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Al-Qaida ist noch immer größte Gefahr für USA
Freitag, 06. August. Das Terrornetzwerk Al-Qaida ist nach Einschätzung der US-Regierung trotz erheblicher Rückschläge die für die USA gefährlichste Terrorgruppe. Der Wille von Al-Qaida, die USA oder US-Interessen im Ausland zu attackieren, sei nach wie vor sehr stark. Das Terrornetzwerk könne dabei auch auf Mitstreiter aus Europa und Nordamerika zählen. Dem Bericht zufolge musste Al-Qaida aber 2009 erhebliche Rückschläge hinnehmen. Mehrere Anführer des Netzwerks seien getötet worden. Zudem falle es Al-Qaida zunehmend schwerer, Gelder aufzubringen, Kämpfer auszubilden und Anschläge zu planen. Auch die pakistanische Militäroffensive gegen aufständische Taliban in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan setze dem radikalislamischen Terrornetzwerk zu. Als größten Förderer des internationalen Terrorismus sehen die USA nach wie vor den Iran, den die USA beschuldigen, unter anderem die Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon und die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas zu unterstützen. Auch Syrien, Kuba und der Sudan finden sich wie im Vorjahr auf der schwarzen Liste der Terror-Unterstützer. (AFP)
Scharia-Polizei in Nigeria geht gegen 80.000 Bierflaschen vor
Mittwoch, 04. August. Islamische Sittenwächterinnen haben im Norden Nigerias 80.000 Bierflaschen zerstört, um das Alkoholverbot durchzusetzen. Die islamischen Polizistinnen, rund ein Dutzend verschleierte Frauen von der sogenannten Scharia-Polizei Hisbah, zerschlugen in der Stadt Kano mit Stöcken, die Flaschen, begleitet von Rufen "Gott ist groß". An der Veranstaltung zur Stärkung der im Norden verbreiteten Scharia-Gesetzgebung nahmen auch Behördenvertreter teil. Kano ist die Hauptstadt des gleichnamigen nigerianischen Bundesstaates. Das Bier war am Wochenende beschlagnahmt worden, als die Flaschen aus dem christlich geprägten Süden des Landes nach Kano geliefert wurden, wie die Hisbah-Chefin Saidu Dukawa sagte. Obwohl Alkoholgenuss in Kano verboten ist, werden Lokale in dem von Christen dominierte Viertel Sabongari mit Bier beliefert. Im Norden des Landes wenden etwa zwölf Staaten Scharia-Recht an. (APA)
Al Qaida tötet französische Geisel in Nordafrika
Montag, 26. Juli. In Nordafrika hat das Terrornetzwerk El Kaida eine französische Geisel getötet. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy sprach in Paris von einer barbarischen Tat und kündigte Vergeltung an. Der 78-Jährige Ingenieur war im April im Niger entführt worden, wo er in einem humanitären Projekt mitarbeitete. In der vergangenen Woche war eine gemeinsame Befreiungsaktion der französischen und der mauretanischen Armee in einem Terrorcamp des nordafrikanischen Ablegers von El Kaida gescheitert. (DW)
Fünf Dieben im Iran Hände amputiert
Donnerstag, 22. Juli.In einem iranischen Gefängnis sind am Donnerstag fünf verurteilten Dieben die Hände amputiert worden. Wie die halb-staatliche Nachrichtenagentur Ilna meldete, wurden die Urteile in der Stadt Hamedan im Westen des Landes vollstreckt. Das Durchschnittsalter der Diebe liege über 25 Jahren, sie hätten sich des schweren Diebstahls schuldig gemacht, zitierte die Agentur einen Vertreter der Justiz. Das Amputationsurteil werde entsprechend des islamischen Scharia-Rechts in der Regel gegen Diebe vollstreckt, die mehr als 100 Diebstähle begangen hätten. Es diene der Abschreckung von Nachahmern. (AFP)
Islamisten setzen Behinderte als Selbstmordattentäter ein
Sonntag, 18. Juli. Bei einem offensichtlich besonders perfiden Selbstmordanschlag im Irak sind mindestens 43 Menschen getötet worden. Weitere 40 Personen wurden laut den irakischen Innen- und Verteidigungsministerien verletzt. Nach unbestätigten Berichten setzten die Terroristen zwei Selbstmordattentäter mit Down-Syndrom ein. Einer der Attentäter habe sich am Morgen vor dem Haupteingang der Militärbasis in Radwanija in die Luft gesprengt. Zu dem Zeitpunkt seien dort Mitglieder der sunnitischen Sahwa-Miliz versammelt gewesen, um sich ihren Lohn auszahlen zu lassen. Insgesamt standen 85 Menschen in der Schlange.In der Vergangenheit hatte es mehrfach Berichte gegeben, dass Terroristen geistig behinderte Menschen mit Spreng-stoffgürteln in den Tod schicken, jedoch hatte es noch keine Hinweise auf Selbstmordattentäter mit Down-Syndrom gegeben. (Zeit online)
Terrorverdächtige in Deutschland und Norwegen festgenommen
Donnerstag, 08. Juli. In Deutschland und Norwegen sind drei Terrorverdächtige festgenommen worden, die Verbindungen zum Netzwerk Al Qaida haben sollen. Die Männer hätten sich zu einer Zelle zusammengeschlossen, um eine "terroristische Handlung" zu planen. Zwei Männer seien in Norwegen, ein weiterer mit Hilfe der deutschen Behörden in Deutschland festgenommen worden, teilte die Chefin der Sicherheitspolizei, Janne Kristiansen, mit. Bei ihnen handelt es sich demnach um einen 39-jährigen Norweger uigurischer Abstammung, einen 37 Jahre alten Kurden aus dem Irak und einen Usbeken im Alter von 31 Jahren. Nach Angaben der Frankfurter General-staatsanwaltschaft hielt sich der 37-Jährige aus dem Irak seit einigen Tagen als "Tourist" in Deutschland auf. Die Ermittler gehen der norwegischen General-staatsanwaltschaft zufolge davon aus, dass die drei Verdächtigen in Verbindung zu Anschlagsplänen in New York und Manchester im vergangenen Jahr stehen und auch Kontakte zu Al Qaida unterhalten. (AFP)
