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Moslems drohen bei Kopftuchverbot mit Bundesgericht
Sonntag, 08. August. Der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) will das geplante Kopftuchverbot an St. Galler Schulen bekämpfen. Dies kündigt Generalsekretär Naim Cherni an: „Wir werden mit allen rechtlichen Mitteln gegen das Verbot vorgehen“, so Cherni. „Notfalls gehen wir bis vors Bundesgericht und schaffen einen Präzedenzfall.“ Die St. Galler Erziehungsdirektion hatte am letzten Donnerstag in einem Rundschreiben empfohlen, Kopfbedeckungen, darunter auch das Kopftuch, an Schulen zu verbieten, und damit eine heftige Diskussion ausgelöst. Auf die Drohungen der radikalen Muslim-Organisation IZRS reagiert der St. Galler Erziehungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) irritiert: «Wir empfehlen ein Kopfbedeckungsverbot, damit für alle dasselbe gilt. Wenn dies der Islamische Zentralrat nicht akzeptieren kann und bereits mit Klage droht, ist dies wirklich bedenklich», sagt Kölliker. (20 Minuten)
Ehrenmord in der Türkei
Freitag, 06. August. Die Polizei im südosttürkischen Malatya ist einem mutmaßlichen sogenannten Ehrenmord auf die Spur gekommen. Vier Frauen und vier Männer sollen gemeinsam eine 30-jährige Verwandte getötet oder Beihilfe dazu geleistet haben, weil diese ihren Mann betrogen hatte. Die acht Familienmitglieder wurden wegen des Verdachts des Mordes festgenommen, wie türkische Zeitungen unter Berufung auf die Polizei in Malatya meldeten. Die Beschuldigten sollen die Frau getötet, verscharrt, anschließend als vermisst gemeldet und später auch verbrannt haben. Wie die Polizei den Berichten zufolge mitteilte, gestand einer der Festgenommenen, die Ehefrau seines Bruders im vergangenen Jahr erstochen zu haben. Als Motiv gab er an, seine Schwägerin habe seinen Bruder betrogen. Die Polizei geht davon aus, dass die anderen Familienmitglieder bei der Tat und anschließenden Vertuschung halfen. Demnach vergruben die Verdächtigen die Leiche in einem Nebengebäude ihres Wohnhauses, meldeten die Frau als vermisst. Aus Furcht, das Verbrechen könne aufgedeckt werden, grub die Familie die Leiche des Opfers aus und verbrannte sie im Hof. Anschließend wurden die Leichenreste erneut verscharrt. Nach dem Geständnis eines Verdächtigen fand die Polizei nun die vergrabenen Knochen. (jjc/AFP)
Kritik an Islam-Bild in Schulbüchern
Mittwoch, 28. Juli. Die Darstellung des Islam in europäischen Schulbüchern ist nach Einschätzung der Religionswissenschaftlerin Gerdien Jonker klischeehaft. "Es ist eine Erzählung, die sich im Wesentlichen im Mittelalter abspielt und deren Subtext besagt: Die Moslems eroberten Europa, also mussten 'wir' uns verteidigen", erklärte Jonker am Mittwoch im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Bei der Darstellung der Gegenwart taucht nach Angaben Jonkers in den Schulbüchern häufig "das Dreigestirn Fundamentalismus, Islamismus und Terrorismus" auf. Die Bücher für die Oberstufe gingen seit 2004 ausführlich auf den sogenannten "Zusammenstoß der Kulturen" ein. Nach dem 11. September 2001 sei "alles schiefgelaufen". Noch nie hätten Schulbücher so schnell reagiert, dabei würden massiv Schreckensbilder vermittelt. "Man hätte die brennenden Türme auch in einen anderen Themenkomplex einordnen können, Kriege in der globalisierten Welt etwa. Aber man hat es dem Islam zugeordnet", kritisierte Jonker. Nach neun Jahren ändere sich das wieder, "aber eine ganze Generation moslemischer Kinder ist damit konfrontiert worden". (kna)
Moslemische Geistliche fordern Verbot von Manchester-Trikots
Donnerstag, 22. Juli. In Malaysia sind Fans des englischen Fußballklubs Manchester United empört über die Forderung moslimischer Geistlicher, das Trikot des Vereins in dem südostasiatischen Land zu verbieten. Religiöse Führer hatten gefordert, das Trikot in dem Land mit mehrheitlich moslemischer Bevölkerung zu verbieten, da im Wappen ein Teufel enthalten ist. Dies sei unislamisch - denn der Teufel solle gemieden, nicht gefeiert werden. Wer das feuerrote Trikot getragen habe, solle dies "unverzüglich bereuen". Im Emblem des Vereins ist ein Teufel mit einem Dreizack zu sehen - das Team ist auch als "Red Devils" (Rote Teufel) bekannt.Die Trikots von Manchester United sind übrigens nicht die einzigen Hemden, die von den Geistlichen abgelehnt werden. Ebenfalls kritisch sehen sie das Trikot des spanischen Spitzenklubs FC Barcelona sowie der Nationalmannschaften von Brasilien, Portugal und Serbien, weil auf den Shirts das christliche Kreuz zu sehen ist. Ein Moslem solle nicht die Symbole anderer Religionen oder des Teufels verehren, begründete der islamische Führer Nooh Gadot die Haltung der Religiösen. (AFP)
Britischer Premier Cameron gegen Burka-Verbot
Montag, 19. Juli. Der britische Regierungschef David Cameron ist nach Angaben seines Sprechers gegen ein Verbot der Vollverschleierung moslemischer Frauen in seinem Land. "Ich denke, dass die Position des Premiers diejenige ist, dass dies eine persönliche Entscheidung sein muss und wir zu diesem Thema keine Gesetze erlassen müssen", sagte der Sprecher Camerons in London. Am Samstag hatte der konservative Parlamentarier Philip Hollobone im britischen Unterhaus einen Gesetzesentwurf für ein Verschleierungsverbot eingebracht um damit nach eigenen Angaben die Diskussion über die Verschleierung voranzutreiben. Die meisten britischen Abgeordneten und die Regierungskoalition aus Konservativen und Liberal-demokraten lehnen ein Verbot der Vollverschleierung ab. Auch Einwanderungsminister Damian Green hatte ein Burka-Verbot am Sonntag als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet. (AFP)
Vuvuzela-Nutzer zu Sündern erklärt
Freitag, 09. Juli. Obwohl keine der Golfstaaten an der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika teilnahm, sind die Vuvuzelas auch dort der große Renner. Auch dort nervt die Lautstärke der Tröte enorm. Aus diesem Grund wurden von der Islam-Behörde alle Vuvuzelas, die lauter als 100 Dezibel sind, zur Sünde erklärt. Vuvuzelas haben aber meistens eine Dezibel-Stärke von 120 und höher. Wer in Fußballstadien eine Vuvuzela nutzt, die nicht unter 100 Dezibel bleibt, der wird jetzt von der "Fatwa" Nummer 11.625 offiziell zum Sünder erklärt. (Short News)
Eigener Gebetsraum für Moslems
Freitag, 02. Juli. Seit gestern gibt es im Friedrich-Ebert-Krankenhaus neben einer christlichen Kapelle auch einen moslemischen Gebetsraum. Zur offiziellen Einweihung war sogar Dr. Ömer Yilmaz angereist, Attaché für Religionsangelegenheiten der Türkei. Auch Dr. Zekeriya Altug, Beauftragter für Interreligiösen Dialog bei der türkisch-islamischen Organisation Ditib, lobte die Krankenhausleitung. Vor einem Jahr war die Ditib mit dem Wunsch auf Einrichtung des Gebetsraums ans FEK herangetreten.Über ein Dutzend Männer knieten auf dem türkischen Teppich, als Muammer Muslu, Imam der Fatih-Moschee in Neumünster, am neuen Ort die ersten Koranverse vortrug. Auch FEK-Geschäftsführer Alfred von Dollen, Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek zogen ihre Straßenschuhe aus und nahmen als Gäste an der Zeremonie teil. Schmuckteller mit den Namen Allahs und des Propheten Mohammed zieren die Wand, im Regal steht eine schmuckvolle, in Rot gebundene Koranausgabe, das Fenster zeigt ziemlich genau nach Südwesten, wo in der Ferne Mekka liegt. (Shz)
Pakistan lässt Google wegen Blasphemie überwachen
Montag, 28. Juni. Die pakistanischen Behörden überwachen sieben große Websites auf mögliche blasphemische Inhalte. Der Zugang zu 17 kleineren Websites, deren Inhalte als beleidigend für den Islam erachtet wurden, wurde bereits blockiert, wie ein Sprecher des Telekommunikationsministeriums am Freitag erklärte. In allen Fällen reagierte das Ministerium wie auch schon bei der vorübergehenden Sperrung von Facebook im Mai auf Gerichtsentscheidungen. Die Websites, die nun überwacht werden, sind Yahoo, Google, MSN, Hotmail, YouTube, Amazon und Bing, wie Ministeriumssprecher Khurram Mehran erklärte. Wenn auf diesen Seiten ein Link erscheine, der als blasphemisch betrachtet werde, dann werde dieser Link gesperrt, ohne dass dadurch die Website im Allgemeinen betroffen sei, erklärte Mehran. (die presse.com)
Basler Kopftuch Attacke insziniert?
Mittwoch, 02. Juni. Eine 45-jährige Frau soll am vergangenen Mittwoch am Basler Barfüsserplatz einer Kopftuchträgerin einen Handkantenschlag ins Genick verpasst und sie beschimpft haben. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt bestätigte gestern, dass eine entsprechende Strafanzeige ein-gegangen und ein Verfahren gegen unbekannt eingeleitet wurde. Die angeblichen Opfer hoffen nun auf Zeugenaussagen – bis Redaktions-schluss hat sich aber niemand gemeldet, wie Markus Melzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft, sagte. Wie Recherchen des «Basler Tages-Anzeigers» ergeben haben, handelt es sich beim Opfer um die Schwiegertochter von Cem Karatekin, dem Präsidenten der Basler Muslimkommission. Er verschickte bereits am Tag des Angriffs eine Medienmitteilung und wies auf eine zunehmende «Islamophobie in der Gesellschaft» hin.. Es war indes nicht das erste Mal, dass die Medien ein Communiqué zum Thema gestiegener Islamfeindlichkeit in Basel erhielten. Schon am 4. Mai erreichte sie die Nachricht, dass am Tag zuvor zwei Kopftuchträgerinnen in Riehen bei Basel «wegen ihrer Kleider massiv bedroht, verfolgt und am gleichen Tag fast von einem Auto überfahren» worden seien. Verfasser dieses Communiqués war Serhad Karatekin, Präsident der Schweizerischen islamischen Jugendvereinigung Basel und Sohn von Cem Karatekin. Mit der nun erfolgten Anzeige wegen des Vorfalls auf dem Barfüsserplatz haben Vater und Sohn Karatekin eine grosse Medienresonanz erreicht. Die Identität des Opfers wollen sie wieder nicht preisgeben. Auf die Frage des BTA, ob es sich bei der besagten Frau um seine eigene handle, gab sich Serhad Karatekin zugeknöpft: «Dazu möchte ich keinen Kommentar abgeben.» Um die von «Onlinereports» angezweifelte Zunahme islamfeindlicher Übergriffe zu belegen, rät Cem Karatekin allen Opfern, unverzüglich Anzeige zu erstatten. (BTA)
Indonesische Provinz verbietet Frauen Hosen
Sonntag, 30. Mai. Im indonesischen Bezirk West-Aceh müssen Frauen ab sofort auf Hosen verzichten: Konservative Mosleme haben eine Vorschrift durchgesetzt, die Frauen untersagt, derart "unzüchtige Kleidung" zu tragen. Bei ersten Kontrollen mussten Betroffene auf der Stelle knöchellange Röcke anziehen. Bei der Vollstreckung dieser seit Donnerstag geltenden Vorschrift zur Durchsetzung radikal-konservativer Moral-vorstellungen wird kein Aufschub mehr geduldet. Bei ersten Kontrollen hielt die Religionspolizei am Donnerstag 18 Frauen an, die zwar mit Kopftuch, aber eben in Jeans auf Motorrädern unterwegs waren. Auf der Stelle mussten sie ihre Hosen gegen knöchellange Röcke tauschen. Die Jeans wurden konfisziert, und sie durften ihre Reise in nun gesetzeskonformer Kleidung fortsetzen. Vorsorglich haben die Behörden 20.000 Röcke bereitgestellt, um sie an Missetäterinnen zu verteilen. Bezirkschef Mansur sagte, das neue Gesetz schreibe keine genauen Strafen vor. Aber Frauen, die mehr als dreimal erwischt würden, müssten mit zwei Wochen Gefängnis rechnen. Doch auch in anderen Provinzen wurden Religionsvorschriften in Gesetze umgemünzt. So ist vielerorts Alkohol und Glücksspiel verboten, Pärchen dürfen sich schon längst nicht mehr in der Öffentlichkeit küssen. Ohne Rücksicht auf die Religionszugehörigkeit gilt für alle Bekleidungsgeschäfte in West-Aceh, dass der Verkauf enger Frauenkleidung verboten ist. Mansur drohte den Ladenbesitzern: Wer kurze Röcke oder Jeans verkaufe, dem werde die Geschäftslizenz entzogen. Seit Wochen hat es kein Ladenbesitzer mehr gewagt, Jeans oder andere enge Frauenkleidung auszustellen. (spOn)
Busfahrer in Saudi-Arabien fordert weiblichen Fahrgast auf ihn zu stillen
Mittwoch, 26. Mai. Ein ägyptischer Busfahrer hat eine Frau in Saudi-Arabien dazu aufgefordert, ihm die Brust zu geben. Er fragte: "Was hältst du eigentlich davon, mich zu stillen?". Eine Anweisung von Scheich Abdul Mohsen al-Obeikan berechtige ihn dazu, argumentierte der Mann seinen Wunsch nach Muttermilch. Die Frau war von der Forderung entrüstet und kündigte an, den Busfahrer anzeigen zu wollen. Der Mann sagte später, er habe nur einen Witz machen wollen. (short news)
Grundstein für Großmoschee in Marseille gelegt
