bevölkerung unterh. Armutsgrenze

 

n.n.a.

n.n.a.

n.n.a.

Exportvolumen

Export-Gebrauchsgüter

Export-Handelspartner

13 Bill. $

n.n.a.

USA (40,9%), Kanada (8,2%), Frankreich (8,2%), Jordanien (7,5%), Niederlande (6,4%), Italien (5,4%), Marokka (4,7%),      Spanien (4,4%)

Importvolumen

Import-Gebrauchsgüter

Import-Handelspartner

7,8 Bill. $

n.n.a.

Jordanien (11%), Frankreich (8,8%), China (8,4%), Deutschland (7,6%), Russland (7,3%), Australien (7,2%), Vietnam (6,6%), Italien (6,4%), Japan (5,6%)

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Irak

Geschichte

ir-map

Irak: Geschichte

um 3.300 v. Chr.

Sumerische Stadtstaaten mit der ersten Schriftkultur der Menschheit

um 3.000 v. Chr.

Herausbildung von Babylonien und Assyrien sowie der Stadtstaaten Ur, Lagasch, Assur, Uruk im Zweistromland

17. Jh. v. Chr.

Codex Hammurabi: in Keilschrift in Stein gehauene Sammlung von Gesetzen

6. Jh. v. Chr.

Mesopotamien wird von Persern erobert

4. Jh. v. Chr.

Makedonische Truppen unter Alexander dem Großen besetzen das Land

637

Araber gewinnen Schlacht bei Qadissia: Irak wird islamisch

750 - 1258

Khalifat der Abbasiden

1258

Mongolische Eroberung Mesopotamiens

1534 - 1918

Bestandteil des osmanischen Reiches

1914/17

Britische Truppen besetzen Basra, Bagdad und weitere Städte

1920

Großbritanien erhält vom Völkerbund das Mandat über Irak

1921

Irak wird konstitutionelle Monarchie, Haschemit Faisal erster König

1925

Völkerbund spricht Irak das strittige Ölgebiet von Mosul zu

1932

Aufhebung des britischen Mandats

1958

Sturz der Monarchie, Ausrufung der Republik

1963

Militärputsch bringt Oberst Aref an die Macht (Baath-Partei übernimmt erstmalig die Führungsrolle)

1968

Militärputsch bringt General Ahmed Hassan Al-Bakr an die Macht (radikaler Flügel der Baath-Partei setzt sich durch)

1975

Irakisch-Iranisches Protokoll; Beilegung d. irakisch-iranischen Streits um die Grenzziehung am Schatt Al-Arab und Einstellung der iranischen Unterstützung für aufständische irakische Kurden

1979

Präsident Al-Bakr tritt zugúnsten von Ministerpräsident Saddam Hussein zurück; Verschlechterung d. irak.-iranischen Beziehungen nach d. islamischen Revolution im Iran

1980-88

Golfkrieg zwischen Irak und Iran

2. August 1990

Irakische Besetzung Kuwaits (8.08. formelle Annexion); Sicherheitsrat d. Vereinten Nationen verabschiedet einstimmig Resolution 660, fordert sofortigen u. bedingungslosen Rückzug aus Kuwait

16./17. Januar 1991

Beginn der Luftangriffe d. Golfkriegs-Koaltiion auf den Irak

28.02.1991

Waffenstillstand

Anfang März 1991

Austand von Schiiten und rebellierenden Soldaten in Basra und anderen Städten im Süd-Irak, wird von Regierungstruppen niedergeschlagen

Ende März 1991

Kurdenaufstand, Übernahme Kirkuks, Aufstand wird ebenfalls v. Regierungstruppen niedergeschlagen, nach Schätzungen fliehen 1-2 Mill. Kurden in die Türkei und in den Iran

3. April 1991

SR-Resolution 687 ("Waffenstillstandsresolution"), enthält u. a. Auflagen zur Beseitigung sämtlicher Massenvernichtungswaffen sowie Raketen über 150 km Reichweite

10. November 1994

Anerkennung der Grenzen Kuwaits durch die irakische Nationalversammlung

Februar 1998

Schwere Krise zwischen Irak und VN um die Insektionen der "Präsidentenpaläste"