Mit Burka verkleideter Deutscher in Pakistan festgenommen
Montag, 21. Juni. Im Nordwesten Pakistans ist ein Deutscher festgenommen worden, der mit einer Burka bekleidet und mit einer Pistole bewaffnet war. Der Mann, der ein sechsjähriges Mädchen bei sich gehabt habe, sei an einem Kontrollposten in dem Bezirk Bannu an der Grenze zu Afghanistan angehalten worden, sagte der örtliche Polizeichef. Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte, die Informationen würden geprüft. Der Deutsche kam nach Angaben der pakistanischen Polizei aus Miranshah in Nord-Waziristan. Als er an einem Kontrollposten in dem Bezirk Bannu an der Grenze zu Afghanistan gestoppt worden sei, habe er ein sechsjähriges Mädchen bei sich gehabt. Der Polizei zufolge trug der vollverschleierte Deutsche eine Pistole, die beschlagnahmt wurde. Auch zwei Stammesvertreter, die mit ihm im Auto saßen, wurden demnach festgenommen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, das Ministerium gehe den Meldungen über den Vorfall nach. Die deutsche Botschaft in Islamabad sei eingeschaltet und bemühe sich um Aufklärung. (AFP)
Islamisten werben Berliner Jugendliche an
Mitwoch, 16. Juni. Radikale Islamisten versuchen über die Rap-Szene Einfluss auf Berliner Jugendliche zu nehmen. Im Internet kursiert ein Video, das den Berliner Rapper Deso Dogg zeigt, wie er mit einem radikalen Imam über Möglichkeiten redet, andere Rap-Stars und Jugendliche für die Islamisten zu gewinnen. Nach Erkenntnissen des Berliner Verfassungsschutzes gab es Ende Mai in der Neuköllner Al-Nur-Moschee ein entsprechendes Missionierungsseminar. Für Innensenator Ehrhart Körting (SPD), der gestern den aktuellen Verfassungsschutzbericht vorstellte, geht die größte Gefahr für Berlin von Islamisten aus. Eine besondere Gefahr stellten weiterhin Islamisten dar, die aus Deutschland nach Pakistan ausreisen, um dort in Terrorcamps ausgebildet zu werden. Die Leiterin des Berliner Verfassungsschutzes, Claudia Schmid, sagte, dass die Sicherheitsbehörden auch in diesem Jahr von mehreren Personen Kenntnis hätten, die Berlin verlassen hätten, um in der islamistischen Terrorszene abzutauchen. In der deutschen Hauptstadt gibt es 410 als gewaltbereit eingestufte Islamisten. In ganz Deutschland liegt ihre Zahl bei 2900. In Berlin stellen aber nicht nur radikale Muslime eine Gefahr dar. Laut Verfassungsschutzbericht nahm vor allem die linksextreme Gewalt in der Hauptstadt zu. (BM)
Karzei will Taliban freilassen
Dienstag, 08. Juni. Afghanistans Präsident Hamid Karzai verliert gegen die radikal-islamischen Taliban zusehends an Boden. Nachdem die Sicherheitslage am Hindukusch militärisch nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, suchte Karzai vordergründig die Aussöhnung mit den Auf-ständischen. Die waren bisher allerdings nicht bereit, die ihnen gebotene Hand zu ergreifen. Nun kommt ihnen der Präsident noch einen Schritt entgegen und versucht nach Kräften, inhaftierte Taliban zu befreien. Karzai hat eine Über-prüfung der Haftgründe für alle Taliban-Kämpfer in den Gefäng-nissen des Landes angeordnet. In einem Dekret vom Sonntag wies der Präsident das Justizministerium an, Häftlinge freizulassen, wenn sich der Verdacht gegen sie nicht erhärten lasse. Dies ist eine der Konsequenzen, die Karzai aus der Friedensversammlung in Afghan-istan gezogen hat, die vor drei Tagen zu Ende ging. Weiters verfolgt der Präsident die Absicht, aktive Taliban mit Amnestie und Belohnung dazu zu bewegen, die Waffen niederzulegen. Bei den Aufständischen kamen die Be-mühungen Karzais bisher allerdings nicht gut an. Gleich zu Beginn der sogenannten Friedensjirga ließen ihn die Taliban – die sich weigerten, an der Versammlung teilzunehmen – wissen, was sie von seinen Plänen halten. Während der Eröffnungsrede Karzais war etwa 150 Meter neben dem Versammlungszelt mit mehr als 1600 Delegierten eine Rakete ein-geschlagen. Später hatten sich Sicherheitskräfte und Aufständische heftige Schusswechsel in der afghanischen Hauptstadt Kabul geliefert. Delegierte oder Zivilisten waren dabei jedoch nicht zu Schaden gekommen. (WZ)
Israelische Armee stürmt „Hilfsflotte“ für Gaza
Montag, 31. Mai. Die aus sechs Schiffen bestehende Flottille wurde am Morgen von israelischen Marine-Einheiten gestürmt. Laut Armee wurden dabei mindestens neun Menschen getötet, der israelische Privatsender Kanal 10 berichtete von mindestens zehn Toten und mehr als zwei Dutzend Verletzten. Die israelische Armee vermutete an Bord gewaltbereite Islamisten. An Bord befanden sich nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts auch zehn Deutsche. Insgesamt befanden sich mehr als 700 pro-palästinensische Aktivisten an Bord der Schiffe, allein rund 600 an Bord des türkischen Bootes "Mavi Mar-mara". Zu den deutschen Beteiligten der Flotte zählten die beiden Linken-Abgeordneten Inge Höger und Annette Groth sowie der frühere Linken-Parlamentarier Norman Paech. Zudem sei Nader el Sakka von der Palästinensischen Gemeinde Deutschland mit an Bord gegangen. Ebenso waren Anhänger der christlichen Hilfsorganisation „Pax Christi“ an Bord. (AFP)