Montag, 21. Mai. In der südfranzösischen Großstadt Marseille ist der Grundstein für eine der größten Moscheen Europas gelegt worden. Wie andere Religionsgruppen mit ihren Gebetshäusern hätten die 200.000 Mosleme in Frankreichs zweitgrößter Stadt ein Recht auf eine "bedeutende Moschee", erklärte Bürgermeister Jean-Claude Gaudin von der konservativen Regierungspartei UMP am Donnerstag. Die Moschee mit dem 25 Meter hohen Minarett soll bis 2012 auf dem 8600 Quadratmeter großen Gelände eines ehemaligen Schlachthofs entstehen. Die Moschee mit dem 25 Meter hohen Minarett soll bis 2012 auf dem 8600 Quadratmeter großen Gelände eines ehemaligen Schlachthofs entstehen. Die Baukosten der Moschee mit einem 2500 Quadratmeter großen Gebetssaal werden auf 22 Millionen Euro geschätzt. Die Finanzierung ist bisher ungeklärt. Die moslemische Gemeinde in Marseille hofft auf Spenden. Privatleute und mehrere moslemische Länder wie Katar, Bahrain oder Indonesien haben finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Frankreich hat mit mehr als fünf Millionen Menschen die größte moslemische Gemeinde in Europa. (APA)
13-jährige starb an Folgen von Vergewaltigung
Freitag, 02. April. Nach der Hochzeit mit einem 23-Jährigen Mann im Jemen, verblutete dessen 13-Jährige „Ehefrau“. Der Ehemann brachte das Mädchen zu einer Klinik, um ihr Hymen für den Geschlechtsakt entfernen zu lassen. Nachdem die Ärzte sich weigerten, hatte er sie festgebunden und dann mit dem Finger vergewaltigt. Das Mädchen starb an den vaginalen Verletzungen, nachdem der Mann sie, noch blutend, erst einmal zu einem Scheich gebracht hatte, der sie durch Rezitation von Koranversen von ihrer vermeintlichen Verhexung heilen sollte. Die Familien der Brautleute schlossen ein wechselseitiges Geschäft über die Heirat des Mädchens ab. Der Ehemann forderte mit Gewalt sein "Recht" auf Sex mit dem Mädchen ein, das sich dem verweigerte. Westliche Staaten fordern einen Gesetzesvorschlag, dass das Heiratsalter auf 17 Jahre heraufgesetzt werden soll. Islamisten sehen in der Heraufsetzung des Mindestalters und damit im Verbot der Kinderheirat nur eine Durchsetzung westlicher Vorstellungen und eine Niederlage des Islam. In diesem Monat steht die Entscheidung eines Unterausschusses des Parlaments an, der darüber befinden soll, ob die Heraufsetzung des Mindestalters mit der Scharia vereinbar ist, nachdem Abgeordnete das Gesetz als unislamisch abgelehnt haben. Man geht davon aus, dass zwar das Heiratsalter heraufgesetzt, das Gesetz aber nicht durchgesetzt wird, weil der Widerstand unter den Moslems zu groß ist. Sheik Mohammed Hamzi, ein Imam und Politiker der Oppositionspartei al-Islaah, hat etwa dazu aufgerufen, das Gesetz zurückzuweisen. Hamzi verweist für seine Begründung auch auf den Propheten Mohammed, dessen zweite Frau Aisha bei der Heirat neun Jahre alt gewesen sein soll. (Telepolis)
Dutzende Tote bei Minarett-Einsturz in Marokko
Samstag, 20. Februar. In Marokko sind beim Einsturz eines über 400 Jahre alten Minaretts dutzende Moslems während des Freitagsgebets ums Leben gekommen. Aus den Trümmern der Moschee seien bislang 36 Leichen gezogen worden, teilten die Behörden der staatlichen Nach-richtenagentur MAP zufolge mit. Durch den Einsturz seien mehr als 70 Menschen verletzt worden. Es wurde befürchtet, dass die Totenzahl noch weiter steigen dürfte. Zum Zeitpunkt des Unglücks sollen sich etwa 300 Moslems in der Moschee aufgehalten haben. Die Ursache war zunächst nicht klar. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich nach Angaben von Rettungskräften äußerst schwierig, weil die betroffene Moschee in der verwinkelten Altstadt von Meknes gelegen ist. Räumfahrzeuge und Krankenwagen könnten nicht direkt bis zur Unglücksstelle vorfahren. Nach den tagelangen Regenfällen drohten zudem weitere Häuser in der unmittelbaren Umgebung einzustürzen. Die Ortschaft Meknes liegt etwa 140 Kilometer südwestlich von Rabat. Zwar stürzen in Marokko immer wieder ältere Gebäude ein. Der Einsturz eines Minaretts ist jedoch äußerst ungewöhnlich. (Reu)
Streit um moslemische Jungpolitikerin mit Kopftuch
Freitag, 12. Februar. In Frankreich kandidiert eine 21-jährige islamische Kopftuchträgerin für eine linke Kleinpartei. Der Fall Moussaid spaltet die Partei. Ilham Moussaid definiert sich selbst als "Feministin, Befürworterin des Rechts auf Abtreibung und der Gleichstellung der Homosexuellen". Damit liegt die 21-jährige Betriebswirtschaftsstudentin aus Avignon auf der Linie der "Antikapitalistischen Partei" (NPA). Diese kleine Linksaußen-Partei hat Moussaid auf ihrer örtlichen Kandidatenliste bei den Frankreich-weiten Regionalwahlen im März nominiert. Weil aber Moussaid ein moslemisches Kopftuch trägt, entbrannte eine Debatte um ihre Kandidatur. Die Diskussion geht quer durch die politischen Lager. Das zeigt auch der Fall Moussaid, der sogar ihre Linkspartei entzweit: "Das Kopftuch ist das Symbol der Unterwerfung der Frauen. Feministinnen in den arabischen Ländern flehen uns an, da nicht nachzugeben", erklärt eine von mehreren NPA-Kandidatinnen, die sich aus Protest zurückgezogen haben. (Kurier)
12-Jährige zieht Scheidungsantrag für Ehe mit 80-Jährigen zurück
Dienstag, 02. Februar. In Saudi-Arabien hat ein Vater seine zwölf Jahre alte Tochter mit einem 80-Jährigen verheiratet. Das Mädchen wehrte sich und reichte die Scheidung ein. Nun soll das Kind den Antrag überraschend zurückgezogen haben. Trotz Unterstützung durch Menschenrechtsanwälte hätten das Mädchen und seine Mutter ihr Anliegen vor einem Gericht in Buraidah fallengelassen, berichteten mehrere Tageszeitungen am Dienstag. Demnach hatte der Vater des Kindes die Hochzeit gegen eine Mitgift von 85.000 Rial (mehr als 16.000 Euro) im vergangenen September arrangiert. "Ich stimme der Ehe zu. Ich habe keine Einwände. Dies geschieht im Respekt einer Tochter vor ihrem Vater und in Gehorsam gegenüber seinem Wunsch", erklärte das Mädchen laut der Zeitung "Okas" vor Gericht. Das Kind habe lediglich gefordert, weiter zur Schule gehen zu dürfen, berichtete die Zeitung "El Riad". Der Anwalt des Mädchens, Salah el Dabibi, sagte laut "El Riad", er sei "empört" über die Entscheidung. Er schloss nicht aus, dass auf Mutter und Kind Druck ausgeübt worden sei. In Saudi-Arabien ist die Verheiratung von Kindern nicht gesetzlich verboten. Kleriker und Scharia-Richter verteidigen die Praxis, die auf islamischen und saudi-arabischen Sitten beruht. (jjc/AFP)
SPD und Grüne wollen Islam-Lehrstuhl in München
Freitag, 05. Februar. SPD und Grüne dringen auf die Einrichtung eines Islam-Lehrstuhls an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Die Landtagsfraktionen beider Parteien forderten die Staatsregierung am Freitag auf, sich für die Ausbildung von Imamen und islamischen Religionslehrern an einem Standort in Bayern einzusetzen. Der Bedarf sei da, teilten die Grünen mit Blick auf den bayerischen Modellversuch für Islamunterricht mit. Der Freistaat suche händeringend Lehrer für das Fach. Zuvor hatte LMU-Präsident Bernd Huber im «Münchner Merkur» (Freitag) Interesse an einem Islam- Lehrstuhl gezeigt. Aber erst müsse die Finanzierung geklärt sein. (dpa/lby)
Kopftuch-Verbot für moslemische Basketballerin
Donnerstag, 28. Januar. Die moslemische Basketballerin Sura Al-Shawk vom Schweizer Club STV Luzern darf während der Spiele kein Kopftuch tragen. Die Schweizerin irakischer Abstammung scheiterte mit einer Klage vor einem Gericht im Kanton Luzern. Nach Ansicht der Richter beeinträchtigt das Verbot des Ligaverbandes ProBasket die Rechte der 19-Jährigen nicht. Die Liga-Verantwortlichen hatten sich bei ihrer Ablehnung auf den Weltverband FIBA berufen. Das Tragen eines Kopftuches erhöhe das Verletzungsrisiko, zudem solle der Sport religiös neutral bleiben. Al-Shawk kann gegen das Urteil innerhalb von zehn Tagen Beschwerde einlegen. (dpa)
Schülerin wegen Handy Besitz zu 90 Peitschenhieben verurteilt
Donnerstag, 21. Januar. In Jubail am Persischen Golf ist eine Schülerin (13) zu 90 Stockschlägen vor ihren Klassenkamerad-innen verurteilt worden, weil sie ein Handy mit Kamera in den Klassenraum gebracht hatte. Zusätzlich muss das Mädchen eine zweimonatige Gefängnisstrafe absitzen, weil es seine Lehrerin angriff, als die das Handy entdeckt hatte. Nach Angaben der saudischen Zeitung Al-Watan sind Handys in Mädchenschulen in Saudi-Arabien grund-sätzlich verboten. Die Strafe gegen die 13-Jährige wurde nach dem islamischen Recht (Scharia) bestimmt, das für seine Un-menschlichkeit bekannt ist. So wurden vor drei Jahren 16 Schüler zwischen zwölf und 18 Jahren mit 300 bis 500 Stockschlägen bestraft, weil sie ihrem Lehrer gegenüber aggressiv waren. (bild)
Moslems zünden Kirche in Nigeria an
Dienstag, 19. Januar. Gewaltsame Zu-sammenstöße zwischen Christen und Muslimen haben in der nordnigerianischen Stadt Jos mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Nach offiziellen Angaben wurden 69 weitere Menschen verletzt. Ein Sprecher der Staatsregierung sagte, moslem-ische Jugendliche hätten eine katholische Kirche in Brand gesteckt. Später gingen auf Moscheen und Wohnhäuser in Flammen auf. Die Polizei nahm 35 Personen fest. 2008 waren bei religiösen Unruhen in Jos bereits 300 Menschen getötet worden. (RP)
Christ in Pakistan zu lebenslanger Haft verurteilt
Montag, 18. Januar. Ein Gericht im pakistanischen Faisalabad hat einen Christen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Unter Berufung auf das sogenannte „Blasphemiegesetz“ war dem jungen Mann vorgeworfen worden, Seiten aus dem Koran verbrannt zu haben. Dadurch habe er die Heilige Schrift der Moslems entehrt. Vertreter der katholischen Kommission für Gerechtig-keit und Frieden in Pakistan bezeichneten unterdessen den Straftatbestand als „komplett erfunden“ und kündigten an, für die Rettung des Lebens des Mannes kämpfen zu wollen. Das Blasphemiegesetz gilt in Pakistan seit 1986 und ahndet nach Angaben der Agentur asianews gewaltsam „Angriffe auf den Koran und den Propheten Mohammed.“ (asianews)
Ägyptischer Nationaltrainer will rein moslemische Mannschaft
Samstag, 16. Januar. Der ägyptische National-trainer Hassan Schehata hat jetzt einen Zusammenhang zwischen der Frömmigkeit seiner Spieler und der Erfolgsbilanz der Elf hergestellt: Er will nur noch Sportler einsetzen, die ihr Leben in islamisch vorbildlicher Weise führen und regelmäßig zu Allah beten: "Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen, unabhängig von seinem Potential." Schehata formulierte seine Ankündigung nach einem überzeugenden Sieg. Im Kampf um den Afrika-Cup hatte Ägypten vor wenigen Tagen Nigeria mit 3:1 geschlagen. Da seit langem nur Moslems im ägyptischen Team sind, ist der Islam probates Mittel zur Stärkung der Kampfkraft. Der letzte bekannte Christ am Ball war Hany Ramzy, der auch mal bei Werder Bremen spielte - und der ist seit den neunziger Jahren aus dem Geschäft. Heute sind die Spieler vom Nil allesamt Moslems. Bekannt als "Die Knieenden" beten sie nach ihren Siegen gemeinsam auf dem Rasen. Mohammed Zidan, der bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht und einer der besten ägyptischen Nationalstürmer ist, stand dabei immer gelangweilt am Rand. Das hat den Trainer zu einem mahnenden Zweiergespräch bewogen: Seit dem Treffen betet auch Zidan öffentlich - und kickt angeblich noch besser. (S.de)
Erdogan erhält Islam-Preis
Dienstag, 12. Januar. Saudi-Arabien verleiht dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan den "Internationalen König-Faisal-Preis für Verdienste um den Islam". Saudiarabische Tageszeitungen berichteten am Dienstag, Erdogan werde in Anerkennung außerordentlicher Führungsqualitäten und seiner "großartigen Bemühungen" um die Anliegen der islamischen Welt geehrt. Der König-Faisal-Preis wird seit 1976 alljährlich verliehen. Er wurde von den Söhnen des 1974 ermordeten Königs Faisal, darunter Außenminister Prinz Saul al-Faisal, gestiftet. Unter den früheren Preisträgern befindet sich der verstorbene muslimische Präsident von Bosnien-Herzegowina, Alija Izetbegovic. Der Preis ist mit 750.000 Rial (137.858 Euro) dotiert. Außerdem erhält der Preisträger eine 200 Gramm schwere Goldplakette. Erdogan hat aus der arabischen Welt und auch aus dem Iran viel Beifall erhalten, als er in Davos in der Schweiz vor einem Jahr während einer Weltwirtschaftsforum-Diskussion mit dem israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres wegen der israelischen Gaza-Offensive das Podium verließ. (Ag.)