Dezember 1998

Irak blockiert Insektion des BAATH-Hauptquartiers durch UNSCOM

16.12.1998

UNSCOM-Personal verlässt den Irak

17.-19.12.1998

Luftangriffe der USA und Großbritannien auf Ziele im Irak

16.12.1999

Verabschiedung d. neuen und umfassenden Irak-Resolution 1284 durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (bei Stimmenthaltung von Frankreich, Russland und China); irak. Führung lehnt neue Resolution u. insbes. neue Waffenkontroll-Kommission UNMOVIC (United Nations Monitoring Observation Verification and Inspection Commission) kategorisch ab u. fordert umgehende Aufhebung d. Sanktionen

1.03.2000

Hans Blix wird zum Leiter von UNMOVIC berufen, nachdem der ursprünglich vom Generalsekretär der Vereinten Nationen vorgeschlagene Kandidat Rolf Ekeus am Widerspruch von Frankreich, Russland und China scheiterte

8.11.2002

Verabschiedung von VN-SR-Resolution 1441 (Vereinfachung des Oil-for-Food-Programms durch Einführung einer Negativliste (Goods-Review-List); alle nicht darin aufgezählten Güter werden automatisch genehmigt, alle darin enthaltenen Güter müssen nach wie vor vom Sanktionsausschuss genehmigt werden; mit Resolution 1441 werden ebenfalls die VN-Waffeninspektionen wieder eingeführt

27.11.2002

Arbeitsaufnahme der neuen, mit Resolution 1284 u. 1441 eingeführten Waffenkontroll-Kommission UNMOVIC

20.03.2003

Beginn der Operation "Freiheit für Irak" unter Führung d. Streitkräfte der USA u. Großbritanniens

9.04.2003

Einnahme Bagdads durch die Koalitionstruppen

1.05.2003

US-Präsident Bush erklärt die Hauptkampfhandlungen im Irak ofiziell für beendet; Irak ist von Koalitionstruppen besetzt; USA u. Großbritannien sind Besatzungsmächte

13.07.2003

Übergangsverwaltung der Kriegkoalition setzt einen irakischen Regierungsrat ein

15.11.2003

Übergangsverwaltung u. ein von ihr eingesetzter irakischer Regierungsrat schließen ein Abkommen, das die Wiederherstellung der Souveränität am 30.06.2004 sowie die Verabschiedung einer verfassung u. freie Wahlen im Jahr 2005 vorsieht

8.03.2003

Irakischer Regierungsrat unterzeichnet ein Übergangsgesetz ("Transitional Administrative Law"), das pluralistische u. demokratische Prinzipien sowie einen Grundrechtekatalog enthält und Wahlen bis Ende Januar 2005 vorsieht; die Verfassungsgebung wird abweichend von der Vereinabrung vom 15.11.2003 auf die Zeit nach den allgemeinen Wahlen verschoben

28.06.2004

Besetzung d. Iraks wird offiziell beendet; Regierungsgeschäfte werden von einer Übergangsregierung übernommen, die zuvor vom Regierungsrat

30.01.2005

Im Irak finden die Wahlen zur Übergangsnationalversammlung statt (ÜNV) statt (erste freie Parlamentswahlen seit über 50 Jahren); Wahlbeteiligung landesweit b. über 60% trotz zahlreicher Anschläge (in sunnitischen Gebieten geringe Wahlbeteiligung)

28.04.2005

ÜNV spricht mit 180 Stimmen von 185 anwesenden Abgeordneten (Gesamtstärke der ÜNV 275 Abgeordnete) der Übergangsregierung von MP Al-Dschaafari das Vertrauen aus; insges. 36 Positionen inkl. MP, 3 St. MP, 26 Minister, 1 Minister ohne Ressort u. 6 Staatsminister

8.05.2005

6 weitere bis dahin noch kommissarisch geführte Ministerämter, darunter die Schlüsselressorts Öl und Verteidigung werden besetzt und durch die ÜNV bestätigt