Imam fordert die Scharia für Belgien
Dienstag, 25. Mai. Nachdem der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans einer sich ,,Muslim rise““ (Muslim erhebe dich) nennenden Organisation keine Zustimmung für eine Demonstration in Brüssel gegeben hatte, wichen die moslemischen Extremisten nach Antwerpen aus. Dort predigte der aus Großbritannien angereiste Moslem-Extremist Anjem Choudary eine Hasstirade nach der anderen gegen den Westen und die Demokratie während einer Kundgebung im Antwerpener Stadtteil Borgerhout, wo viele Moslems wohnen. Das klang so: ,,Demokratie ist die Hölle. Der Islam ist das Paradies.““ Oder: ,,Allah rechtfertigt jede Form der Verteidigung. Wir sind keine Christen. Wir halten nicht die zweite Wange hin, wenn wir geschlagen werden. Wir gehen keiner Konfrontation aus dem Weg. Belgien sei gewarnt. Unsere Ehre ist uns mehr wert als unser Leben.“ Der radikale islamistische Prediger Choudary forderte in Antwerpen ferner ,,die Scharia für Belgien““ einzuführen. In der Logik des radikalen Islamisten Choudary müsse die heutige in Belgien amtierende Regierung daher ,,gestürzt“ werden. ,,Wir wollen die heutige Regierung stürzen und streben nach der Herrschaft des Islam über Europa.“ Den Belgiern, die bekanntlich gerne Bier trinken, schleuderte er entgegen: ,,Ihr seid noch dreckiger als Tiere, die trinken zumindest keinen Alkohol. Ihr trinkt Alkohol, um ihn danach wieder auszukotzen. Wir sind nicht allein und nicht klein. Wir sind 40 Millionen Moslems in Europa. Wir und unser Glaube sind euch überlegen. Ihr habt euch eure eigenen Gesetze ausgedacht. Aber es gibt nur ein Gesetz. Das ist die Scharia, das göttliche Gesetz.“ Choudary ließ keinen Zweifel daran, dass der Islam und die Scharia in Europa herrschen müsse. (DerWesten)
Burkaverbot bald in ganz Italien?
Montag, 21. Mai. In Norditalien haben bereits mehrere Städte das Verbergen des Gesichts in der Öffentlichkeit verboten. Die Regierung in Rom ist noch uneins. Ein Verstoß soll, nach Vorstellungen der Lega Nord, bis zu 2000 Euro kosten. Den Anfang machte Novara im Piemont: Vor Kurzem hielt die Polizei eine Frau an, als sie eine Postfiliale betreten wollte und verwehrte ihr und ihrem Mann den Zutritt. Weil die 26-jährige Tunesierin eine Burka trug, verstieß sie gegen eine Verordnung der Stadt und wurde mit einer Strafe von 500 Euro belegt. Laut Verordnung müssen Gesichter in der Öffentlichkeit erkennbar sein. Bürgermeister Massimo Giordano von der Lega Nord verteidigte das Vorgehen der Polizei, moslemische Verbände nannten es „rassistisch“ und „diskriminierend“. „In einer zivilisierten Gesellschaft dürfen Moslemas nicht komplett verschleiert auf die Straße“, konterte Giordano. Männer und Frauen seien in Italien gleichgestellt, das müssten auch hier lebende Ausländer respektieren. Körperverschleierungen Rückenwind: In Frankreich verabschiedete die Regierung vor Tagen einen Gesetzesentwurf, der im Sommer ins Parlament kommt. So soll es illegal sein, in der Öffentlichkeit das Gesicht zu verhüllen – außer etwa durch Motorradhelme bei der Fahrt oder Masken im Fasching. In Belgien dürfte ein solches Gesetz bis Juni vom Senat bestätigt werden, in den Niederlanden, der Schweiz und Österreich gibt es Stimmen dafür sogar aus Regierungskreisen. (die presse.com)
Islamisten planten Ermordung von Papst Benedikt
Samstag, 15. Mai. Zwei marokkanische Islamisten planten die Ermordung von Papst Benedikt XVI. Dies berichtet das italienischen Wochenmagazin Panorama in seiner aktuellen Ausgabe unter Berufung auf das italienischen Innenministerium. Bereits am 29. April wurden Mohammed Hlal, 26 Jahre alt, und Ahmed Errahmouni, 22 Jahre alt, unter Geheimhaltung aus Italien ausgewiesen. Beide studierten an der Universität für Ausländer von Perugia. An dieser Universität hatte bereits der Türke Mehmet Ali Agca studiert, der am 13. Mai 1979 mit einem Schußattentat Papst Johannes Paul II. schwer verletzte. Wörtlich nennt Italiens Innenminister Roberto Maroni im Ausweisungsdekret vom 21. April als Begründung „die religiöse Radikalisierung von Hlal, der den Tod des Staatsoberhauptes des Vatikanstaates herbeiwünschte und erklärte, bereit zu sein, ihn umzubringen, um sich den Eintritt ins Paradies zu sichern“. Auf dem Computer des marokkanischen Fundamentalisten fanden die Terrorfahnder zahlreiche Aufrufe von islamistischen Extremisten, darunter auch von Al Qaida. Ebenso wurde ein Stadtplan der norditalienischen Stadt Turin entdeckt, auf der alle Etappen von Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch des Turiner Grabtuchs am 2. Mai eingezeichnet waren. Einer der Attentäter, Hlal, besuchte häufig die Moschee von Perugia im zentralitalienischen Umbrien unweit von Assisi. Diese Moschee gilt seit einiger Zeit als Stützpunkt radikaler Imame aus Pakistan, die in ihren Freitagsansprachen aufrührerische Töne anschlagen und bereits zum „Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen“ aufgerufen haben sollen. (GN)
Debatte nach Burka-Überfall in Sydney