Burka-Verbot in Frankreich kommt im Herbst
Donnerstag, 07. Januar. Die 2.000 mit einer Burka in Frankreichs Öffentlichkeit er-scheinenden Frauen müssen ab Herbst vermutlich mit einem Bußgeld rechnen. Die Regierungspartei UMP hat angekündigt, dass in Kürze der Gesetzentwurf im Parlament eingebracht wird. So würde die Missachtung 750 Euro Strafe nach sich ziehen. Das lange Zeit intensiv diskutierte Vorhaben wird jetzt auf die "Schiene gebracht", meldeten die Medien in Frankreich. Verschiedene Befragungen unter Betroffenen und Experten waren zu dem Thema vorausgegangen. Zuletzt hatte sich überraschend der Chef der rechten Front National, Jean-Marie Le Pen, gegen eine solche Verordnung erklärt. So auch die Partei der sozialistischen Oppositionspartei. Sarkozy jedoch verwies beim Burka-Tragen auf ein Symbol für Knechtschaft und Erniedrigung. (SN)
Islamprediger will Weihnachten verbieten
Mittwoch, 23. Dezember. Er ist einer der einflussreichsten Gelehrten in der islamischen Welt – Islam-Prediger Scheich Jussuf al-Karadawi (83) aus dem Emirat Katar will das Weihnachtsfest verbieten. Bei einer Predigt hetzte der wortgewaltige Moslem gegen den Verkauf von Weihnachtsbäumen in islamischen Ländern. Er frage sich, in was für einer Gesellschaft er lebe, wenn er das Weihnachts-treiben um sich herum sehe – in einer islamischen oder einer christlichen? „Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben“, forderte er. Weiter sagte al-Karadawi: „Diese Feier der so genannten Geburt von Jesus. Wir feiern nicht mal die Geburt des Propheten Mohammed". Anderswo werde Moslems der Bau von Minaretten verboten, so al-Karadawi mit Blick auf das Minarett-verbot in der Schweiz. Dann sollten auch „Kirchen keine Kreuze mehr tragen und Kirchenglocken nicht mehr läuten dürfen“. In der islamischen Welt werden die Worte des Scharfmachers nicht ungehört verhallen, denn al-Karadawi ist eine der obersten sunnitischen Autoritäten und eine hohe moralische Instanz. (Bild)
Kindesmisshandlung in Holländischen Moscheen
Mittwoch, 16. Dezember. Eine Liste von 49 Fällen hat das Jugendamt der drittgrößten niederländischen Stadt Den Haag zusammen-getragen und alle weisen die gleichen Details auf: Kinder im Alter von etwa zehn Jahren, die während des Koran- oder Arabischunterrichts schwere Misshandlungen erlitten hätten. Die betreffenden Moscheen befinden sich in verschiedenen Stadtteilen, der Untersuchungszeitraum betrug ein Jahr. Am Dienstag erstattete die Gemeinde Anzeige. Quellen aus den Moscheegemeinden berichten von heftigen Schlägen, "Striemen und blauen Flecken", die die Kinder davongetragen hätten. Im April wiesen Kommunalpolitiker den Stadtrat darauf hin, "regelmäßig und schon jahrelang" von solchen Übergriffen gehört zu haben. Mehr als die Hälfte der Fälle sollen sich in der marokkanischen Al-Islam-Moschee im Stadtzentrum zugetragen haben. Moscheesprecher Ali Belhaj sagte der taz, die Vorwürfe seien "mehr als ein Schock", zumal seine Vereinigung für ihre liberale Ausrichtung bekannt sei. Solange die Staatsanwaltschaft jedoch keine Beweise vorgelegt habe, könne Al-Islam nicht handeln. (dpa/taz)
Sarrazin will Kopftücher verbieten
Sonntag, 13. Dezember. Der Ex-Finanzsenator von Berlin und jetzige Bundesbanker Thilo Sarrazin hat ein Kopftuchverbot für moslemische Schülerinnen an Schulen gefordert. Diese seien ein politisches Symbol der Unterdrückung von Frauen Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung vom Wochenende hatte der frühere Berliner Finanzsenator Sarrazin auf einer nicht näher benannten Podiumsdiskussion in Berlin Kopf-tücher als "Symbol des Machtanspruchs des Mannes über die Frau" kritisiert. "Ich würde Kopftücher im Unterricht untersagen. Sie sind kein religiöses Symbol, sondern ein politisches", zitiert ihn die Zeitung weiter. Für eine bessere Integration habe der Politiker außerdem gefordert, den Zuzug aus dem Ausland zu begrenzen. Zudem solle man "diejenigen, die da sind, unter Integrationsdruck setzen". Erst im Oktober hatte Sarrazin mit einem Interview mit der Berliner Kulturzeitschrift "Lettre International" über türkische und arabische Migranten heftige Debatten ausgelöst. Er hatte einem Großteil von ihnen Versorgungsmentalität, Nutzlosigkeit für die Gesellschaft und mangelnde Integrationsbereit-schaft vorgeworfen. (kna/dpa)
Schröder: "Der Koran lehrt Frieden"
Donnerstag, 10. Dezember. Jetzt hat der Schweizer Minarett-Streit auch Altkanzler Gerhard Schröder erreicht. Der SPD-Politiker wirft dem Schweizer Volk vor, es wolle den im Kern "friedlichen Islam" in die Hinterhöfe verbannen. Schröder mahnt, nicht die islamischen Staaten hätten "die beiden Weltkriege" ver-brochen. Schröder warnte vor einer negativen Sicht auf Moslems und den Islam, die auch in Deutschland verbreitet sei. „Der Islam ist keine politische Ideologie, sondern eine friedliche Religion. Das lehrt der Koran“, schreibt Schrö-der. Überhaupt sollten sich gerade Deutsche vor stereotypen und falschen Aussagen über die vermeintliche Gewalttätigkeit des Islams hüten: „Es waren keine islamischen Staaten, die die beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts verbrochen haben. Für Überheblichkeit ge-genüber anderen gibt es für uns keinen Grund.“ Das Argument von Minarett-Gegnern, dass in vielen islamischen Staaten Christen verfolgt werden und der Bau von Kirchen verboten ist, lässt Schröder nicht gelten. „Defizite bei der Religionsfreiheit in einigen islamischen Staaten sind nicht zu bestreiten, aber sie können nicht als Begründung für eine Einschränkung der Rechte in unserem eigenen Land dienen.“ Gerade eine aufgeklärte Gesellschaft dürfe nicht die Unzu-länglichkeiten anderer Gesellschaften wieder-holen: „Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, das wir aus guten Gründen im Grundgesetz schützen.“ (WO)
Weiteres Islam-Zentrum in München geplant
Sonntag, 06. Dezember. In München soll ein weiteres großes islamisches Zentrum entstehen. Wie der „Focus“ heute (Sonntag) vorab berichtet, ist beabsichtigt, mit Hilfe arabischer Geldgeber ein „Zentrum für Islam in Europa-München“ zu verwirklichen. Der Imam der Moschee im oberbayerischen Penzberg, Benjamin Idriz, warb seinen Angaben zufolge bereits bei den Münchener Stadtratsfraktionen für das Projekt. Vor dem Verwaltungsgericht kämpft Idriz derzeit laut „Focus“ darum, dass seine Gemeinde aus dem bayerischen Ver-fassungsschutzbericht gestrichen wird. (ddp)
Schweizer Bürger deutlich gegen das Minarett
Sonntag, 29. November. In der Schweiz wird der Bau von Minaretten per Verfassungs-grundsatz verboten. Nach der Auszählung der Stimmen in fast allen der 26 Kantone hat überraschend eine Mehrheit von 57 Prozent der Wähler in einer Volksabstimmung die von Anhängern der Schweizerischen Volkspartei (SVP) lancierte Initiative angenommen. Das in Europa beispiellose Minarettverbot dürfte in Bern noch für erhebliches Kopfzerbrechen sorgen. Die Regierung hatte sich im Vorfeld der Abstimmung gegen die Initiative ausgesprochen und erklärt, ein Bauverbot verstoße gegen die Religionsfreiheit und die europäische Men-schenrechtskonvention. Die Annahme kommt einer Sensation gleich: In Umfragen hatten zuletzt lediglich 37 Prozent der Befragten angegeben, für ein Minarett-Verbot stimmen zu wollen. Insgesamt stimmten nur die Stadt Basel und drei Westschweizer Kantone gegen die Initiative. Auffällig war auch die hohe Stimmbeteiligung. Offenbar ist es den Anhängern der Initiative, die in Minaretten religiös-politische Machtsymbole sehen, ge-lungen, die Stimmung nach einem zum Teil heftig geführten Abstimmungskampf doch noch zu kippen. Trotzdem überrascht der eindeutige Ausgang des Volksentscheids. Laut Claude Longchamp, Institutsleiter des Meinungs-forschungsinstituts gfs.bern, ist es erst das dritte Mal innerhalb der letzten dreißig Jahre, dass sich ein Trend noch so deutlich umgekehrt hat. In der Schweiz leben derzeit rund 340.000 Moslems, die hauptsächlich aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus der Türkei stammen. Von den rund 130 moslemischen Kulturzentren und Gebetsstätten verfügen aber nur vier über ein Minarett. (Reu)
Christen vorwiegend in islamischen Ländern verfolgt
Samstag, 21. November. 80 Prozent aller wegen ihrer Religionszugehörigkeit verfolgten Menschen sind Christen. Das hat der Generalsekretär von "Christian Solidarity International" (CSI) in Österreich, Werner Frühwirth, bei einer Diskussionsveranstaltung der Politischen Akademie der ÖVP in Wien betont. Zwischen 200 und 250 Millionen Christen würden weltweit in etwa 50 Ländern verfolgt, allein 2008 wurde 175.000 Christen aufgrund ihres Glaubens getötet, so Frühwirth. Die Zahlen belegten, so Frühwirth, "dass Glaubensverfolgung vor allem Christen-verfolgung ist". Im Zentrum der Diskussion stand die Situation der Kirchen im Vorderen Orient. Herbert Rechberger von Hilfswerk "Kirche in Not" wies u.a. auf die dramatische Situation der christlichen Minderheiten im Irak, Iran und Saudi Arabien hin. Im Irak kämen die Kirchen im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten unter die Räder, aber auch im Iran würden die Christen "ghettoisiert", sagte Rechberger. Zwar sei die Abhaltung von Gottesdiensten erlaubt, jede missionarische Aktivität aber streng verboten. Noch schlimmer stehe es um die Religions-freiheit in Saudi Arabien. Rund 800.000 Christen würden im Land leben, meist Gastarbeiter aus Indien, den Philippinen oder dem Libanon. Zwar erlaube der saudische König inzwischen private Gebetsver-sammlungen, jede öffentliche nichtmuslimische Religionsausübung sei aber strengstens verboten und werde von der Religionspolizei brutal verfolgt. Der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos in Österreich, Emanuel Aydin, wies auf die Unterdrückung der Christen im Tur Abdin im Südosten der Türkei hin. Von einst rund 100.000 Christen seien nur mehr 2.000 übrig. Besser als in der Türkei sei die Lage der Christen in Syrien, wo Religions- und syrischer Sprachunterricht in Sonntags-schulen möglich sei. Mit dem Begriff eines "kulturellen Genozids" beschrieb P. Athananasios Henein die Situation der Kopten in Ägypten. Die Zerstörung von Kirchen, die Beschlagnahme von christlichem Vermögen oder die Entführung christlicher Frauen, die dann zum Übertritt zum Islam gezwungen werden, stünden auf der Tagesordnung. Henein ortete in der Verfolgung und Diskriminierung der Kopten die äußeren Anzeichen der inneren Zerstörung der ägyptischen Nation. (KA)
Gaddafi will Frauen zum Islam bekehren
Montag, 16. November. In Erwartung eines Galadinners sind rund 200 junge Italienerinnen laut der Nachrichtenagentur ANSA einer Einladung des libyschen Staatschefs Muammar al Gaddafi in Rom gefolgt - dieser empfing sie jedoch mit einer Lektion über den Islam. Gaddafi habe einen 45-minütigen Vortrag über Frauenrechte und Religion gehalten und die Damen zum Übertritt zum Islam ermutigt, berichtete am Montag die ANSA-Reporterin Paola Lo Mele, die sich unter die Frauen gemischt hatte. Die Frauen dieser Lehrstunde in Sachen Religion mussten mindestens 1,70 Meter groß, elegant gekleidet und 18 bis 35 Jahre alt sein. Für drei solcher Abende mit dem Libyer hatte die Agentur nicht weniger als 500 "niedliche" Frauen gesucht, mit denen Gaddafi "Ideen austauschen" wolle. Zwei Stunden dauerte das, was ganz offensichtlich keines jener ausschweifenden Feste war, wie sie Berlusconi so zu lieben scheint. Am Ende bekam jede eine Koran-Ausgabe. Kommentar einer Teilnehmerin: "Und noch nicht einmal ein Glas Wasser gab es." (AP/dpa)
Im Iran müssen auch Schaufensterpuppen Kopftuch tragen
Montag, 9. November. Unter Berufung auf das iranische offizielle Nachrichtenamt hat die arabische Zeitung alarabiya.net über eine Kampagne gegen "die westliche Prägung" im Iran berichtet. Die iranische Sittenpolizei hatte in jüngster Zeit Verstöße gegen die staatlichen Bekleidungsvorschriften des Iran wieder härter bestraft. Berichtet wird von einem Verbot, Schaufensterpuppen ohne Kopftuch aus-zustellen oder sie so zu bekleiden, dass ihre Körperkonturen erkennbar sind. Außerdem dürfen iranische Geschäfte keine Krawatten mehr ausstellen (da Krawatten als "westliches" Kleidungsstück gelten). Männer dürfen in der Öffentlichkeit keine Frisuren tragen, die "westlich" sind. Außerdem dürfen männliche Verkäufer keine Unterwäsche für Frauen verkaufen. Verstöße gegen die Bekleidungs-vorschriften können u. a. mit kurz- oder langfristiger Verhaftung in einer Polizeistation bestraft werden. (IfI)
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Burka-Verbot nun auch in Australien
Freitag, 06. August. In Australien entscheidet diese Woche eine Richterin über ein Burka-Verbot für Zeuginnen in Gerichtssälen. Eine Zeugin der Anklage will bei ihrer Aussage den Ganzkörperschleier tragen. Laut Verteidigung erschwere das aber den Geschworenen, die Aussage zu bewerten, wenn das Minenspiel der 36-Jährigen verborgen bliebe. (Frankfurter neue Presse)
Indonesien: Christenverfolgung nimmt zu
Donnerstag, 29. Juli. Das größte islamische Land der Welt wird immer mehr zum christenfeindlichsten Staat überhaupt. Seit Januar sind bereits 28 schwerwiegende Gewaltfälle gegen Christen zu verzeichnen. Tendenz steigend, sagen Menschenrechtsorganisationen, die von der Regierung in Jakarta ein entschiedeneres Vorgehen gegen radikale Moslems fordern. Der Generalvikar der Erzdiözese von Jakarta, Yohanes Subagyo, ist besorgt. Christen würden immer mehr als Feinde der Indonesier betrachtet, obwohl sie ja selber Bürger des Landes seien, so der Generalvikar. (Radio Vatikan)
Indonesische Moslems beten in falsche Richtung