Irak: Saddam Hussein

Teil I: Herkunft und politischer Aufstieg

Saddam Hussein wurde 1937 nahe der Stadt Tikrit in der Provinz Salah ad-Din, 175 km nördlich von Bagdad geboren. Mit 19 nahm er an einem Putschversuch der damals verbotenen Baath-Partei gegen König Faisal II. teil und trat ihr ein Jahr später bei. Mit 21 schloss er sich ebenfalls einer von General Abd al-Karim Qasim geführten Gruppe an. In der Revolution vom 14. Juli 1958 stürzte Qarim den König und beendete die Monarchie im Irak. Der Grund lag in einer pro-westlich und anti-arabisch geführten Politik Faisals, die unter anderem im Bagdad-Pakt mit der früheren Besatzungsmacht Großbritannien und in der Gründung der "Arabischen Förderation" mit dem Königreich Jordanien zum Ausdruck kam. Daneben wollte die Regierung die Armee zur Niederschlagung antimonarchistischer Proteste nach Jordanien entsenden. Qasim wurde Premierminister, verstärkte die Beziehungen zu Ägypten und Syrien; die Union mit Jordanien und den Bagdad-Pakt löste er auf. Seine Popularität war der Baath-Partei ein Dorn im Auge. 1959 verübte sie unter Mitwirkung Husseins einen Anschlag auf ihn; dieser schlug fehl und Fuad ar-Rikabi wurde durch Madschid, einem entfernten Verwandten Husseins, als neuer Führer der Baath-Partei ausgetauscht. 1963 verursachte sie erneut einen Umsturz, kam kurzzeitig an die Macht und ließ Qasim hinrichten. Bald danach übernahm Abd as-Sallam Arif, ein Wegbegleiter Qasims, die Regierungsgeschäfte. Es dauerte weitere fünf Jahre, bis sich die Baath-Partei 1968 ihre ungeteilte Macht mit einem Staatsstreich sichern konnte. Nachdem zahlreiche politische Gegner umgebracht und beseitigt wurden, ging auch der politische Aufstieg Husseins schnell voran: Er wurde stellvertretender Generalsekretär des "Revolutionären Kommandorates", Chef des Ministeriums für Staatssicherheit und Propaganda, 1969 Vizepräsident. Am 1. Juni 1972 leitete er die Verstaatlichung westlicher Ölfirmen ein; mit den Einnahmen entwickelte er den Irak zu einer regionalen militärischen Großmacht. Er wurde zum Drei-Sterne-General und ernannte sich selbst zum Feldmarschall. Am 6. März 1975 unterzeichnete er mit dem iranischen Schah Mohammad Reza Pahlavi das "Abkommen von Algier" über den Grenzverlauf im Schatt al-Arab und die gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten.

Saddam Hussein suchte die muslimischen Nachbarstaaten machtpolitisch zu kontrollieren. Seine pro-westliche Einstellung würde ihn zu einem direkten Vermittler zwischen den Ost- und Westmächten avancieren lassen. Wer die machtpolitischen Ambitionen des Irak nicht übernahm, musste mit gewaltsamen Interventionen rechnen. Als er 1979 mit 42 Jahren zum Vorsitzenden der Partei und zum Staats- und Regierungschef des Irak ernannt wurde, war der Machtwechsel durch die Revolution im Iran bereits erfolgt. Hussein annullierte darauf das Abkommen von Algier, verweigerte die Räumung der 1975 abgetretenen Grenzgebiete und griff den Iran mit neun von insgesamt zwölf seiner Divisionen auf einer breiten Front von 600 Kilometern an. Der Krieg (1. Golfkrieg) dauerte acht Jahre (1980-88) und die Westmächte - allen voran Deutschland und Frankreich - unterstützten den Irak, wobei China mit einer Doppelmoral beide Seiten mit Waffen belieferte. Und es handelte sich hierbei nicht ausschließlich um konventionelles Rüstungsmaterial, sondern um Nuklear- und Chemieanlagen für die Produktion von atomaren Sprengköpfen und großen Mengen Giftgas. Deutschland lieferte das Giftgas und Frankreich kümmerte sich ausgezeichnet um die nukleare Aufrüstung des Irak. Diese unheilige Allianz aber bestand nicht nur in den achtziger Jahren, sondern setzte sich bis zum Dritten Golfkrieg im Jahre 2003 fort. Die einstigen Kriegsmaschinen-lieferanten mutierten indes zu "Friedensmächten" und deren Führer zu "Friedensfürsten". Man wollte auf jeden Fall den von den USA geplanten Angriff auf den Irak verhindern - um die irakische Bevölkerung ging es ihnen aber ebenso wenig, wie einst China, das wegen seiner Doppelmoral jemals ernstlich besorgt gewesen wäre.