Samstag, 08. Mai. Ein mit einer Burka verhüllter Räuber hat in Australien eine Debatte über den muslimischen Ganzkörperschleier wie in Frankreich und Belgien ausgelöst. Cory Bernardi, Politiker der oppositionellen Partei der Liberalen, brachte das Thema mit einem Blog-Eintrag ins Rollen, in dem er sich für ein Verbot aussprach. . In einer Umfrage auf der Webseite der australischen Zeitung "Sun Herald" sprachen sich 88 Prozent für ein Verbot der Burka aus. Ein Dieb hatte Anfang der Woche mit einer Burka verkleidet in der Nähe von Sydney einen Geldboten überfallen. Der Mann war von Kopf bis Fuß in das Gewand gehüllt. Noch in derselben Woche ereignete sich ein ähnlicher Fall in England. Hier hat sich ein Räuber mit einer Burka Zutritt zu einem Juweliergeschäft verschafft. Das Wachpersonal am Eingang hielt den Mann für eine muslimische Kundin und betätigte den Türoffner des Geschäftes. In diesem Augenblick tauchte hinter der vermeintlichen Frau ein bewaffnetes Trio auf. Die Täter flohen mit einer beträchtlichen Menge Schmuck. (dpa/KNA )
Mehrheit der türkischstämmigen Österreicher sind für die Scharia
Montag, 12. April. Auch in Österreich gibt es Probleme bei der Integration von Einwanderern türkischer Herkunft. Einer beängstigenden Studie zufolge sprach sich die Mehrheit der rund 220.000 aus der Türkei stammenden Zuwanderer für die Einführung des islamischen Rechts der Scharia aus. Beinahe drei Viertel (72 Prozent) sind die Befolgung der Regeln des Islams wichtiger als die demokratischer Regeln. 55 Prozent sind nicht bereit, einen Nicht-Türken als Ehepartner der eigenen Kinder hinzunehmen. Etwa 50 Prozent geben offen zu, dass ihnen die Türkei wichtiger ist als ihr Gastland. Bei Diskussionen über die Integration sind es oft Zuwanderer aus der Türkei, die sich in einer Opferrolle sehen. Interessant ist der Vergleich mit Zuwanderern aus anderen Ländern. Während sich die überwiegende Mehrheit integriert fühlt, sind es bei türkischen Zuwanderern gerade ein mal 26 Prozent. (Short news)
30 Peitschenhiebe für Pornos auf dem Handy
Samstag, 13. Februar. Für das Anschauen von Porno-Filmen auf ihren Handys sind zwei Männer und eine Frau in Somalia mit je 30 Peitschenhieben bestraft worden.Die drei Angeklagten, die alle um die 20 Jahre alt sind, seien außerdem jeweils zu einer 25-tägigen Haftstrafe verurteilt worden, berichteten Augenzeugen. Die Verurteilten wurden demnach vor hunderten Bewohnern der Hafenstadt Kismayo im Süden Somalias ausgepeitscht. Kismayo ist eine Hochburg der islamistischen Shebab-Milizen, die dort eine strenge Anwendung des islamischen Rechts, der Scharia, durchsetzen. (Bild)
Vorsitzender Frankfurter Moschee in islamistischen Kreisen
Dienstag, 09. Februar. Ünal Kaymakci, Vorsitzender der sunniitischen Frankfurter Hazrat-Fatima-Gemeinde, arbeitet offenbar eng mit islamistischen Extremisten zusammen. Laut einem Fernsehbericht des „defacto“-Magazins gehören der Frankfurter Imam, Sabahattin Türkyilmaz, und Ayatollah Reza Ramezani, zum radikalen, an den Iran angelehnten Islamismus. Beide legten mit Kaymakci im Juni 2009 den Grundstein zur dritten Moschee in Frankfurt-Hausen. Türkyilmaz wird unter anderem vorgeworfen, bei einer Demonstration 2006 zur Vernichtung Israels aufgerufen zu haben In Berlin-Neukölln habe sich Türkyilmaz für die Vollverschleierung neunjähriger Mädchen engagiert. Ramezani ist Vorsitzender des „Islamischen Zentrums Hamburg“ (IZH). Dieses gelte als „Außenstelle des islamischen Gottesstaates“ im Iran. Er sei direkt von Religionswächtern in Teheran bestimmt worden. Die Fraktion der Freien Wähler im Frankfurter Römer empörte sich in einer gestern veröffentlichten Pressemitteilung: „Genau das hatten die Bürgerinitiative Hausen und die Freien Wähler schon im bundesweit bekannt gewordenen Moscheekonflikt vor zwei Jahren nicht grundlos behauptet, waren aber deswegen massiv der Fremdenfeindlichkeit und des Angriffs auf die Religionsfreiheit beschuldigt worden.“ Noch wird an der Hazrat-Fatima-Moschee in Frankfurt-Hausen gebaut. (AFP)
Drei Festnahmen bei bundesweiter Razzia in Islamistenszene
Mittwoch, 03. Februar. Bei einer bundesweiten Razzia in der Islamistenszene sind am Mittwoch drei Verdächtige festgenommen worden. In fünf Bundesländern wurden 43 Wohnungen durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart mitteilte. Die Durchsuchungen fanden demnach in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen statt. Die Aktion richtete sich den Angaben zufolge gegen insgesamt 39 Personen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft den Beschuldigten im Alter von 24 bis 59 Jahren vor, mehr als hundert Menschen aus dem Bundesgebiet "ideologisiert und radikalisiert" zu haben. Diese sollten demnach an eine ägyptische Koran- und Sprachschule vermittelt werden, in deren Umfeld Werber für Ausbildungslager terroristischer Organisationen tätig sind. (AFP)
Verfassungsschutz warnt vor Islamisten im Internet