Montag, 19. Juli. In einem Edikt, das der indonesische Rat der Religionsgelehrten (MUI) im März herausgab, behauptete er fälschlicherweise, Mekka befinde sich westlich von Indonesien. Mit folgenschweren Auswirkungen: Statt gen Mekka haben die indonesischen Moslems monatelang gen Afrika gebetet. Mekka liegt nämlich nordwestlich von Indonesien. Mittlerweile wies die höchste religiöse Autorität des bevölkerungsreichsten moslemischen Landes der Welt die Gläubigen an, ihre Gebete etwas weiter nach Norden zu richten. "Nach einer sorgfältigen Untersuchung durch einige Kosmologen und Astronomen kamen wir zu dem Schluss, dass sie Richtung Südsomalia und Kenia gebetet haben", sagte Ma'ruf Amin, ein prominentes Mitglied des Religionsgelehrtenrats. Die Gläubigen müssten sich aber keine Sorgen machen, dass ihre Gebete wegen des Kalkulationsfehlers nicht erhört worden seien. "Gott versteht, dass Menschen Fehler machen. Allah hört ihre Gebete immer", sagte Amin. (fro/apn)
Türkischer Luftraum für Israel gesperrt
Montag, 28. Juni. Als Reaktion auf den Angriff auf das Gaza-Hilfsschiff "Mavi Marmara" sperrt die Türkei Israel vom türkischen Luftraum aus. Dies sagte, laut der Nachrichtenagentur Anadolu, der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan beim G20-Gipfel in Toronto. Am Wochenende wurde einer israelischen Militär-Maschine mit etwa 100 Soldaten an Bord, die auf dem Weg nach Polen war, der Überflug verweigert. Laut der israelischen Zeitung "Jediot Ahronot" möchte Israel die Beziehungen der beiden Länder nicht noch mehr anspannen. Nachdem die Türkei noch immer vergeblich auf eine Entschuldigung seitens Israel für die Ermordung der neun Passagiere auf dem Hilfsschiff "Mavi Marmara" wartet, verschlechtern sich die Beziehungen der beiden Länder zusehends. (short news)
Türkin und ihr Mann von eigener Familie bedroht
Mittwoch, 12. Juni. Die Todesdrohungen kamen aus der Familie der jungen Frau. Die Angehörigen waren nicht damit einverstanden, dass ihre Tochter einen Mann geheiratet hat, der aus einem anderen Kulturkreis stammt. So geschehen in der vergangenen Woche in Köln. Die Polizei konnte den angekündigten „Ehrenmord“ durch intensive Ermittlungen verhindern. Die beiden Hauptverdächtigen im Alter von 31 und 39 Jahren sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Das Paar lebte weitgehend glücklich aber heimlich miteinander in Köln - bis zum vergangenen Mittwoch. Bei einem Behördengang bei der Stadt Köln wurde türkischen Familienmitgliedern bekannt, dass die Tochter nicht mehr den Namen der Familie trägt. Als die Angehörigen die Tochter daraufhin zur Rede stellten, ging die Frau zur Polizei und bat um Hilfe. „Wir haben schnell gehandelt und die Frau in einer Einrichtung untergebracht“, sagte ein Beamter. Doch den Brüdern gelang es, über das Handy der jungen Frau Kontakt zu ihr aufzunehmen. „Sie wurde aus dem Frauenhaus gelockt und anschließend massiv bedroht“, ergänzte ein Ermittler. Dabei attackierten Familienmitglieder die Tochter mit einem Messer und drohten ihrem Mann mit dem Feuertod. „Der Ehemann sollte verbrannt werden“, hieß es. „Und wenn wir damit fertig sind, kümmern wir uns um Dich“, sagten die Brüder weiter. Trotz der äußerst bedrohlichen Situation gelang es der Frau, die Polizei über die Eskalation der Lage zu informieren. Kurze Zeit später nahmen Beamten die vier Brüder und die Mutter vorläufig fest. (KR)
Hannover erlaubt moslemische Bestattungen
Mittwoch, 30. Juni. Hannover ermöglicht Moslems künftig die Bestattung ihrer Verstorbenen auf traditionelle Weise in Leinentüchern. Auf dem Stöckener Stadtfriedhof ist dies auf dem moslemischen Gräberfeld neuerdings ohne Ausnahmegenehmigung möglich, teilte die Stadt gestern mit. Alle Einwohner Hannovers sollten ihre Religion ausüben können und dazu gehörten auch Bestattungen entsprechend den unterschiedlichen religiösen Traditionen, erklärte Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD). Der Landesverband der Moslems und die Friedhofsverwaltung entwickelten eine spezielle Klappenkonstruktion. Damit können die Toten ins Grab gelassen werden. Anschließend können ein bis zwei Menschen in das Grab steigen und den Toten in Richtung Mekka ausrichten. Damit die Erdmassen nicht auf den Verstorbenen lasten, werden diese vor dem Füllen des Grabes mit mehreren Holzplanken abgedeckt. Bundesweit räumt eine wachsende Zahl von Friedhöfen den Moslems eigene Bestattungsrituale ein. In Hessen etwa ist eine Ausnahme von der Sargpflicht bereits formlos möglich. (lni)
Barcelona erlässt Burka-Verbot
Mittwoch, 16. Juni. Als erste spanische Großstadt hat Barcelona ein Burka-Verbot erlassen. Ab Herbst ist der Vollschleier in allen öffentlichen Einrichtungen verboten, darunter auch in Kindergärten, Museen und Vergnügungsparks. "Man muss den Menschen, die ein öffentliches Gebäude betreten, ins Gesicht schauen können, das gehört zu unseren Sicherheitsvorschriften", begründete Jordi Hereu, Barcelonas sozialistischer Bürgermeister, das Verbot. Die islamische Gemeinde der Stadt ist empört und will das Verbot, das es bislang noch in Lerida und Tarragona gibt, notfalls vor dem Verfassungsgericht anfechten. Im Herbst stehen Kommunalwahlen an und diverse Parteien, etwa die ausländerfeindliche Plataforma per Catalunya, fordern das Verbot seit Langem. Dem Antrag der konservativen Volkspartei, die Ganzkörperschleier ganz aus dem Stadtbild zu verbannen, kam Hereu indes nicht nach. Spaniens Justizminister Francisco Caamaño hat nun angekündigt, das Tragen der Burka bald landesweit einzuschränken. (WO)
Proteste gegen geplante Groß-Moschee am Ground Zero
Dienstag, 08. Juni. Eine hitzige Debatte wird derzeit in New York über den Bau einer Moschee nahe des Ground Zero, dem Platz an dem die Terroranschläge des 11. Septembers stattfanden, geführt. Obwohl der Gemeinderat von Manhattan bereits vor zwei Wochen mittels eines Votums für die Errichtung des sogenannten „Cordoba House“ gestimmt hat, demonstrierten erneut Menschen unweit des Platzes, an dem einst die Zwillingstürme standen, gegen die Entscheidung. Initiator des Protestes ist die Vereinigung „Bündnis gegen die Islamisierung Amerikas“. Dem Aufruf gefolgt sind zahlreiche Menschen, die Angehörige bei dem Terroranschlag verloren haben. Viele von ihnen verstehen nicht, warum New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sich klar für das Projekt ausspricht. Angeblich handelt es sich bei dem 15-stöckigen „Cordoba House“ nicht um eine Riesen-Moschee, sondern um ein islamisches Kulturzentrum. Bauherr ist die „Cordoba Initiative“, hinter der der kuwaitische Imam Faisal Abdul Rauf steht. Dieser hat als Platz für das Zentrum mit Gebetsraum, Theater, Koch-Schule, Restaurant und Veranstaltungsräumen nicht un-mittelbar den Ground Zero gewählt, sondern eine Stelle, die zwei Straßen und etwa zehn Minuten Gehweg entfernt liegt. Dass der Gemeinderat zuvor über den Antrag auf Errichtung des „Cordoba House“ nach einer leidenschaftlichen Aussprache zwischen Befürwortern und Gegnern abstimmte, war ein symbolischer Akt, der beiden Seiten die Möglichkeit gab, ihre Argumente auszutauschen. Rechtlich verhindern können, hätte er den Bau des Kulturzentrums nicht, da die amerikanische Verfassung es verbietet, sich in religiöse Dinge einzumischen. (RNO)
Arbeitsagentur wirbt in Moschee
Freitag, 04. Juni. Der Kölner Arbeitsagentur-Chef Peter Welters hat beim Freitagsgebet für die Be-rufsausbildung geworben. Es war die erste Aktion dieser Art. Die Agentur reagiert auf das sinkende Interesse der Jugendlichen an einer Lehre. Der Direktor der Agentur für Arbeit, Peter Welters, war bei der Werbung für die duale Berufsausbildung auf der Suche nach Verbündeten an ungewohntem Ort. Erstmals sprach ein Chef der Kölner Arbeitsverwaltung vor den Gläubigen vor dem Freitagsgebet. Fachkräfte - erst recht, wenn sie mehrere Sprachen sprechen und vielfältiges kulturelles Wissen haben - würden dringend gebraucht. Hunderte Kölner Moslems hörten Welters in der Übergangsmoschee der Türkisch-Islamischen Union (Ditib) an der Neuehrenfelder Herkulesstraße zu und ließen sich hinterher mit zweisprachigem Informationsmaterial ausstatten. Hinter-grund der Aktion: Die Bereitschaft, eine Lehre zu beginnen, nimmt unter Jugendlichen immer mehr ab. Viele Migranten-Familien sind zudem schlecht über das deutsche Ausbildungssystem informiert. (fra)
Frau in Saudi-Arabien wegen Zauberei verhaftet
Donnerstag, 27. Mai. Die islamische Religionspolizei hat in Saudi-Arabien eine Frau wegen des Verdachts der „Zauberei“ verhaftet. Sollte die aus Syrien stammende Frau verurteilt werden, droht ihr die Todesstrafe. Das saudische Nachrichtenportal „Sabq“ meldete am Donnerstag, die Syrerin habe von einer saudischen Frau 25.000 Rial (5.426 Euro) verlangt, um deren Mann zu „verhexen“. Sie sollte durch einen Zauber verhindern, dass sich der Mann der Kundin eine weitere Ehefrau nimmt. Nach dem islamischen Recht dürfen Männer in Saudi-Arabien bis zu vier Ehefrauen gleichzeitig haben. In dem Haus der Syrerin in der Provinz Riad seien zudem „Zauberei-Utensilien“ gefunden worden, hieß es. In Saudi-Arabien glauben viele Menschen an Zauberei. Ein libanesischer Fernseh-Wahrsager sitzt in dem arabischen Land momentan in der Todeszelle. Er soll hingerichtet werden, weil er früher in einer libanesischen TV-Sendung die Zukunft vorhergesagt hatte. Das macht ihn in der Augen des saudischen Richters zu einem „Zauberer“. 2007 war ein Apotheker aus Ägypten wegen „Zauberei“ hingerichtet worden. (APA/dpa)
CDU Politiker für EU-Beitritt der Türkei
Sonntag, 23. Mai. Nach Ansicht des CDU Politikers Ruprecht Polenz gehört die Türkei in die Europäische Union. Polenz betont: "Noch unter Helmut Kohl hat sich die CDU für einen EU-Beitritt ausgesprochen, wenn die Türkei die Beitrittskriterien erfüllt." Jedoch habe sich die Stimmung der Partei erst nach der rot-grünen Regierung 1998 geändert. Durch den EU-Beitritt der Türkei hätte die EU die Gelegenheit zu zeigen, dass Europa keine Probleme mit dem Islam hat. (short news)
Araberin wird Miss USA
Montag, 17. Mai. Amerika hat gewählt: Zum ersten Mal wird eine Moslemin ohne Kopftuch zur Schönsten der Nation gekürt. Die 24-jährige Rima Fakih schreibt damit Geschichte. Die diesjährigen «Miss USA»-Wahlen hatten im Vorfeld für rote Ohren gesorgt. Stein des Anstosses waren Bilder der Kandidatinnen. Darauf posierten sie äusserst freizügig und lasziv. Um so erstaunlicher, dass nun ausgerechnet die Tochter libanesischer Immigranten die Wahl für sich entscheiden konnte. Rima, die schon den Titel Miss Michigan trägt, ist damit die erste Moslemin und arabische Amerikanerin, die es zur Miss USA gebracht hat. Auch wenn sie mit ihrem eng geschnittenen Abendkleid beinahe hingefallen wäre. (ghd)
Hohe Selbstmordrate bei türkischstämmigen Frauen
Freitag, 19. Februar. Nahezu doppelt so häufig begehen türkischstämmige Frauen im Vergleich zu einheimischen Frauen Selbstmord. Noch größer ist der Unterschied, wenn man die Suizide mit anderen Migranten vergleicht, denn diese Frauen begehen noch seltener Selbstmord als deutsche Frauen. Dies sind die Ergebnisse einer Studie, die die Uniklinik Hamburg und die Berliner Charité erstellt haben und aus der auch hervorgeht, dass die Gründe für den Suizid je nach Alter unterschiedlich sind. Die jüngeren haben Angst vor Zwangsehen oder vor vom Vater ausgesprochenen Verboten. "Junge Frauen wachsen mit dem Ehr- und Reinheitsbegriff der Eltern auf, aber gleichzeitig sehen sie, wie Gleichaltrige leben", so die Oberärztin Meryam Schouler-Ocak von der Psychiatrischen Uniklinik der Berliner Charité. Ältere Frauen begehen Suizid, weil sie zum Beispiel häusliche Gewalt erleiden. (short news)
Im Iran gibt es weltweit die zweithöchste Zahl von Hinrichtungen
Donnerstag, 25. Februar. Der Iran gilt nach Angaben von Amnesty International als das Land mit der zweithöchsten Quote an Hinrichtungen weltweit. Lediglich in China werden mehr Menschen durch den Staat umgebracht. Im Jahr 2009 wurden laut Menschenrechtsorganisationen im Iran insgesamt 308 Personen exekutiert. Im Iran gilt laut Verfassung das Islamische Recht, die Scharia. Danach können unter anderem sogenannte "Feinde Gottes" und vom islamischen Glauben "Abgefallene" mit dem Tod bestraft werden. Bedrückend ist laut Amnesty International auch, dass in der Islamischen Republik Jugendliche bis 17 Jahren exekutiert würden. Die Hinrichtung von Jugendlichen ist laut Völkerrecht verboten. Dabei wies der Iran selbst noch vergangene Woche vor der UNO in Genf sämtliche Vorwürfe bezüglich Menschenrechtsverletzungen zurück. (Tagesschau.de)
Christenverfolgung vor Parlamentswahlen im Irak nimmt zu
Mittwoch, 24. Februar. In der nordirakischen Stadt Mosul sind erneut drei Mitglieder der örtlichen Christengemeinde ermordet worden. Wie RIA Novosti aus Sicherheitskreisen in Mosul erfuhr, waren am Dienstagabend drei Bewaffnete in ein Privathaus im Westen der Stadt eingebrochen und hatten einen Mann und seine beide Söhne umgebracht. In den zurückliegenden vier Wochen wurden in Mosul insgesamt bereits zwölf Christen getötet. „Die Morde an Christen haben in den vergangenen Tagen zugenommen“, hieß es aus den Sicherheitskreisen. Dies sei mit den bevorstehenden Parlamentswahlen am 7. März verbunden. „Die christliche Minderheit war bei den vorigen Wahlen schon einmal zur Zielscheibe (für Angriffe) geworden“, sagte Kurgis Mirgis, Inhaber eines Restaurants in Mosul. „Wir haben Angst. Man ermordet uns ohne jeden Grund. Man will uns aus dem Land vertreiben. Die Ordnungskräfte sind nicht in der Lage, uns zu schützen.“ Seit dem Einmarsch der US-Truppen vor sieben Jahren sind im Irak nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen rund 2000 Christen ermordet worden, mehr als 200 davon in Mosul. Zehntausende Christen flohen aus dieser Stadt, in der vor dem Krieg die größte Christengemeinde des Landes gelebt hatte. (RIA Novosti)
Fatwa gegen Nacktscanner erlassen