under construction

Warum sich Saddam für unschuldig hielt

Teil I: Muslimische Dörfer - armselige Fragmente einer längst vergangenen Zeit

Al-Awja ist ein kleines Dorf östlich von Tikrit im Norden des mittleren Irak. Das Leben wird hier wie in vielen Dörfern der islamischen Welt von uralten Stammesritualen bestimmt. Anders als in den Städten erscheint hier die Zeit vor vielen Jahrhunderten vor der Geburt Jesu stehen geblieben. Es herrscht das Gesetz der Sippe, das Recht des Stärkeren, eine für westliche Verhältnisse völlig fremde Ordnung. Wer in diesen Dörfern lebt, hat vor allem Angst. Keine Überwachung der Gesetze, keine Zivilgesellschaft schützt das Leben. Jede Familie fürchtet sich vor der anderen, und alle zusammen fürchten sich vor dem Fremden. Die Familienbande ist das höchste Gut und einzig das Stammesdenken prägt den Alltag. Die einzige Loyalität, die man kennt, gilt der Familie oder dem eigenen Dorf. Lügen, betrügen, stehlen und töten ist nur verwerflich, wenn es die eigene Sippe betrifft. Politik ist nichts anderes als ein blutiges Spiel um Machterhalt und -gewinn. Wie die Seelen der Menschen, so ist auch das Land trocken, der Boden ausgedörrt und hart. Sein Ertrag ist karg; nur wenig Weizen und Gemüse sättigt den Magen. Und nur von Ferne vernimmt man den Segen eines Gottes, den man selbst nie erfahren hat. Hier entdecken wir die Brutstätten vieler Widerstandskämpfer, hier in der Einöde gedeiht die blutige Saat der Gegenwehr, die die scheinbar ungerechten Vorteile der anderen nicht länger hinnehmen will. Hier lassen sie sich zum Kampfe gegen die vermeintliche Ungerechtigkeit rekrutieren. Hier blüht der Keim des Hasses; hier gedeiht die Frucht der Unterdrückung. Hier vernehmen die "Märtyrer" ihre Berufung. Und hier - in dieser Welt - wurde auch Saddam geboren, in einer berüchtigten Sippe mit Namen al-Khatab, in einer Lehmhütte, arm und ohne Aussicht, jemals seinem Stand zu entrinnen. Eine Tätowierung auf der rechten Hand, drei dunkelblaue Punkte in einer Reihe dicht am Handgelenk kennzeichnen seine Herkunft und Sippenzugehörigkeit für alle Zeit. Zehntausende leben heute wie vor dreitausend Jahren und die Ewigkeit hat diese Welt in ihre Herzen gepflanzt. Mit Saddam aber durchbrach ein neuer Keim den ausgemergelten Boden der frühzeitlichen Kultur. Mit ihm wuchs der Mut seiner Sippe zu noch mehr Grausamkeit heran. Beflügelt vom politischen Triumpf ihres Sprößlings vereinnahmte sie sogleich zahlreiche Bauernhöfe und vertrieb deren rechtmäßige Eigner. Der Patriarch in der Fremde avancierte zu einer neuen Gottheit - unbegreifbar erschien ihr das neugewonnene Glück. Aber dieser Patriarch war kein Fremder. Er entstand aus der Alchemie ihrer eigenen Mentalität, quoll aus den brodelnden Quellen ihres ureigenen Gemütes hervor. Und als solcher ließ er sich nieder in einer Zivilisation, deren Maßstäbe er nicht kannte, deren Gesicht er niemals sah und deren Gemüt ein so ganz anderes war. So trug er den uralten Geist der Vergangenheit in eine Stadt, welche seiner Zeit bereits weit vorangeschritten war.