Freitag, 29. Januar. Der Verfassungsschutz hat nach einem Zeitungsbericht auf eine Art Mobilmachung islamistischer Extremisten im Internet hingewiesen. Vermehrt tauchten deutschsprachige Videos mit Aufrufen zum Dschihad - zum heiligen Krieg gegen den Westen - auf, berichtet die «Bild»-Zeitung (Freitag) unter Berufung auf einen geheimen Lagebericht des Kölner Bundesamtes. Sie dienten zur Motivation des eigenen Umfelds. Alarmiert seien die Verfassungsschützer vor allem, weil die Videos auf der Internet- Plattform You Tube und im Online-Studentennetzwerk StudiVZ bereits von Hunderten Nutzern abgerufen worden seien. Der Bericht zählt vier Videos mit deutschen Texten auf. Seit Monaten tauchen immer wieder Videos im Internet auf, in denen sich islamische Extremisten aus Deutschland auf Deutsch an Sympathisanten wenden. (dpa)
Islamisten Angriff auf Regierungsviertel in Kabul
Dienstag, 19. Januar. Während die amerikanische Regierung mitten in einer Aufstockungsphase ihrer Truppen steckt, um die Lage am Hindukusch endlich zu stabilisieren, demon-strierten die Taliban gestern ihre ungebrochene Fähigkeit zu koordinierten Terrorangriffen mitten in der afghanischen Hauptstadt. Es war der schwerste Taliban-Angriff in Kabul seit fast einem Jahr. Zwölf Menschen, darunter sieben Aufständische, kamen nach letzten Meldungen dabei ums Leben, 71 weitere wurden verletzt. An mehreren Stellen im Herzen Kabuls sprengten sich Selbst-mordattentäter in die Luft. Ziele waren Ministerien, Einkaufszentren und Hotels. Zugleich versuchte eine starke Truppe schwer bewaffneter Taliban, den Präsidentenpalast und mehrere Ministerien zu erobern. Die Gefechte mit der afghanischen Armee und Spezialeinheiten der US-Streitkräfte zogen sich über fünf Stunden hin. Vorübergehend war auch ein Kino in der Hand der Aufständischen, ein Einkaufszentrum stand in Flammen. Nach Bericht des privaten afghan-ischen Senders Tolo sprengten sich zwei Selbstmordattentäter vor dem Präsidentenpalast in die Luft, zwei weitere wurden von Wachleuten erschossen. Ein anderer Selbstmordattentäter riss vor dem Außenministerium mehrere Menschen in den Tod. Eine Bombe ging auch im Garten des Hotels Serena hoch, des einzigen Fünf-Sterne-Hotels in ganz Afghanistan. Auch das Hotel Ariana wurde beschossen. (AFP/ddp)
Islamist zündet Bombe bei Festnahme
Freitag, 15. Januar. Um seiner Gefangen-nahme zu entgehen, hat sich ein verwundeter algerischer Islamist in die Luft gesprengt und dabei zwei Offiziere mit in den Tod gerissen. Ein Polizist wurde verletzt. Das berichteten algerische Sicher-heitskreise am Freitag. Der Vorfall ereignete sich in Bejaia rund 260 Kilometer östlich von Algier. Der Untergrundkämpfer gehörte zu einer Gruppe von vier Islamisten, die in der Nacht zum Mittwoch mit ihrem Auto in einen Hinterhalt des Militärs geraten waren. Zwei der Terroristen seien in dem Fahrzeug verbrannt, berichtete die Zeitung "Al-Watan". Die beiden anderen entkamen zunächst, wurden aber später gestellt. Einer wurde erschossen, der andere verletzt. Als die Offiziere sich dem Verletzten näherten, zündete er einen unter seiner Kleidung verborgenen Sprengstoffgürtel. (SN)
Vergewaltigte Britin im Gefängnis
Samstag, 09. Januar. Die 23-Jährige Londonerin hatte mit ihrem Verlobten in der Hotelbar gefeiert, als ein Kellner im WC über sie herfällt. Als sie ihren Peiniger auf der Polizeistation anzeigen will, interessieren sich die Beamten gar nicht für die Vergewaltigung. Vielmehr interessiert die islam-ischen Ordnungshüter, dass die junge Britin angibt, etwas getrunken zu haben und ob sie mit ihrem Verlobten im gemeinsamen Hotelzimmer Sex gehabt habe. Die Beamten stecken die junge Britin und ihren 44-jährigen Verlobten wegen «illegalem Alkoholkonsum» und ausserehelichem Sex kurzerhand in den Knast. Der angeschuldigte Kellner hingegen befindet sich weiter auf freiem Fuss. Mehrere Tage verbringt das junge Pärchen in der Zelle, bis sie schliesslich auf Kaution entlassen werden. Jetzt warten die beiden, nachdem ihnen die Behörden die Pässe abgenommen haben, in Dubai auf ihren Prozess. Falls sie wegen «illegalem Sex» für schuldig befunden werden, blüht ihnen bis zu 6 Jahren Gefängnis. (lec)
75-Jährige zu 40 Peitschenhieben verurteilt
Dienstag, 15. Dezember. In Saudi-Arabien ist nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) eine 75-Jährige zu 40 Peitschenhieben verurteilt worden. Das saudi-arabische Innenministerium ordnete die sofortige Vollstreckung des Urteils an. Dieses sieht zudem vier Monate Haft vor, wie Amnesty am Montag erklärte. Nach ihrer Festnahme mit zwei Männern im April 2008 waren die drei Beschuldigten im März 2009 verurteilt worden, weil sie «in Gesellschaft von Personen des anderen Geschlechts» gewesen seien, die nicht zu ihrer näheren Verwandtschaft gehörten. Laut Amnesty bestätigte ein Berufungsgericht das Urteil gegen die syrischstämmige Frau, eine Beschwerde vor dem Obersten Gerichtshof sei abgelehnt worden. «Es ist unerträglich, dass einer alten Frau 40 Peitschenhiebe drohen», erklärte der Vize-Chef von Amnesty International für den Nahen Osten und Nordafrika, Philip Luther. Körperliche Züchtigung sei ohnehin «grausam und unmenschlich». Die Behörden müssten daher die Vollstreckung der Strafe verhindern. In Saudi-Arabien wird das islamische Recht der Scharia strikt angewendet. (sda)
Al-Qaida entführt Europäer in der Sahara