Freitag, 12. Februar. Der Nordamerikanische Rat für islamische Rechtswissenschaften hat eine aktuelle Fatwa erlassen, die es Moslems verbietet, durch Körperscanner an Flughäfen zu gehen. Als Grund hierfür gibt der Rat an, dass das Durchleuchten gegen islamische Gesetze verstößt. Laut dem Koran ist es Gläubigen verboten, dass andere Geschlecht nackt zu sehen. Er schreibe vor, dass Muslime ihre intimen Bereiche verdecken müssen. Diese Ansichten werden von diversen amerikanischen Islamverbänden bejaht und die Fatwa unterstützt. Dies hat zur Folge, dass sich amerikanische Sicherheitsbehörden erneut mit diesem Thema auseinandersetzen und an einer Lösung arbeiten. Ein aktueller Vorschlag ist, Moslems nicht zu scannen sondern besser abzutasten, bis neue Geräte angeschafft werden, bei denen der Körper nur grafisch gezeigt wird. (short news)
Schielende Ehefrau mit Bart unter der Burka - Mann lässt Ehe anullieren
Mittwoch, 10. Februar. Dass seine Ehefrau schielt und einen Bart hat, bemerkte ein arabischer Botschafter erst nach Unterzeichnung des Ehevertrages – als er seine Ehefrau zum ersten Mal küssen wollte. Der Mann reichte die Scheidung ein. Der Botschafter hatte – gemeinsam mit seiner Mutter – nach einer Braut gesucht. Sie wurden jedoch reingelegt, berichtete die Zeitung "Gulf News". Dreist: Die Familie der bärtigen Frau hat dem Ehemann in spe das Foto einer hübscheren Schwester gezeigt. Zudem hat der Mann die Medizinerin vor dem Hochzeitstermin immer nur im Schleier mit schmalem Augenschlitz gesehen. Die beiden sollen sich nur „wenige Male“ getroffen haben.Der Mann vor Gericht: „Sie hat immer versucht, ihr Gesicht nicht zu zeigen.“ Die Ehe wurde umgehend annulliert.Allerdings entschied das Gericht im Emirat Dubai, dass die bärtige Ärztin den von ihrem Mann gekauften Schmuck und Geschenke im Wert von rund 99 000 Euro behalten darf. (Bild)
Proteste gegen die Schweiz in Pakistan
Montag, 18. Januar. "Nieder mit der Schweiz!", riefen am Freitag ein paar Dutzend Demonstranten auf dem Raja Bazar in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad – gefolgt von den Schlachtrufen "Nieder mit den USA!" und "Lang lebe der Islam!". Zusammen mit ähnlichen Protesten in Peshawar und Rawalpindi mobilisierten die Organisatoren der Gruppe Jamiat Ahl-e Sunnat Wal Jamaat gerade mal ein paar Hundert Gefolgsleute. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift «In-akzeptables Verbot von Moscheeminaretten in der Schweiz» und verlangten, dass Pakistaner ihr Geld von Schweizer Banken abziehen sollen. Wie es bei solchen Demonstrationen am Indus zum Ritual gehört, wurde in Islamabad ausserdem eine Schweizer Fahne verbrannt.(sde)
16-Jähriges Mädchen vom Vater lebend begraben
Donnerstag, 04. Februar. Eine 16-Jährige ist im Südosten der Türkei Medienberichten zufolge von der eigenen Familie lebendig begraben worden. So sollte die vermeintlich beschmutzte Ehre des Mädchens wiederhergestellt werden. Die Ermordete sei von ihren Angehörigen verdächtigt worden, Kontakt zu Männer zu pflegen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag unter Verweis auf den Autopsiebericht. Ihr Vater und Großvater seien festgenommen worden, hüllten sich aber in Schweigen. Die Tote sei in sitzender Position in einem zwei Meter tiefen Grab gefunden worden, zitierte Anadolu einen Pathologen der Stadt Malatya im mehrheitlich von Kurden bewohnten Südost-Anatolien. Die Autopsie habe ergeben, dass in Lunge und Magen der jungen Frau Erde gewesen sei, "was bedeutet, dass sie lebend begraben wurde". "Das Mädchen hatte die Hände gefesselt und war bei Bewusstsein, als das Verbrechen begangen wurde", sagte der Rechtsmediziner demnach weiter. Die Leiche der jungen Frau war bereits im Dezember im Garten der Familie in der Stadt Kahta gefunden worden. Mehr als einen Monat zuvor war der Teenager als vermisst gemeldet worden. (AFP/jobr/odg)
Italien erwägt Burka-Verbot
Mittwoch, 27. Januar. Italien erwägt ähnlich wie Frankreich ein Burka-Verbot. Gleichberechtigungs-ministerin Mara Carfagna äußerte sich der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ zufolge zuversichtlich, dass ein entsprechendes Gesetz bald verabschiedet wird. Im Parlament liegen derzeit vier verschiedene Entwürfe von Regierung und Opposition für ein Verbot der Vollverschleierung vor, die mit Haft von bis zu zwei Jahren bestraft werden könnte. Außenminister Franco Frattini warnte im Zusammenhang mit der Debatte, Verbote allein lösten das Problem mangelnder Integration moslemischer Frauen in Italien nicht. Er kritisierte die französischen Pläne mit dem Hinweis, dass Verbote Widerstand hervorrufen könnten. Auch das niederländische Toleranzmodell erwies sich nach Frattinis Auffassung nicht als effektiv. (bild)
Erste Moslemische Bank eröffnet in Mannheim
Montag, 18. Januar. In Mannheim will eine Bank ab dem Frühjahr Geldgeschäfte an-bieten, die sich nach den islamischen Religionsgesetzen richten. Die Kuveyt Türk Beteiligungsbank mit Sitz in Istanbul und Kuwait setzt dabei auf türkische Familien aus dem Umland von Mannheim. Denn mit seinen zahlreichen türkischen Geschäften und Restaurants hat sich Mannheim zu einer angesagten Adresse der im Südwesten Deutschlandslebenden Türken entwickelt.Die Bank wagt damit als erste offensiv das Geschäft des sogenannten Islamic Banking in Deutschland. Geldgeschäfte nach islamischem Recht verbieten unter anderem Geldzinsen, aber auch Aktien von Unternehmen zu kaufen die mit Alkohol oder Schweinefleisch Geschäfte machen. Angaben zufolge fühlen sich drei Viertel der vier Millionen in Deutschland lebenden Moslems eng mit den islamischen Traditionen verbunden, etwa 20 Prozent von ihnen seien dem islamischen Finanzwesen zugeneigt. In Großbritannien würden zur besseren Einbindung der Moslems eine islamische Retailbank und islamische Finanzprodukte staatlich forciert. (na/ddp)
Vergewaltigte Frau soll nach Fehlgeburt ausgepeitscht werden
Donnerstag, 21. Januar. Eine Gastarbeiterin von den Philippinen soll in Saudi-Arabien vor ihrer Haftentlassung ausgepeitscht werden. Die Frau war im August letzten Jahres vergewaltigt worden, und sitzt seitdem wegen einer "illegalen Beziehung" im Gefängnis. Genauere Untersuchungen ergaben damals, dass die Frau schwanger war. Durch die schlechten Bedingungen im saudischen Gefängnis, erlitt sie im Dezember eine Fehlgeburt. Ihr ganzes Einkommen ging bis zur Verhaftung an ihre Familie in der Heimat und sollte ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen. Nach der Scharia werden Frauen für außerehelichen Geschlechtsverkehr mit Gefängnis und Auspeitschung bestraft, selbst dann, wenn sie Opfer von Ver-gewaltigern werden. Sind die Frauen schwanger, wird die Auspeitschung für den Zeitraum der Schwangerschaft ausgesetzt. Üblich sind 100 Peitschenhiebe. (shortnews)
Gruppenvergewaltigung durch Scharia-Polizisten
Freitag, 15. Januar. Drei Mitglieder der zivilen Scharia-Polizei in der indonesischen Provinz Aceh sollen eine 20-jährige Studentin vergewaltigt haben. Die Scharia-Polizisten, die eigentlich die Einhaltung der öffentlichen Moral überwachen sollen, sollen die junge Frau mit ihrem Freund auf einer Straße angehalten haben. Zwei der drei Männer wurden inzwischen festgenommen, nach dem dritten wird momentan noch gesucht. Laut dem Vater des Opfers ist die junge Frau seit dem Verbrechen schwer traumatisiert. Die drei Männer sollen sie wie ein Tier behandelt haben. Die Scharia wurde 2002 in der Provinz Aceh eingeführt. Im letzten September wurde vom Parlament ein Gesetz erlassen, wonach Ehebruch mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden kann. (SN)
In Deutschland treten mehr Frauen als Männer zum Islam über
Dienstag, 05. Januar. Das Islamarchiv in Soest schätzt die Anzahl der Konvertiten, die in Deutschland zum Islam übergetreten sind, auf 25.000 Gläubige, davon sind zwei Drittel Frauen. Seit dem 11. September 2001 kon-vertierten in Deutschland zwischen 1.000 und 4.000 Menschen pro Jahr, davor waren es jährlich maximal 250 Gläubige, die das islamisch Glaubensbekenntnis aussprachen und so Moslems wurden. In Deutschland leben etwa insgesamt vier Millionen Moslems. Da nach der Scharia der Übertritt vom Islam zum Christentum mit dem Tode geahndet werden kann, sind es kaum mehr als zwei Prozent der pro Jahr Getauften, die zuvor Muslime waren.
Muslime fühlen sich nicht als Deutsche
Dienstag, 15. Dezember. Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Muslime fühlen sich nicht als Deutsche. Nicht einmal jeder vierte gab an, sich als Deutscher zu fühlen. Das ergab eine Umfrage des Open Society Institute (OSI) in London. Als Deutsche sahen sich demnach 22 Prozent der in Hamburg befragten Muslime; in Berlin lag der Wert bei 25 Prozent. In beiden Städten gaben 11 Prozent der Befragten an, von anderen als Deutsche gesehen zu werden. In anderen europäischen Städten ist laut Studie der Anteil der Muslime höher, die sich dem Land zugehörig fühlen, in dem sie leben. Am höchsten lag der Wert in Leicester und London. Dort gaben 82 beziehungsweise 72 Prozent an, sich als Briten zu sehen. Auch in Amsterdam (59 Prozent), Marseille (58 Prozent) und Antwerpen (55 Prozent) beantworteten die Mehrheit der Muslime die Frage der Zugehörigkeit positiv. (Bild)
Das Verhalten der Moslems in Frankreich
Mittwoch, 16. Dezember. Nach Geschlechtern getrennte Kantinen, weibliche Ärzte für moslemische Frauen, Urlaub an islamischen Feiertagen: In Frankreichs Arbeitswelt prallen Moslems und Nicht-Moslems aufeinander mitunter heftig zusammen - das zeigt die Debatte um Frankreichs nationale Identität. Carl Pincemin, der als Personalberater für große französische Firmen arbeitet, berichtete im Parlament über Forderungen von Moslems am Arbeitsplatz. So lehnten es viele moslemische Angestellte ab, dass Halal-Fleisch in Kantinen neben «normalem» Fleisch angeboten werde, da dieses «unrein» sei. Weitere Forderungen von moslemischen Ange-stellten sind laut der französischen Zeitung «Le Figaro»: Anerkennung der islamischen Feiertage als Freitage, Gebetsräume in den Firmen, angemessene Kleidung des weiblichen Kantinenpersonals – also beispielsweise mit bedeckten Armen. «Im Oktober wurde ein Geburtshelfer, der an eine schwierige Geburt gerufen wurde, vom Mann der Patientin verprügelt», sagt ein Spitalleiter. Er musste reanimiert werden, damit er die Geburt zu Ende führen konnte. Das Personal berichtet auch, dass Mosleminnen nur von weiblichem Personal behandelt werden wollten. Auch der Verband Stadt und Agglomeration ist beunruhigt: In den Gymnasien und den Schwimmbädern werde der Ruf nach «Frauentagen» laut. (cha)
Lebenslang für Ehrenmord an Tochter
Donnerstag, 17. Dezember. Wegen der Ermordung seiner Tochter ist ein Moslem in Großbritannien zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Mann habe die Romanze der 15-Jährigen mit einem Angehörigen einer anderen Glaubensrichtung des Islams nicht gebilligt und sie deswegen getötet, erklärte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Der Vater und zwei seiner Brüder wurden im vergangenen Jahr festge-nommen und wegen Mordes angeklagt. Seine Brüder wurden am Donnerstag freigesprochen. Die Tochter ist seit zehn Jahren verschwunden. (oe24)
Islam-Partei in der Schweiz geplant
Montag, 07. Dezember. Der Tessiner Gasmi Slaheddine hat 350'000 Moslems in der Schweiz aufgefordert, eine Islam-Partei zu gründen. Unter anderem auch, um ein Burka-Verbot zu verhindern. In der Sonntagszeitung «Il Caffé» hat der Präsident der Liga der Moslems im Tessin seine Vision verkündet: «Um unseren Glauben und unsere Kultusfreiheit zu verteidigen, müssen wir in der Schweiz eine islamische Partei gründen. Die Zeit ist gekommen, dass wir unsere Rechte verteidigen, die Rechte einer Minderheit, die mit Füssen getreten werden», sagte Gasmi Slahe-ddine laut Ticino Online und Romandie.com. Und fügte hinzu: «Das Schweizer Volk ist getäuscht worden und hat Angst, aber die Abstimmung hat auch den Verfall der Demokratie unterstrichen und einen Bruch zwischen der Schweiz und der moslemischen Welt herbeigeführt.» Moslemische Parteien seien bereits in anderen Staaten gegründet worden. Gleichzeitig rief er reiche Glaubensbrüder dazu auf, für die neue Partei zu spenden. Und: Die Partei müsse vor allem dagegen kämpfen, dass Burka, Tschador oder ein simples Kopftuch verboten würden. Laut Slaheddine riskiert die Schweiz, international isoliert zu werden. «Die Classe politique hat nicht begriffen, was dieses Abstimmungsresultat bedeutet. Um einen internationalen Bruch zu verhindern, müssen wir uns nun enga-gieren.» (AFP)
Schweizer Ort boykottiert Burka
Samstag, 12. Dezember. Wer sich in der Schweizer Stadt Grenchen (Granges) im Kanton Solothurn an die Einwohnerkontrolle oder die Steuerverwaltung wendet, darf nicht mit einer Burka verschleiert sein. Diese Weisung hat der Grenchner Stadtpräsident (Bürgermeister) Boris Banga von der Sozialdemokratischen Partei (SP) am Freitag erlassen. Auslöser für die Weisung sei eine neunzehnjährige mit einer Burka verhüllte Schweizerin gewesen, die sich auf der Stadt-verwaltung anmelden wollte, wie Banga eine Meldung des Lokalfernsehsenders Tele M1 bestätigte. Sie sei am Donnerstag in Begleitung ihres marokkanischen Vaters erschienen. Die Frau sei - inklusive bandagierten Händen - komplett verhüllt gewesen, teilte der Stadt-präsident mit. Am Freitagmorgen habe sich die Frau dann in einem separaten Raum gegenüber weiblichen Angestellten enthüllt, damit sie identifiziert werden konnte. Der nächste Konflikt zeichnet sich aber schon ab. Die Frau wird voraussichtlich Sozialhilfe beantragen. Diese wird sie aber nicht bekommen, weil sie nicht vermittelbar ist und sich auch nicht ändern will. Sie weigert sich, mit Männern zu sprechen. Abgewiesen wurde die Frau übrigens schon von der Stadt Biel, das RAV und mindestens eine andere Gemeinde – dort hatte es die Frau vorher versucht. Die Burka-Trägerin sucht offenbar nach einem Wohnort, wo sie Sozialhilfe bekommt. Für die Stadtverwaltung Grenchen gelte nun die Weisung, keine mit Burka verschleierten Frauen mehr zu bedienen, betonte der ehemalige SP-Nationalrat. Bei amtlichen Geschäften müsse man erkennen können, wen man vor sich habe. (BT)
Jeder zweite Franzose lehnt Islam ab