Auch den Islamisten, welche sich sehr oft und leicht aus dörflichen Sippengemeinschaften rekrutieren ließen, glich die Stadt einem bedrohlichen, unkontrollierbaren Schleier, der im Winde wehte und den man nicht ergreifen oder festhalten konnte. Wo ein unsichtbarer eiserner Gürtel die Sippe noch fest zusammenschnürte, die Frau durch völlige Vermummung noch persönlicher Gegenstand des Mannes war, wo jeder Blick eines anderen, nicht zur Sippe gehörenden, als Ein- und Angriff auf die Familienbande verstanden wurde und die Angst des Verlustes spüren ließ, war die Stadt fei und musste vom Teufel errichtet worden sein. Die Freiheit der Stadt musste als Bedrohung empfunden werden. Kein Islamist kann sich vorstellen, dass ein Gesetz wirklich befolgt werden würde, es sei denn durch äußerste Strenge und Gewalt. Nur in den Ersterträgen einer zivilisierten Gesellschaft, wie sie durch den Koran und die spätere Scharia in einigen Gegenden proklamiert wurden, konnte das Sippenverhalten verändert werden. Für den Frosch im Brunnen war eine andere Welt außerhalb des Brunnens unvorstellbar. Und wenn er es tatsächlich vermochte, doch mal einen Blick über den Brunnenrand zu werfen, dann konnte diese Welt nur böse und verwerflich sein. Eine Welt, unerreichbar, eine Welt, die die eigene umspannt und in den Würgegriff nimmt, konnte nichts Gutes für den Frosch bedeuten. Er fürchtete, seine Sippe könnte den Brunnen verlassen, fürchtete den Verlust seiner Familienbande, die völlige Auflösung dessen, worauf er immer gebaut und vertraut hatte. Auch Saddam hatte kein Vertrauen zu der neuen Welt außerhalb seines geistigen Brunnens. Argwöhnisch betrachtete er die zahlreichen Gestalten und fühlte deren Missgunst. Er wusste, dass sie gekommen waren, um ihn zu töten und so wusste er auch, dass er ihnen zuvorkommen musste. Das Gesetz der Sippe verlangte danach. Ebenso gegenwärtig war ihm das bittere Gesetz der Blutrache. Saddam musste seine Macht festigen, so gut er konnte. Er wusste: Wenn er sie nicht mehr besaß, würde man schreckliche Rache an ihm und seiner Familie nehmen. So sah er sich einem permanenten Druck ausgesetzt, seine Macht immer weiter auszubauen, damit ihn das Gefühl nicht einhole, doch noch ergriffen und zur Rechenschaft gezogen zu werden...

under construction

Deutschland: Daten  

Zusammengefasst von den Antiislamisten

Geschichte

Fahne

Hauptstadt

Fläche

bewässertes Land

Einwohner

Telefonanschlüsse

Tag d. Wiedervereinigung

Berlin

352.022 km²

4.850 km²

82,4 Mill.

50,9 Mill.

3.10.1990

Wachstum/Bevölk.

 Geburtsrate /1000

 Sterberate/1000

Geburten pro Frau

Bezogen auf jeweils 1000 Einwohner

0,04 % (2003)

8,6

10,34

1,37

Religionen

Ethnische Gruppen

         34% Protestanten, 34% Katholiken, 3,7% Moslems, 28,3% andere

Deutsche (91,5%, deutscher Herkunft 83%), Türken (2,4%), andere: Serbo-Kroaten, Italiener, Russen, Griechen, Polen, Spanier (insges. 6,1%)

 Elektrizität

Erdgas

Erdöl

gm-map

544,8/506,8 Bill. kWh

22,16/94,34 Bill. m³

85,86/2,813 Bill. bbl/Tag, Reserve: 327,3 Mill. bbl

(1. Zahl = Produktion   2. Zahl = Verbrauch)

Natürliche Resourcen

Eisenerz, Kohle, Bauholz, Uran, Kupfer, Biogas, Salz, Nickel, Ackerland

 Landwirtschaftsprodukte

Kartoffeln, Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Früchte, Kohl, Vieh, Schweine, Geflügel

 BIP (Agrar, Industrie, Dienstl.)

Reale Wachstumsrate

Industrie-Wachstumsrate

2,16 Trill. $

0,2%

-2,1%

Inflationsrate Verbraucherpreise

Währung

1,3%

EUR

Arbeitskräfte

 Arbeitslosigkeit

Bevölkerung unterh. Armutsgrenze

41,9 Mill.

9,8% (2002)

5%

Exportvolumen

Export-Gebrauchsgüter

Export-Handelspartner

608 Bill. $

Maschinen, Autos, Chemie, Metall u. Fabriken, Nahrung, Textilien

   Frankreich (10,7%), USA (10,3%), England (8,4%),  Italien (7,3%), Niederlande (6,1%), Österreich (5,1%), Belgien (4,8%), Spanien (4,6%), Schweiz (4,2%)  

Importvolumen

Import-Gebrauchsgüter

Import-Handelspartner

487,3 Bill. $

Maschinen, Fahrzeuge, Chemie, Nahrung, Textilien, Metall

Frankreich (9,5%), Niederlande (8,2%), USA (7,7%), England (6,5%), Italien (6,4%), Belgien (5,2%), Österreich (4%), China (4%)

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