Mittwoch, 09. Dezember. Neues Entführungs-drama in der nordafrikanischen Sahara: Islamistische Terroristen haben in den Wüstenstaaten Mauretanien und Mali vier europäische Entwicklungshelfer, drei Spanier und einen Franzosen, gekidnappt. In einer Tonbanderklärung, die dem arabischen Nach-richtensender Al-Dschasira in Katar zugespielt wurde, bekennt sich die nordafrikanische "Al-Qaida im islamischen Maghreb" zu der Geiselnahme. Die Audiobotschaft wird von westlichen Terrorexperten als echt eingestuft. Die Sicherheitsbehörden schließen nicht aus, dass die Terroristen, wie in den früheren Fällen, die Freilassung von islamistischen Gesinnungsgenossen und auch Lösegeld fordern werden. Es wird vermutet, dass die vier Geiseln in den unwegsamen Norden Malis verschleppt wurden, in dem die malische Regierung keine Kontrolle hat. Das weite Grenzgebiet zwischen Mali, Algerien und Niger gilt als Rückzugsraum der Terror-Organisation Al-Qaida, die hier auch Ausbildungslager unterhält. Die westlichen Regierungen warnen seit langem vor Reisen in abgelegene Wüstenregionen im Norden Afrikas, die von kriminellen Banden und islamistischen Fundamentalisten unsicher gemacht werden. "In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe", warnen einhellig die europäischen Sicher-heitsbehörden. "Al-Qaida sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Es ist jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rech-nen." (AFP)
Islamisten werben Nachwuchs in Unis, Sportvereinen und Gefängnissen
Montag, 30 November. In Deutschland halten sich derzeit laut Einschätzung von Sicherheitsbehörden etwa 90 im Untergrundkampf ausgebildete Islamisten auf. 30 von ihnen hätten Kampfer-fahrung bei Gefechten mit der US-amerikanischen oder pakistanischen Armee gesammelt, hieß es. Insgesamt seien 185 Gotteskrieger aus Deutsch-land in den vergangenen zehn Jahren in den Lagern moslemischer Extremisten in Zentralasien aus-gebildet worden. Laut neuesten Erkenntnissen wird der radikale Nachwuchs der Islamisten nicht mehr nur in Moscheen angeworben. Auch in Universitäten, Gefängnissen und Sportvereinen werde nun rekrutiert. Etliche deutsche Islamisten sollen frustriert aus dem «Heiligen Krieg» zurückgekehrt sein. Sie würden in ihren Kreisen als «Weicheier» eingestuft, schreibt «Focus» unter Berufung auf Verfassungsschutz und Sicher-heitsbehörden. Die deutschen Sicherheitsbe-hörden wollen bei der Terrorbekämpfung künftig stärker auf eine Deradikalisierung militanter Islamisten setzen. Wie der «Spiegel» berichtete, soll dazu im Dezember im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum in Berlin ein Forum eingerichtet werden, das die bisherigen Ansätze in diesem Bereich bündeln und neue Strategien erarbeiten soll. Die Bemühungen zielten auf radikale Konvertiten ebenso wie auf ex-tremistische Moslems mit Migrationshintergrund. Bis jetzt gibt es in den Bundesländern bei Polizeibehörden und Verfassungsschutzämtern einen Flickenteppich von Projekten – von Auf-klärungscomics bis zu persönlichen Gesprächen mit gewaltbereiten Islamisten. (ddp/dpa)
Islamisten und Rechtsradikale am Kanzleramt
Freitag, 27. November. Ein Bündnis von Israel-Gegnern will am Montag im Regierungsviertel gegen die geplante deutsch-israelische Kabinetts-sitzung demonstrieren. Von 10 bis 15 Uhr ist eine Kundgebung mit 150 Teilnehmern vor der Schweizer Botschaft angemeldet. „Keine Steuer-gelder für Israels Kriegspolitik“, heißt es in dem Aufruf zur Aktion nahe dem Kanzleramt. Angemeldet wurde die Versammlung von der islamistischen Gruppe „Quds-AG“, die auch an den jährlichen „Al Quds“-Demonstrationen beteiligt ist und vom Verfassungsschutz beob-achtet wird. Bei den von Anhängern der Hisbollah organisierten Aufzügen wurden immer wieder antisemitische Parolen und Gewaltaufrufe gegen Israel skandiert. Auch Rechtsextremisten tauchten unter den Teilnehmern auf. Den „Al Quds-Tag“ hatte 1979 der iranische Revolutionsführer Chomeini eingeführt, um Hass gegen Israel zu propagieren. Für ihre Kundgebung am Montag erhalten die radikalen Moslems Unterstützung von ungewöhnlicher Seite. Der umstrittene Berliner Publizist Jürgen Elsässer will sich mit seiner Anfang des Jahres gegründeten „Volksinitiative“ daran beteiligen. Ziel der Gruppe ist „die Entmachtung des internationalen Finanzkapitals“. Bei der Gründungsveranstaltung seiner „Volksinitiative“ im Januar in einer Kreuzberger Kneipe tauchten mehrere Anhänger der rechtsextremen Szene auf. Es kam zu tumult-artigen Szenen, als vermummte Autonome sich im Publikum mit den rechten Besuchern prügelten. Die deutsch-israelische Kabinettssitzung am Montag ist bereits das zweite gemeinsame Regierungstreffen. Das Erste fand im März 2008 in Jerusalem statt. Treffen dieser Form führt die Bundesregierung nur mit sechs Ländern durch. Zwei Mal im Jahr mit Frankreich und jährlich mit Israel, Italien, Spanien, Polen und Russland. (AFP)
Jemenitischer Iman feiert die Bluttat von Fort Hood