Samstag, 05. Dezember. Die von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy angestoßene De-batte um die nationale Identität der Franzosen droht aus dem Ruder zu laufen. Beflügelt durch das Schweizer Minarett-Verbot häufen sich die Antiislamischen Einträge auf einer von der Regierung eingerichteten Internet-Seite. Auf die Frage, was es heutzutage heißt, Franzose zu sein, waren Anfang der Woche Sätze zu lesen wie "Frankreich und unsere nationale Identität, das ist eine Kathedrale im Zentrum von Paris und keine Moschee" oder "Frankreich ist unabänderlich eine Kolonie Afrikas geworden". Sarkozy ist in Umfragen auf nur noch 34 Prozent Zustimmung abgestürzt – den tiefsten Stand seit seiner Wahl 2007. Laut Umfrage-ergebnisse sind 44 Prozent der Franzosen über den Islam "mehr beunruhigt als über jede andere Religion" und 41 Prozent sind gegen den Bau weiterer Moscheen. (RP)
Moslems terrorisieren Christen in Oberägypten
Donnerstag, 26. November.In Dörfern der oberägyptischen Provinz Kena haben aufge-brachte Moslems über mehrere Tage Häuser und Geschäfte von Christen geplündert, in Brand gesetzt und zerstört, ohne dass die Polizei ihnen Einhalt geboten hätte. In der Stadt Farshout unweit von Luxor wurden innert zwei Tagen angeblich über 80 Prozent der koptischen Geschäfte zerstört. Die Feuerwehr aus dem acht Kilometer entfernten Nachbarort fuhr erst nach einer Stunde vor. Die Polizei hatte zuvor den jungen Christen Girgis Baroumi festgenommen. Gegen den Strassenhändler wurde ermittelt wegen der (vermutlich haltlosen) Behauptung, er habe sich an einem neunjährigen moslemischen Mädchen ver-gangen. Als das Gerücht sich verbreitete, versammelten sich nach dem Bericht 3.000 Moslems beim Polizeigebäude in Farschout «um Rache zu üben». Moslemische Studenten seien losgezogen, um die Christen anzugreifen, und viele hätten sich ihnen angeschlossen. Ein Video im Internet zeigt, wie Moslems «Allahu akbar» (Allah ist gross) rufen, während sie christliche Geschäfte plündern. Ein Augenzeuge sagte, die Hetze sei erfolgt, obwohl der Verdächtigte schon in Gewahrsam gewesen sei. In der ägyptischen Provinz kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Angehörige der koptischen Kirche, zu der die meisten der insgesamt rund neun Prozent Christen des Landes gehören. Die Kopten sind die Nachfahren der ägyptischen Bevölkerung zu vorislamischer Zeit, die trotz Islamisierungs-druck Christen geblieben sind. Mehrfach hatten Moslems «unerlaubte» bauliche Veränderungen an Kirchen zum Anlass für Übergriffe auf ihre Nachbarn genommen. Die koptischen Christen kennen das Motto der stärksten islamistischen Bewegung ihrer Heimat, der Muslimbrüder: "Wir werden mit den Schädeln der Christen ans Tor des Paradieses klopfen." (MECA/AINA)
Spanien erlaubt Passfotos mit Kopftuch
Mittwoch, 18. November. Spanien macht eine Ausnahme. Für Frauen mit islamischen Glauben sind ab sofort Passbilder mit Kopftuch erlaubt. Bedingung ist dabei nur, dass das Gesicht eindeutig zu erkennen ist. Während der gewöhnliche Sterbliche in Europa auf seinem Pass- oder Personal-ausweis „mit unbedecktem Kopf“ zu sehen sein muss, dürfen laut Ausnahmegenehmigung Frauen und Mädchen islamischen Glaubens ihre Kopftücher umbehalten, wenn sie sich fotografieren lassen. Die Anweisung der Generaldirektion der Polizei und der Guardia Civil machte diese Ausnahme. Allerdings muss das Gesicht der Person dennoch deutlich zu erkennen sein.(Comprendes)
Schändung von Synagoge durch Moslems bestätigt sich
Montag, 9. November. Nachdem in der Nacht zum Sonntag die Neue Synagoge in Dresden geschändet worden ist, geht die ermittelnde Soko mittlerweile nicht mehr davon aus, dass es sich bei den Tätern um Rechtsradikale handelt. Es ist bekannt geworden, dass an die Außenmauer der Synagoge ein spiegelverkehrtes Hakenkreuz = Davidstern gemalt wurde. Ebenso fand man dort antisemitische und antiisraelische Parolen wie "Fuck the Juden, Monkey", "Killers of the Children" und "Scheiß Juden" (das ß wurde dabei falsch herum geschrieben). Auch im ostfriesischen Dornum wurde in der selben Nacht eine Synagoge auf die gleiche Art (Hakenkreuz = Davidstern) geschändet. In-zwischen geht man davon aus, dass die Täter aus dem moslemischen Kulturkreis stammen. Gerne wird dort, wegen des Palästinenser-Konflikts, der Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt. Die Parole "Killing the children" wird oft von der radikalen Terrororganistation Hamas benutzt. In den Koran-Suren 5,61, 2,66 und 7,166 erfahren wir, dass Juden mit Affen gleichgesetzt werden. In der Vergangenheit gab es mehrere Vorfälle dieser Art. So z.B. am 02. Oktober 2000, als ein Jordanier und ein Marokkaner mehrere Molowtowcocktails in eine Düsseldorfer Synagoge warfen. Als die Kripo-Fahnder daraufhin die beiden Täter von Düsseldorf festnahmen und deren Wohnungen durchsuchten, sahen sie erstaunliches: in Türrahmen geritzte Hakenkreuze, an der Wand ein selbst gebasteltes Hitler- Bild und die Worte "Hass" und "Siag Heil" - gemeint war der nazistische Schlachtruf "Sieg Heil". Auch der brandenburgische Verfassungsschutzchef Heiner Wegesin sagte kurz nach der Tat, dass es tatsächlich ernst zu nehmende Hinweise auf eine Vernetzung radikaler Islamisten und deutscher Rechtsextremisten im so genannten Kampf gegen die jüdische Weltverschwörung gibt. (AW)
Islam Hotline hilft beim konvertieren
Donnerstag, 05. November. Die saudische Zeitung Okaz berichtete durch die Hotline "Bring mich zum Islam" seien bereits 5480 Angehörige anderer Konfessionen zu Moslems geworden. Die 18-Vollzeitmitarbeiter und 50 Teilzeitkräfte, die für das Missionszentrum in Rabwa, einem Vorort der Hauptstadt Riad, arbeiten, hatten dem Bericht zufolge insgesamt 800.000 Telefonate mit "potenziellen Moslems" geführt. Jedes dieser Telefongespräche habe im Durchschnitt sieben Minuten gedauert. Die Telefon-Missionare sprechen ihre Klientel in insgesamt zwölf Sprachen an. Ein Mitarbeiter der Hotline, der auf Englisch sprechende An-rufer spezialisiert ist, sagte, die Hotline sei vor mehr als einem Jahr ins Leben gerufen worden. Die Arbeit des Missionsbüros sei nicht auf Ausländer beschränkt, die in Saudi-Arabien lebten. Die Mitarbeiter der Hotline kümmerten sich auch um telefonische Anfragen zum Islam von Menschen aus dem Ausland. (ag)
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Kopftuchverbot an St.Gallener Schule geplant
Donnerstag, 05. August. In einem Rundschreiben an die Schulen empfiehlt der Erziehungsrat, das Tragen von Kopftüchern und anderen Kopfbedeckungen zu verbieten. Als Grund gibt Bildungsdirektor Stefan Kölliker (SVP) an, dass es immer wieder Probleme rund ums Tragen des Kopftuchs im Unterricht gab. Für falsch hält die SP des Kantons St. Gallen die Empfehlung: «Das ist nur ein weiterer Schritt in der Verbotskultur. Damit löst man diese Probleme nicht», so Parteipräsidentin Claudia Friedl. Wie die Umsetzung im Detail aussieht, sollen die Gemeinden entscheiden. Die Regierung rät, das Verbot in einem Reglement zu verankern, das dem fakultativen Referendum untersteht. (20 min. online)
Islam-Schule eröffnet in NRW
Dienstag, 03. August. Vor seinen Schülern verbreitet Mohammed Ciftci die radikale Auslegung des Islam. Jetzt zieht der Hass-Prediger nach Mönchengladbach und will am Niederrhein eine Islam-Schule eröffnen. Bislang unterrichtete Ciftci seine Schüler in Braunschweig, wurde dort sogar vom Verfassungsschutz beobachtet. Gestern gaben die Niedersachsen den Umzug der Schule und des Vereins „Einladung zum Paradies“ bekannt. Ciftcis Islamschule (2007 gegründet) gilt als eine der wichtigsten Fortbildungsstätten für „Salafismus“ in Deutschland. Desen Anhänger lehnen europäische Einflüsse auf den Islam ab, gelten als geistige Väter für Terroristen. Die Stadtverwaltung in Mönchengladbach wurde von Ciftcis Umzugsplänen völlig überrascht. Sprecher Dirk Rütten: „Es gab Info-Veranstaltungen des Vereins in der Stadt. Dass sie hier ein Fortbildungszentrum planen, wussten wir nicht.“ (Bild)
Malaysia sucht den Super-Imam
Dienstag, 27.Juli. In Malaysia lockt derzeit eine TV-Show Millionen Zuseher vor die Bildschirme: Woche für Woche kämpfen junge moslemische Männer in Designeranzügen um die Gunst der Jury und des Publikums. Sie müssen ihre Führungsqualitäten als moslemische Geistliche unter Beweis stellen. Jede Woche scheidet einer aus. Dem Sieger winkt ein Studienplatz in Saudi-Arabien, ein Auto und ein Laptop – und vermutlich eine Karriere als Prediger. Die zehn Bewerber zwischen 18 und 27 Jahren müssen bei „Junger Imam“ ihre Religiosität und ihr Wissen über islamische Riten und Praktiken testen lassen. In einer der Folgen mussten die Kandidaten Leichen waschen, dann inspizierten sie wieder Schlachthöfe, um zu überprüfen, ob Hühner auch wirklich „halal“ geschlachtet wurden. „Diese Show hat so viele Zuschauer wie kein anderes religiöses Programm je zuvor“, sagte Izelan Basar vom Kabelkanal Astro Oasis, der mit der Sendereihe junge Menschen für Religion interessieren will. Der „Dieter Bohlen“ Malaysias ist der frühere Leiter der nationalen Moschee in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Noch diese Woche wird er den Super-Imam küren. (APA, dpa).
Moslemische Facebook-Kopie
Mittwoch, 21. Juli. Respekt vor der Religion, entschlossen der Blasphemie entgegentreten, dass fordern einige moslemische Facebook-Nutzer. Flutartig werden im Sozialen Netzwerk Facebook Protestgruppen und Kommentare verbreitet – mit dem Ziel eine große Boykottbewegung anzustiften. 2,5 Millionen Moslems sollen geschlossen am Mittwoch das Netzwerk verlassen und in die moslemische Alternative Madina wechseln . Grund für den Boykottaufruf ist die Sperrung von vier überaus populären Gruppen auf Facebook am 8 Juli, die zusammen auf 2,5 Millionen Mitglieder und Fans kamen. In den Gruppen wurden Prophet Mohammed, Koran und Ramadan thematisiert. Nach dem Aus schrieben sie einen offenen Brief an den Facebook-Gründer Zuckerberg, in dem sie Facebook vorwerfen, „großen Hass und Feindschaft zwischen Facebook und der moslemischen Welt“ verursacht zu haben. Weiter heißt es, man fordere die sofortige Wiederherstellung der gesperrten Seiten und eine Änderung der Nutzungsbedingungen von Facebook, damit jegliches respektlose Verhalten gegenüber der moslemischen Religion verboten wird. Geschieht das nicht bis zum 21. Juli, wird man geschlossen Facebook boykottieren. Zur selben Zeit wurde die in Kannada beheimatete Plattform Madina gegründet, benannt nach der zweitheiligsten Stadt der Moslems in Saudi-Arabien. Die Seite präsentiert sich als optischer Abklatsch von Facebook. Einziger Unterschied auf der Startseite: Weibliche Nutzer tragen Kopftuch. In welche Richtung die Alternative gehen soll, wird bei einem Blick in die AGB´s offensichtlich, die erst am 19. Juli geändert und stark gekürzt wurden: Frauen sollten kein Profilfoto von sich hochladen, Geschlechtertrennung wird garantiert und respektlose Kritik am Islam ist verboten. (taz)
Verschleierte Moslemin eröffnet Sexshop in Bahrain
Montag, 28. Juni. In Bahrain führt die verschleierte Moslemin Chadidscha Achmed den ersten Sexshop des Inselstaats. Das Geschäft beinhaltet Kleider, Dessous und Gegenstände der erotischen Kunst. Die Inhaberin erklärt, der Sexshop sei ausschließlich für verheiratete Paare geöffnet, um diesen die Vielfalt sexueller Aktivität näher zu bringen. Das Darchadidscha („Das Haus der Chadidscha“) im Königreich Bahrain verkauft unter anderem Vibratoren und erotische Kunst. Die Boutique ist der erste Sexshop, der in dem kleinen Inselstaat im Persischen Golf eröffnet wurde. Hinter dem Ladentisch steht eine Frau – brav verhüllt mit einer langen, schwarzen Abaja und dem vorschriftsmäßigen Schleier. „Es ist kein Sexshop nach westlichen Maßstäben, sondern er soll verheirateten Paaren, und nur diesen, die Vielfalt sexueller Aktivität erschließen“, erklärt Inhaberin Chadidscha Achmed. Vor kurzem trat die Erotik-Pionierin sogar im Fernsehen auf. Probleme habe sie zuweilen mit dem Zoll, räumt Achmed ein. Manchmal stoße ihre Geschäftsidee dort auf Unverständnis, dann werde die Ware verweigert oder Lieferungen würden verzögert. Auch übereifrige Wirtschaftskontrolleure würden ihr zu schaffen machen. Die nötigen Lizenzen für ihre Boutique hat sie jedoch erhalten. (gxb/afp)
Fraktionschef der Bremer Grünen für Aufnahme von Gunatànamo-Häftlingen
Dienstag, 15. Juni. Rund 180 Häftlinge sollen nach Plänen des US-Präsidenten Obama weltweit verteilt werden. Auch Deutschland wurde vor über einem Jahr aufgefordert, insgesamt drei Inhaftierte aufzunehmen. Doch bisher konnte man sich hierzulande nicht entscheiden. Jetzt kommt allerdings Bewegung in die Sache. Ausgerechnet aus Bremen wird gefordert, ehemalige Häftlinge aufzunehmen. Der Fraktionschef der Bremer Grünen, Matthias Güldner, sagte über die Guantànamo-Häftlinge: "Die Bremer Grünen werden sich ganz klar dafür einsetzen, dass Bremen zu den Bundesländern gehört, die bereit sind, einen Häftling aufzunehmen. Wir glauben, dass die Länder jetzt zusammen mit der Bundesregierung dafür sorgen müssen, um einen weiteren Schritt zu tun, dieses Lager aufzulösen. Wir sind allein wegen Murat Kurnaz, der ja zu Unrecht und zu lange dort festgehalten wurde, über die Menschenrechte hinaus dazu verpflichtet." In konservativ geführten Bundesländern sieht man das anders. Bayern und Sachsen lehnen die Aufnahme von Guantànamo-Häftlingen seit Monaten komplett ab. Auch Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) hatte schon mehrfach Bedenken geäußert, weil nach seiner Auffassung das Risiko neuer Straftaten bestehe. Bremens CDU ist da ganz auf Linie Niedersachsens. CDU-Innenpolitiker Wilhelm Hinners kritisiert den Vorstoß der Bremer Grünen. (RB)
Lehrerin wegen Kopftuch gekündigt
Mittwoch, 09. Juni. In Belgien ist einer moslemischen Lehrerin wegen des islamischen Kopftuchs gekündigt worden. Die südbelgische Stadt Charleroi entließ die an einer kommunalen Schule unterrichtende Mathe-matiklehrerin wegen ihrer Weigerung, im Unterricht das Kopftuch abzunehmen, wie die Zeitung "Le Soir" am Mittwoch berichtete. Die Lehrerin hatte in einem Berufungsverfahren zunächst erfolgreich gegen einen ersten Kündigungsversuch geklagt. Die Richter entschieden, die fragliche Schule gehöre zur Kommune. Die Stadt Charleroi änderte danach ihre Regeln und untersagte ebenfalls das Tragen religiöser oder weltanschaulicher Symbole. (RPO)
Islam ist unbeliebtestes Wort in Österreich
Dienstag, 01. Juni. Die Österreicher mögen vor allem die Begriffe "Sicherheit", "Gerechtigkeit" und "Ordnung". Die geringste Sympathie hegen sie für das Wort "Islam". Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervor, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht worden sind. Das Institut hat im April und Mai 1.055 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen persönlich befragt. "Sicherheit" (69 Prozent), "Gerechtigkeit" (65 Prozent) und "Ordnung" (61 Prozent) erreichten dabei die höchsten Sympathiewerte, gefolgt von "Arbeit" (56 Prozent), "Heimatverbundenheit" (52 Prozent) und "Gleichheit" (51 Prozent). Mit "Multikulturell" und "Kirche" können gerade einmal 17 Prozent etwas anfangen, beim Begriff "Europäischer Union" sind es nur 15 Prozent. Die wenigsten Sympathisanten fanden sich für "Islam" (drei Prozent). (APA)
Bis zu 20 Jahre Haft für Homosexuelle in Malaysia
Donnerstag, 27. Mai. Die Behörden in Malaysia greifen gegen schwule Massage-Salons und Fitnesscenter durch - Verhafteten drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis. Nach Angaben des Boulevardblatts "Harian Metro" stürmten Polizisten am Wochenende zwei Massage-Salons in der Hauptstadt Kuala Lumpur. Die Beamten hielten dabei 25 Kunden und mehrere Mitarbeiter fest. Die Männer bestritten, homosexuelle Handlungen durchgeführt zu haben. Im nordwestlichen Pulau Tikus gab es zudem eine Razzia in einem schwulen Fitnesscenter. Die Polizei verhaftete sieben Mitarbeiter zwischen 20 und 30 Jahren. Nach Angaben der Zeitung "Star" sollen die Männer nach Paragraf 377 angeklagt werden. Dieses Gesetz sieht Haftstrafen bis zu 20 Jahren für homosexuelle Aktivitäten vor. Immer wieder wird in der öffentlichen Debatte im moslemischen Malaysia Homosexualität mit Krankheiten gleichgesetzt. So behauptete ein bekannter Arzt im vergangenen Jahr, dass Homosexualität den Ausbruch der Schweinegrippe begünstigte . (dk)
Gemeinderat segnet Moschee am Ground Zero ab
Mittwoch, 26. Mai. Ein Gemeinderat in Manhattan hat sich für den Bau einer Moschee in der Nähe von Ground Zero ausgesprochen. Nach einer hitzigen Debatte stimmte der zuständige Gemeinderat des Stadtviertels im Süden Manhattans mit 29 zu einer Stimme für den Antrag eines islamischen Begegnungszentrums, berichtet die "New York Times" am Mittwoch, es gab zehn Enthaltungen. Während der vier Stunden dauernden offenen Aussprache am Dienstag brachten rund 100 Befürworter und Gegner des 100-Million-Dollar-Projekts ihre Argumente vor. Hinterbliebene der Opfer protestierten mit Bildern ihrer Familienangehörigen und Plakaten, auf denen stand: "Zeigt Respekt für 9/11. Keine Moschee". Andere mahnten dagegen zur Offenheit gegenüber dem Islam. "Wo kann man Toleranz besser lehren als genau an der Stelle, an der Hass versucht hat, Toleranz zu töten", sagte die Schriftstellerin Jean Grillo der "Times". Auch New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg befürwortet das Gemeindezentrum, das mindestens 150 neue Arbeitsplätze schaffen soll. Das umstrittene "Cordoba House" mit 15 Stockwerken soll zwei Straßen nördlich von Ground Zero entstehen, wo vor den Anschlägen des 11. September die Zwillingstürme des World Trade Centers standen. Das Haus soll einen Gebetsraum, ein Theater mit 500 Plätzen, eine Kochschule, einen Swimmingpool und ein Restaurant haben und für kulturelle Veranstaltungen offen stehen (can/dpa/apn)
Eine der größten Moscheen Deutschlands in Berlin eröffnet
Montag, 21. Mai. Im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist eine der größten Moscheen Deutschlands eröffnet worden. Der Gebetsraum der Umar-Ibn-Al-Khattab-Moschee fasst nach Angaben des Betreibers, des islamischen Vereins für wohltätige Projekte, rund tausend Gläubige. Sie ist Teil des sogenannten Maschari-Centers, in dem auch ein Einkaufszentrum, eine Bücherei und Sozialräume untergebracht sind. Die Moschee wurde aus privaten Spenden errichtet und gehört dem Verein zufolge einer gemäßigten Glaubensrichtung des Islams an. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Verein um einen Zusammenschluss palästinensischer und libanesischer Mosleme. Die Moschee ist die zweitgrößte in Berlin und gehört zu den zehn größten Moscheen Deutschlands. Die größte ist die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim, in der 2500 Muslime beten können. (AFP)
Erneut Moschee-Kuppel in Marokko eingestürzt
Samstag, 27. Februar. Wieder ist in Marokko eine Moschee eingestürzt. Die Kuppel eines Gebetshauses brach zusammen und erschlug einen Mann. Wenige Tage zuvor begrub bereits ein zusammenstürzendes Minarett Dutzende Betende. Eine Woche nach dem Einsturz eines Minaretts ist in Marokko erneut ein Mensch bei einem Unglück in einer Moschee ums Leben gekommen. Die Kuppel eines Gebetshauses in der nordöstlichen Stadt Sajo brach am Samstag teilweise ein und begrub den Mann unter sich. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur MAP. Die Reparaturarbeiten an dem Gebäude seien offensichtlich von unqualifizierten Kräften ausgeführt worden. Das Innenministerium habe Ermittlungen eingeleitet. Vor einer Woche waren in Meknes beim Einsturz eines 400 Jahre alten Minaretts 41 Gläubige getötet worden, 80 weitere wurden verletzt.(otr/Reu)
Christ wegen Blasphemie in Pakistan zum Tode verurteilt
Samstag, 27. Februar. Der Christ Qamar David wurde in Pakistan unter Blasphemieanklage zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 25. Februar verhängt. Dem Mann wird vorgeworfen, „die Gefühle der Moslems beleidigt“ zu haben. Ein mitangeklagter Moslem wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. David war 2006 von der Polizei verhaftet worden, obwohl keine konkreten Beweise gegen ihn vorgelegt werden konnten. Das Bezirksgericht von Karchi sprach den Christen schuldig, weil er „blasphemische Ausdrücke“ über den Propheten Mohamed und den Koran geäußert habe. Qamar David eine Sim-Card für Mobiltelefone besessen, von der aus über den Islam kritische SMS-Nachrichten verschickt worden seien. David aus Lahore arbeitete bis zu seiner Verhaftung in einer Krankenhausmensa in Karatschi. Sowohl er als auch sein Anwalt Parvez Choudry waren mehrfach Opfer von Mordanschlägen und Morddrohungen durch Islamisten. (Asianews)
Wachsende Empörung über Halal-Burger in Frankreich
Freitag, 19. Februar. Nach islamischem Vorschriften hergestellte Hamburger einer Schnellimbisskette sorgen in Frankreich weiter für Aufregung. Der Bürgermeister der Stadt Roubaix, René Vandierendonck, zeigte die Fast-Food-Kette Quick wegen Diskriminierung an. Es gehe zu weit, dass Quick in dem Restaurant in Roubaix nur noch islamisch statthaftes Essen anbiete. Auch die Stadt Marseille wehrte sich gegen das neue Angebot in zwei Filialen, in denen Schweinefleisch von der Karte gestrichen und durch Pute ersetzt wurde. Rathausmitarbeiter hätten mit den Geschäftsführern der beiden Restaurants gesprochen und vorgeschlagen, parallel auch wieder das herkömmliche Angebot einzuführen. Quick hatte im Dezember angekündigt, dass es acht seiner 350 Filialen probeweise auf 'halal' umstelle - was unter anderem bedeutet, dass das Fleisch nicht aus herkömmlicher Schlachtung stammt, sondern die Tiere nach moslemischem, teirquälerischen Ritus ohne Betäubung ausbluten. Der grüne Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit zeigte wenig Verständnis für die Diskussion. "Na und? Wenn Sie anderes Fleisch essen wollen, gehen Sie eben woanders hin." (AFP)
Türkische Rechtsextremisten drohen Armeniern
Freitag, 12. Februar. Türkische Rechtsextremisten haben der armenischen Minderheit im Land mit neuen Mordanschlägen gedroht. Unbekannte Hacker übernahmen am Freitag die Internetseite der armenisch-türkischen Wochenzeitung "Agos" und brachten dort ein Bild des mutmaßlichen Mörders des früheren "Agos"-Chefredakteurs Hrant Dink an. "Liebt unser Land oder haut ab, oder ihr werdet sterben wie der Verräter Hrant", hieß es in einer Mitteilung der Extremisten auf der Website. Dink war vor drei Jahren vor dem "Agos"-Gebäude in Istanbul von dem damals minderjährigen Rechtsextremisten Ogün Samast erschossen worden. Seit dem Mord leben die etwa 80.000 Armenier in der Türkei in Angst vor neuen Anschlägen. Die Rechtsextremisten schrieben, dass es "neue Ogün Samasts und neue Hrant Dinks" geben werde, sollten die Armenier nicht tun und sagen, was die Nationalisten verlangen. "Das Spiel ist aus", hieß es in der Mitteilung. (AFP)
Ehe-Ausweis für Verheitratete
Dienstag, 09. Februar. Das Emirat Schardscha (Vereinigte Arabische Emirate) gibt künftig besondere Ausweise für Verheiratete aus. Die neue Identitätskarte, die vom religiösen Scharia-Gericht ausgestellt wird, zeigt auf der einen Seite ein Foto und persönliche Daten des Ehemanns. Auf der anderen Seite befinden sich die entsprechenden Angaben seiner Gattin. Paare sollen damit beim gemeinsamen Ausgehen in der Öffentlichkeit nachweisen können, dass sie verheiratet sind. Pro Ehepaar wird nur eine Karte ausgegeben. (Bild)
Vater misshandelt Töchter, weil sie nicht nach dem Koran leben wollten
Samstag, 06. Februar. Im österreichischen Bundesland Tirol stand ein türkischstämmiger Vater vor Gericht, weil er seine beiden 16- und 18-jährigen Töchter misshandelt hatte. Weil ihm ihr westlicher Lebensstil gegen seine religiösen Grundsätze ging, soll er auch Zigaretten auf ihren Körpern ausgedrückt haben. Die ältere der beiden Töchter sollte gar bei einem Türkeiurlaub zwangsverheiratet werden, glücklicherweise blieb es dann aber bei einer Verlobung. Die Mädchen waren wegen der Misshandlungen wiederholt von Zuhause weggelaufen, die Jüngere lebt auch momentan in einer Hilfseinrichtung. Weil der Vater sie stark unter Druck setzte, widerrief die 18-Jährige vor Gericht ihre früheren Aussagen zwar, doch dem Richter reichte die übereinstimmende Aussage ihrer Schwester. Deswegen lautete das Urteil auf zehn Monate Bewährung und eine Geldstrafe von 4.800 Euro. (short news)
Türkische Parlamentarier prügeln sich krankenhausreif
Donnerstag, 04. Februar. Nach einem handfesten "Schlagabtausch" im türkischen Parlamentsplenum geht der Streit zwischen den Parteien in Ankara weiter. Ausgangspunkt für die Keilerei am Dienstagabend war eine Rede des MHP-Politikers Osman Durmus. Dieser hatte die Weigerung der Armee gelobt, Erdogans Kopftuch tragender Ehefrau Emine Zutritt zu einem Militärkrankenhaus zu gewähren. In gespielter Empörung fragte Durmus im Hinblick auf den frommen Moslem Erdogan, wie es der Armee einfallen könne, einen "Propheten" - also eine Art neuer Mohammed - so zu behandeln. Erdogan antwortete Durmus wutentbrannt, während sich einige Abgeordnete im Plenum in die Haare gerieten. Nach Presseberichten konnten Saaldiener mit Mühe verhindern, dass bewaffnete Personenschützer von MHP-Chef Devlet Bahceli ins Plenum eindrangen. Demnach mussten zwei Volksvertreter im Krankenhaus behandelt werden. (DPC)
Kopftuch Mädchen gehen auf Polinnen los
Donnerstag, 21. Januar. Die Debatte über das Kopftuch geht in Berlin in eine neue brutale Runde: Bevorzugt Blondinen meist polnischer Herkunft werden von Mädchen mit Kopftuch attackiert. Senatsschulverwaltung als auch Schulleitung sind in Sorge. "Zwei Mal schon schlugen Mädchen mit Kopftuch mit den Fäusten auf blonde Mitschülerinnen ohne Kopftuch ein, rissen sie zu Boden, traten sie mit Füßen", so der Schulleiter der betroffenen Hauptschule in Berlin-Neukölln. Der Fundamentalismus an Berliner Schulen nimmt nach Angaben der Senatsschulverwaltung zu. Die Attacken der Kopftuchträgerinnen re-präsentieren die Ablehnung gegenüber den Blondinen, die katholisch sind. Dies wider-spricht der Sichtweise der moslemischen Kopftuchträgerinnen. (reu/abis)
Anklage gegen Wilders bleibt bestehen
Mittwoch, 13. Januar. Der niederländische Ab-geordnete und Islamkritiker Geert Wilders ist mit dem Versuch gescheitert, die Anklage der Volksverhetzung gegen ihn abzuwenden oder abzumildern. Das Bezirksgericht in Amsterdam erklärte am Mittwochabend, Wilders habe keine neuen Beweise vorgelegt, die zu einer Ab-schwächung der Anklage führen könnten. Damit wird es im März zu dem Prozess gegen den Chef der erstarkten Partei für die Freiheit (PVV) kommen. Wilders wandte sich in der Gerichtsanhörung am Mittwoch gegen den Vorwurf, er habe mit seinen islamkritischen Äußerungen Volksverhetzung betrieben. Das, was er gegen Islam und Koran gesagt habe, sei von der Meinungsfreiheit geschützt. Nach der Anhörung erklärte er, dies sei der "erste Tag eines politischen Prozesses" gewesen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe bis zu 18.500 Euro. Wilders Anwalt Bram Moszkowicz sagte, er habe bei den Richtern des Bezirksgerichts beantragt, den Vorwurf der Beleidigung von Moslems als Gruppe fallenzulassen. In einem Verfassungsurteil vom vergangenen Jahr sei entschieden worden, dass die Beleidigung einer Religion nicht dasselbe wie die Beleidigung von Anhängern einer Religion sei und nicht unter den Tatbestand der Volksverhetzung falle. (luk/apn/AFP)
Moslem verletzt und vergewaltigt Ehefrau
Montag, 04. Januar. Eine "Frage der Ehre" war das Verhalten wohl für diesen Mann: Weil seine Frau ohne Kopftuch auf die Straße ging, soll ein 47-jähriger syrischer Staatsangehöriger seine Angetraute geschlagen sowie sie mehrfach vergewaltigt und verletzt haben. Dies wirft ihm zumindest die Staatsanwaltschaft am Land-gericht Frankenthal vor und hat ihn angeklagt. Die Taten, die in der Anklageschrift genannt sind, sollen sich zwischen Juni und August 2008 zugetragen haben. (LF)
Post für den Islamrat