Dienstag, 17. November. Der jeminitische Imam Anwar el Aulaki hat die tat des Amokläufers vom US- Militärstützpunkt Fort Hood erneut gepriesen. Sie sei eine Form des heiligen Krieges und deshalb vom Islam gerechtfertigt, sagte er im Gespräch mit einem jeminitischen Journalisten, das die Washington Post veröffentlichte. "In den USA haben einige gesagt, dass die Schießerei nichts mit dem Islam zu tun habe und vom Islam nicht gerechtfertigt sei", sagte der jemenitische Prediger in dem Interview. "Ich aber sage, sie ist gerechtfertigt." Schließlich seien es die USA gewesen, die in muslimische Länder gekommen seien, um dort zu kämpfen. Auf der Internetseite des Imam stand nach der Bluttat als Rechtfertigung zu lesen, die getöteten Soldaten hätten vor Einsätzen in Afghanistan und dem Irak gestanden. Den US-Militärpsychiater Nidal Malik Hasan, der bei seinem Amoklauf Anfang November auf dem texanischen Armeestützpunkt 13 Menschen getötet und 42 weitere verletzt hatte, bezeichnete der Prediger in dem "Washington Post"-Interview als "Helden". Zum Inhalt seiner Email-Korrespondenz mit dem mutmaßlichen Täter äußerte er sich allerdings nicht. Im Dezember 2008 habe der Militärpsychiater ihm erstmals eine Email geschickt, sagte der Imam in dem Interview weiter. In der Folge sei deutlich geworden, dass dieser ein großes Vertrauen in ihn entwickelt habe. Der Prediger, dem Kontakte zum Terrornetzwerk al-Qaida nachgesagt werden, beschrieb Hasan als gläubigen Moslem mit guten Kenntnissen des islamischen Rechts. Bekehrt worden sei dieser in den Jahren 2001 und 2002. Damals habe der Major die Moschee im US-Bundesstaat Virginia besucht, in der Aulaki zu der Zeit gepredigt habe. (AFP)
Todesangst bei deutschen Taliban in Pakistan
Donnerstag, 12. November. Unter dem Dauerbeschuss der pakistanischen Armee flehen die selbst ernannten Gotteskrieger um Hilfe. „Wir sitzen zusammen unter den Bomben, und die islamische Gemeinschaft schweigt!", heißt es in einer E-Mail aus den umkämpften Gebieten. Der Hilferuf stammt von einer Gruppe, zu der auch Eric Breininger, ein deutscher Islamist, gehört. Anfang des Jahres forderte man noch in einem Propagandavideo: “Es ist ein sehr familien-freundlicher Ort geworden, darum bringt eure Frauen und Kinder mit! Kommt allesamt und lebt den Dschihad mit der Familie!” In Pakistan trainieren laut Angaben aus Sicherheitskreisen derzeit mindestens 20 Deutsche in Terrorlagern der al-Qaida, “Islamischen Bewegung Usbekistan” und anderer Gruppierungen. Einige der deutschen Extremisten, etwa Bekkay Harrach aus Bonn oder Shabab D. aus Hamburg, leben anscheinend tatsächlich mit ihren Familien den pakistanischen Stammesgebieten. Die Oper-ation der pakistanischen Armee “Rah i-Nijat” (Weg zur Erlösung) soll in einer großangelegten Bodenoffensive mit 30.000 Soldaten die militanten Islamisten aus Süd-Waziristan vertreiben und den Terroristen ihre Rückzugs- und Trainingsgebiete nehmen. Nun erscheinen über das Internet verzweifelte Hilferufe der Islamisten aus dem Kriegsgebiet. “Die Ungläubigen gehen mit aller Macht gegen uns vor!”, beklagt ein türkischer Gotteskrieger in einer E-Mail, “Tausende Raketen fallen täglich, Tag und Nacht! Bei Allah, unsere Kinder und Geschwister, wir sitzen zusammen unter den Bomben, und die islamische Gemeinschaft schweigt!” (WO)
Amokläufer hatte Kontakt zu Islamisten
Dienstag, 10 November. Der Amokläufer von Fort Hood, der am vergangenen Freitag 13 Menschen getötet hat, soll im Vorfeld E-Mail-Kontakt zu radikalen Islamisten gehabt haben. Angeblich war der Inhalt den Geheimdiensten bekannt. Jetzt wird geprüft, ob die Behörden versagt haben. Denn nach Berichten amerikanischer Medien gab es in diesem und im vergangenen Jahr bis zu 20 E-Mail-Kontakte des der Tat beschuldigten Militär-psychiaters Nidal Hasan zu dem heute im Jemen lebenden prominenten radikalen Islamisten Anwar al-Awlaki. Und der Inhalt dieser Mails war den Geheimdiensten bekannt - doch diese bewerteten in einer Analyse vor einem Jahr den Gedankenaustausch als harmlos. Man habe angenommen, Hasan habe die Aussagen des Islamisten für seine Arbeit als Psychologe zur Behandlung post-traumatischer Stresserkrankungen benötigt, heißt es. Sicherheitskreise weisen jetzt aber auch darauf hin, dass al-Awlaki im Internet regelmäßig dazu aufrufe, amerikanische Soldaten zu töten. Wie groß der Umfang des staatlichen Versagens bei dieser Tragödie ist, soll nun auch eine Untersuchung des US-Senats aufklären. Hasan ist aus dem Koma erwacht und spricht mit den Ärzten, lehnt durch seinen Anwalt aber jegliche Aussage zum Tathergang ab. (dpa)
Zwei deutsche Journalisten sollten von Islamisten entführt werden
Mittwoch, 04. November. Zwei deutsche Afrika-Korrespondenten sind in Somalia wohl nur knapp einer Entführung entkommen. Zwei bewaffnete Männer hätten am Montag versucht, das somalische Flugzeug mit Arne Perras und Johannes Dieterich von der „Süddeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Rundschau“ an Bord in ihre Gewalt zu bringen. Offenbar sei es den Tätern um die beiden Journalisten gegangen, die in Puntland über somalische Piraten recherchiert hätten. Die Maschine mit rund 30 Passagieren an Bord war von Puntland – einem halbautonomen Teilstaat im Norden Somalias – unterwegs nach Dschibuti. Kurz nach dem Start in Bosasso hätten die beiden Täter versucht, ins Cockpit einzudringen. Den russischen Piloten sei es jedoch gelungen, die Tür zu schließen. Daraufhin hätten die Männer um sich geschossen und verlangt, dass die Maschine in einem kleinen Ort, etwa 15 Flugminuten von Bosasso entfernt, landen solle. Die Piloten hätten diese Anweisung jedoch ignoriert und seien auf den Flughafen nach Bosasso zurückgekehrt. Dort hätten Sicherheitskräfte einer puntländischen Sonder-einheit die Türen des Flugzeugs geöffnet und die beiden Männer überwältigt, einer der beiden sei angeschossen worden. Ein Fluggast habe berichtet, die Entführer hätten es wohl auf die beiden deutschen Journalisten abgesehen. Dies sei aus den Gesprächen der beiden Männer hervorgegangen, die sich auf Somali unterhalten hatten. Perras und Dieterich hatten laut „SZ“ in Puntland über Piraten recherchiert. Diese bring-en vor der ostafrikanischen Küste immer wieder Schiffe mit ihren Besatzungen in ihre Gewalt, um Lösegeld in Millionenhöhe zu erpressen. (AP/HA)