Donnerstag, 17. Dezember. Die Zentrale des Islamrats hat ein Paket mit einem abgeschnittenen Schweineohr erhalten. Islamrats-Vorsitzender Ali Kizilkaya zeigte sich besorgt über eine mögliche Zunahme der "Islamphobie". In einem beiliegenden Schreiben sei das Ohr als "kostbare Reliquie aller Muslime" bezeichnet worden. Darunter habe gestanden: "Grüße von Michel Friedman – Juden in Deutschland". Kizilkaya sagte, der tatsächliche Absender wolle möglicher-weise einen muslimisch-jüdischen Zwist auslösen. (RP)
Jeder dritte Deutsche fürchtet Ausbreitung des Islam
Freitag, 11. Dezember. 36 Prozent der Deutschen machen sich laut einer Umfrage große Sorgen wegen der Ausbreitung des Islam in Deutschland. Lediglich 22 Prozent sind dahin-gehend unbesorgt. Die christliche Bevölkerung in Deutschland soll dabei vor allem der verbreitete Bau von moslemischen Gotteshäusern beun-ruhigen. Die Sorge vor einer zu starken Ausbreitung des Islams ist auch in Deutschland weit verbreitet. Nach einer am Freitag veröffentlichten ARD-Umfrage macht sich nur rund ein Fünftel (22 Prozent) der Bundesbürger gar keine Sorgen in dieser Hinsicht. 39 Prozent der insgesamt 1.000 von Infratest dimap Befragten gaben an, sie hätten „ein wenig Sorge“, und 36 Prozent machen sich laut ARD-Deutschlandtrend sogar große Sorgen. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick forderte derweil die in Deutschland lebenden Moslems auf, sich für den Bau von Kirchen in muslimisch geprägten Ländern einzusetzen – im Gegenzug für die Akzeptanz von Moscheen in Deutschland. Dies geschehe nicht oder zu wenig, bemängelte der katholische Geistliche im Interview des „Bayernkuriers“. Diese Tatsache mache die christliche Bevölkerung in der Bundesrepublik unsicher. Wenn Moslems hier ihre Gotteshäuser bauten, „müssen sie auch auf die gewachsene Baukultur Rücksicht nehmen und Dominanz-versuchungen widerstehen. Da sind unsere moslemischen Mitbürger und Mitbürgerinnen gefordert.“ (gxb/AP)
Boykottaufrufe gegen die Schweiz aus islamischen Ländern
Donnerstag, 03. Dezember. Der Bundesrat warnte bereits im Frühling, dass ein Ja zur Anti-Minarett-Initiative auch wirtschaftliche Folgen haben könnte. Es lasse sich nicht ausschliessen, dass moslemische Länder wirtschaftliche Vergeltungsmassnahmen gegen die Schweiz oder Schweizer Unternehmen ergreifen oder dass moslemische Konsu-menten Schweizer Produkte boykottieren. So ruft der türkische Europaminister Egemen Bagis wohlhabende Moslems in aller Welt dazu auf, ihre Vermögen aus der Schweiz abzuziehen und in der Türkei anzulegen. Würden sich sämtliche angesprochenen Mos-lems an diese Weisung halten, würde dies einen Abfluss von fast 50 Milliarden Franken zur Folge haben. Unerwarteten Support erhalten die aufgebrachten Moslems von Daniel Cohn-Bendit: Auch er rät reichen Moslems, ihr Geld von den Schweizer Banken abzuziehen. «Dies wäre die großartigste aller Antworten auf das Minarettverbot», sagte der Fraktions-präsident der Grünen im EU-Parlament. Laut der Außenhandelsorganisation Osec beträgt das Exportvolumen der Schweizer Wirtschaft in islamische Länder rund 14 Milliarden Franken (Stand Ende 2008). Das sind knapp 7 Prozent der ge-samten Exporte der Schweiz. Die wichtigsten islamischen Länder für die Eidgenossenschaft sind die Vereinigten Arabischen Emirate (2,8 Milliarden Franken), die Türkei (2,5 Milliarden Franken) und Saudiarabien (1,6 Milliarden Franken). (TA)
Norditalienisches Städtchen verbietet Schleier
Donnerstag, 26. November. In dem nord-italienischen Städtchen Varallo dürfen die islamischen Frauen keine Gesichtsschleier mehr tragen. Bürgermeister Gianluca Buonanno hat das Verbot von Burka und Nikab in der 7500 Einwohner zählenden Kommune jetzt auf Plakaten in Italienisch und Arabisch aushängen lassen. Buonanno gehört der umstrittenen Partei Lega Nord an. Frauen, die sich verhüllen, solle klar gemacht werden, dass «Personen-identifizierung» durch solche Schleier erschwert werde oder unmöglich sei, erklärt die piemontesische Gemeinde ihre wie Straßen-verkehrsschilder entworfenen Plakate. Zudem stünden solche «Gewohnheiten gegen unsere Traditionen und Sicherheitsnormen». Welche Bußgelder Schleier-Trägerinnen drohen könn-ten, war zunächst unklar. (dpa)
Jede dritte Türkin trägt Kopftuch
Freitag, 20. November. Die junge Generation der türkischstämmigen Einwanderer vertritt rigide Moralvorstellungen stärker als ihre Eltern-Generation. In ihren Lebensansichten und Wertevorstellungen bleibt die große Mehrheit der türkischstämmigen Einwanderer in der Tradition ihrer Heimat verhaftet. Wie das Meinungsforschungsinstitut Info ermittelt hat, sind 93 Prozent der Deutsch-Türken der Ansicht, dass sie in Deutschland ihre eigene Kultur bewahren müssen. Etwa jede dritte Deutsch-Türkin geht mit einem Kopftuch auf die Straße. In der Türkei tragen fast zwei Drittel der Frauen das religiöse Symbol. Wenn es aber um Moralvorstellungen, die Rolle der Frau und Religion geht, dann fallen die Welten der Deutschen und der Deutsch-Türken auseinander. Die Jungfräulichkeit halten nur sechs Prozent der Deutschen, aber 48 Prozent der Deutsch-Türken für eine Grundvoraussetzung der Eheschließung. Von den Türken in der Türkei sind sogar knapp Dreiviertel dieser Ansicht. Dass Kochen und Putzen Frauenarbeit seien, meinen zwölf Prozent der Deutschen und 32 Prozent der Deutsch-Türken. In der Türkei ist dieses Rollendenken sehr viel ausgeprägter: Fast 70 Prozent sind dort der Ansicht, dass Frauen an den Herd gehören. Der kulturelle Unterschied wird auch in der Frage deutlich, ob Eltern bei der Wahl des Ehepartners mitreden sollten. Dem stimmen nur fünf Prozent der Deutschen, aber fast die Hälfte der Deutsch-Türken und beinahe 70 Prozent der in der Türkei lebenden Türken zu. Liljeberg rechnet nicht damit, dass sich die Deutsch-Türken in den nächsten Jahren der westlichen Lebensführung mit ihren Werten und Moralvorstellungen stärker annähern werden. Nach Erkenntnis des Autors der Studie pflegen gerade die jüngeren Deutsch-Türken die traditionellen Werte und Moralvorstellungen stärker als die Generation ihrer Eltern. (RP)
Grundsteinlegung für Zentralmoschee in Köln
Samstag, 07. November. In Köln wurde am Samstag Vormittag der Grundstein für die erste Zentralmoschee in der Stadt gelegt. Das Gebäude, das von der umstrittenen türkisch-islamischen Organisation Ditib errichtet wird, soll eine rund 35 Meter hohe Kuppel und 55 Meter hohe Minarette haben. Zu dem Festakt werden unter anderem NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) und der Präsident des Amtes für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, Ali Bardakoglu, er-wartet. Die jahrelangen kontroversen Diskussionen und die Demonstrationen der Bürger gegen den Bau der Moschee hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Entgegen dem Willen der Bürger wird der Bau der Zentralmoschee von Parteien und Kirchen verteidigt und gefördert. (dpa/Inw)
Verbraucherzentrale bietet Einkaufsführer für Moslems an
Donnerstag, 05.November. Die Verbraucher-zentrale hat einen Einkaufsführer für Moslems, der bereits in der vierten Auflage erschienen ist, jetzt auf Türkisch und Arabisch veröffentlicht. Nicht immer gibt die Zutatenliste Auskunft darüber, ob ein Zusatzstoff von einem Schlacht-tier stammt. Da Moslems kein Fleisch von nicht geschächteten Tieren und keinen Alkohol zu sich nehmen dürfen, hilft der Einkaufsführer beim Einkaufen von Halal Produkten. Lebensmittel von gut 120 Firmen stellt der Ratgeber vor. In 19 Produktgruppen unterteilt, decken sie die gesamte Bandbreite in Sachen Ernährung ab: Tiefkühlkost, Snacks, Fertigprodukte und Kaffee sind ebenso enthalten wie Babynahrung, Molkereiprodukte, Fruchtsäfte und Gewürze. Alle aufgelisteten Produkte enthalten nach Angaben der Hersteller kein Fleisch, keine Fette, Öle oder Zusatzstoffe von Schlachttieren, keine alkoholischen Zutaten. (VZB)
Zeilen aus Koran auf Kindeskörper gebrannt
Sonntag, 1. November. Ein neun Monate alter Junge aus Dagestan (Nordkaukasus), auf dessen Körper auf geheimnisvolle Weise regelmäßig Zeilen aus dem Koran erscheinen, wird am kommenden Sonntag mit seiner Mutter eine Moschee in Moskau aufsuchen, damit alle Gläubigen, Diplomaten und Geistliche diese prophetischen Zeichen mit eigenen Augen sehen können. Wie die Mutter des Jungen zuvor der Agentur RIA Novosti erzählte, erscheinen die Zeichen montags und freitags, das Kind hat 40 Grad Fieber, schreit und weint. Die Zeichen bleiben drei Tage lang erhalten, danach ver-schwinden sie und an ihrer Stelle erscheinen dann neue Zeilen. Die Worte der Mutter hat auch ein Vertreter einer Moschee in Dagestan bestätigt. Die Leiterin der wissenschaftlichen Beratungsabteilung des russischen Instituts für Immunologie Ludmila Luss äußerte aber, dass die Zeilen aus dem Koran höchstwahrscheinlich durch mechanische oder chemische Einwirkung auf die Haut verursacht würden. Der Expertin zufolge kann das Kind an Dermographismus erkrankt sein. Diese Krankheit kommt bei fünf Prozent der Weltbevölkerung vor. Das ist eine Reaktion auf Druck auf die Haut. Wegen der großen Hautsensibilität können solche Men-schen mit dem Finger oder mit einem spitzen Gegenstand auf der Haut "schreiben". (RIA Novosti)
Priester von Moslems bedroht
Freitag, 30. Oktober. Über Jahre hinweg wurde in Bochum der orthodoxe Priester Aleksejs Ribakovs wegen seines Glaubens schikaniert – von Moslems. Dabei ist Ribakovs kein Einzelfall. Die Arbeits-gemeinschaft christlicher Kirchen fordert nun, gegen solche Fälle konsequenter vorzugehen. Es ist an einem Sonntag gegen 18:40 Uhr, als Ribakovs aus seinem Auto steigt und zu dem Haus geht, in dem er mit seiner Familie zur Miete wohnt. Soeben hat er einen Gottesdienst gefeiert, weshalb er eine schwarze Priestersoutane mit einem breiten Silberkreuz trägt, in der Rechten einen Koffer mit Krankenkommunion und Liturgiebüchern, in der Linken sein Gottesdienstgewand. Drei junge, agressive Moslems stehen vor dem Hauseingang und beleidigen den Geistlichen als "Scheiß-Christen" und "Scheiß-Priester". Einer der Täter spuckt ihm dabei ins Gesicht. Dann schlagen die Moslems Ribakovs mit Fausthieben auf die Brust und in die Seite. Dann zeigen sie auf seine Soutane mit dem Kreuz und drohen ihm weitere Schläge an, sollte er sich weiterhin so zeigen. Bereits 2008 musste er allein dreimal zur Polizei, weil stets sein Auto unter den 15 bis 20 Fahrzeugen auf dem Parkplatz ausgewählt wurde. Mal wurde es aufgebrochen, um CDs mit christlicher Musik herauszuholen und auf dem Boden zu zertreten. Mal wurde auf das Auto uriniert. Und immer wieder wurde Ribakovs, wenn er das Priestergewand trug, von Frauen mit Kopftuch und Männern orientalischer Herkunft beschimpft oder missbilligend angeguckt, während sie ihm vor die Füße spuckten. (WO)
Özil betet während der deutschen Hymne Koran-Verse
Montag, 19. Oktober. Mesut Özil betet Verse aus dem Koran, während die deutsche Nationalhymne gespielt wird. Gegenüber dem Kölner Express sagte der zwanzig Jahre alte Fußballer, er sei zwar stolz, wenn er die Nationalhymne höre, bete dabei aber aus dem Koran. Das gebe ihm Kraft. Wenn er das nicht machen würde, hätte er ein schlechtes Gefühl, so Özil weiter. Özil war nach seinem Länderspieleinsatz gegen Südafrika, bei dem er ein Tor schoss, von zahlreichen Medien gefeiert worden. Der Kolumnist der Bild-Zeitung, Franz Joseph Wagner, beispiels-weise schrieb nach dem Spiel, es gebe nichts Schöneres, als zu prophezeien, „dass Mesut Özil, Sohn türkischer Eltern, aufgewachsen in Gelsenkirchen, einmal Kapitän der deutschen Nationalelf“ werde. (krk)
Moslemischer Feiertag in Deutschland gefordert
Dienstag, 13. Otober. Der Türkische Bund Berlin Brandenburg sprach sich dafür aus, als Zeichen für Akzeptanz einen moslemischen Feiertag für ganz Deutsch-land einzuführen. Die Forderung der türkischen Gemeinde stieß auf ein geteiltes Echo. Die Berliner Anwältin Syran Ates nannte diesen Wunsch ein "falsches Signal". Der Grünen Abgeordnete Christian Ströbele hingegen versteht den Vorschlag als "Denkanstoß". (AP)
Jeder vierte Mensch ist Moslem
Freitag, 9. Oktober. Nach einer Studie des US Instituts Pew zufolge ist jeder vierte Mensch auf der Welt Moslem. Die Zahl der Moslems weltweit beläuft sich somit auf 1,57 Milliarden. Damit ist der Islam hinter dem Christentum mit seinen 2,2 Milliarden die zweit-größte Religion. In Deutschland, wo sich etwa vier Millionen Menschen zum Islam bekennen, leben mehr Moslems als im Libanon oder fast so viele wie in ganz Nord- und Südamerika zusammen (4,6 Millionen). Insgesamt leben dem Bericht zufolge nur rund 20 Prozent der Moslems im Nahen Osten und in Nordafrika, rund 60 Prozent hingegen leben in Asien. Im übrigen Afrika sind es knapp 15 Prozent, in Europa 2,4 Prozent. (jjc/AP)
Moslems halten sich für immun gegen Schweinegrippe
Dienstag, 03. November. Die arabischen Behörden befürchten in Mekka könne sich durch den Ansturm von rund zweieinhalb Mill-ionen Moslems bei der bevorstehenden Hadsch (Pilgerfahrt) zur Drehscheibe für die Verbreitung der Schweinegrippe entwickeln. Fälschlicher-weise nehmen fast 80 % der Moslems an, ein Verzicht von Schweinefleisch bedeutet gleicher-maßen die Immunität gegenüber dem neuen Grippevirus. Tatsächlich hatte sich auch in der türkischen Community das Gerücht verbreitet, dass Moslems aufgrund ihrer Essgewohnheiten gegen die neue Grippe gewissermaßen immun sind. Dass die Viren von Mensch zu Mensch übertragen werden, wiederholen die saudischen Behörden derzeit ständig, und es geht auch aus den Auflagen für die Ende November in Mekka erwarteten Pilger hervor. Schweine gelten nach dem Koran als unreine Tiere, ihr Fleisch darf nicht verzehrt werden. „Spätestens diese Debatte hat auch dem letzten Moslem in Berlin klargemacht, dass der Verzicht auf Schweine-fleisch keinesfalls vor Schweinegrippe schützt“, sagt der Sprecher der Gesellschaft Türkischer Mediziner, Ilker Duyan. (TSB)
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