Islamisten als Wachmänner bei Kölner Messe eingeschlichen
Sonntag, 25. Oktober. Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt bestätigte, dass zwei mutmaßliche Islamisten sich über eine Zeitarbeitsfirma in einen Sicherheitsdienst der Kölner Messe eingeschlichen haben. er neue Job der Islamisten, die seit den jüngsten Terror-Drohvideos als potenzielle Gefährder überwacht worden seien, sei den Behörden wie dem Bundesamt für Verfassungsschutz zunächst nicht aufgefallen. Erst nach Anschlagswarnungen gegen die Lebensmittel-Messe Anuga entdeckten Staatsschützer bei Observationen auf dem Messegelände am 9. Oktober die beiden Männer in Wachmann-Uniform. Die Extremisten aus Bonn seien umgehend entlassen worden. Durchsuchungen der Messe mit Sprengstoffspürhunden verliefen ergebnislos. In den folgenden Tagen hatten der türkische und der US-Botschafter die weltgrößte Ernährungsschau besucht. (dpa)
Taliban erobern Stadt zurück
Mittwoch, 21. Oktober. Dera Ismail Khan - Bei ihrer Offensive gegen die Taliban in Süd-Wasiristan hat die pakistanische Armee Sicherheitskreisen zufolge einen Rückschlag erlitten. Die Islamisten hätten am Dienstag die strategisch wichtige Stadt Kotkai zurückerobert, die das Militär erst kurz zuvor unter ihre Kontrolle gebracht habe, sagten Geheimdienstmitarbeiter. Die Armee habe mit Luftangriffen auf Stellungen der Aufständischen in und außerhalb des Geburtsortes des Taliban-Anführers Hakimullah Mehsud reagiert. Sie hatte die Kleinstadt erst am Montag eingenommen. Kotkai ist von zentraler Bedeutung für den weiteren Vorstoß auf die Islamisten-Hochburg Sararogha. Seit Beginn der Offensive am Samstag seien 90 Extremisten und 13 Soldaten ums Leben gekommen, teilte das Militär mit. In Süd-Wasiristan kämpfen etwa 28000 Soldaten gegen schätzungs-weise 10000 Taliban. Das bergige und schwer zugängliche Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Zufluchtsort für Extremisten. (Reu)
Bonner Islamist rekrutiert Jugendliche
Freitag, 9. Oktober. Der Bonner Islamist Bekkay Harrach hatte in seiner Heimatstadt Jugendliche vom Islam überzeugt. Der gebürtige Marokkaner hatte in seine Wohnung regelmäßig rund 30 junge Männer eingeladen um mit Ihnen gemeinsam zu beten und den Koran zu lesen. Die jüngsten Teilnehmer seien erst 15 Jahre alt gewesen und durch die Treffen zum Islam konvertiert. Als Besitzer eines Call Shops in Bonn-Tannenbusch, das einen 41% Migrantenanteil hat, habe er sehr viel Kontakt zu Jugendlichen gehabt. In seiner Videobotschaft vom 18. September hatte Harrach mit einem Anschlag in Deutschland gedroht. Bevor Harrach im März 2007 über den Iran ins pakistanische Grenz-gebiet reiste, wo er noch heute vermutet wird, war er zwischen März 2006 und März 2007 zweiter Vor-sitzender beim Verein Deutscher Moslems in Bonn. (ler/AP)
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45 Tote nach Unruhen in Karachi / Pakistan
Dienstag, 03. August. In der pakistanischen 18-Millionen-Metropole Karachi sind bei Unruhen nach der Ermordung eines Regierungspolitikers mindestens 45 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben vom Dienstag wurden mehr als 100 Menschen verletzt, Dutzende Autos und Geschäfte stark beschädigt. Auslöser der Ausschreitungen war die Erschießung des Politikers Raza Haider von der Partei MQM. Unbekannte hatten Haider und seinen Leibwächter am Montag während einer Trauerfeier niedergeschossen. Die pakistanische Regierung machte die radikal-islamischen Taliban sowie die verbotene Gruppe Sipah-e-Sahaba Pakistan (SSP) verantwortlich. Nach Angaben des Innenministeriums gab es im Zusammenhang mit dem Gewaltausbruch über Nacht 20 Festnahmen. (Reu)
Pakistan: Christen sind Freiwild
Freitag, 23. Juli. Die Bischöfe des Landes bemängeln den ungenügenden Schutz religiöser Minderheiten durch die Regierung. Akuter Anlass der Kritik ist der Mord an zwei Christen vom Montag in Faisalabad; die beiden Brüder waren unter Vorwurf der Blasphemie am Montag umgebracht worden. Viele radikale Moslems sehen das in Pakistan geltende Gesetz zur Gotteslästerung als Freibrief für brutale Christenverfolgung. Das umstrittene Gesetz bestraft „gotteslästerliche Handlungen“ gegen den Propheten Mohammed und wird oft willkürlich angewendet. Am Donnerstag noch wurde eine unschuldige Frau nach 14 Jahren Haft entlassen, die der Blasphemie angeklagt worden war. Die Bischöfe des Landes kritisieren insbesondere die „ambivalente Haltung der Regierung und Polizei“. Die Behörden schützten Christen nicht ausreichend, so die Oberhirten in einer Presseerklärung. Auch Menschenrechtsorganisationen sprachen von „fahrlässigem“ Verhalten der Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit den jüngsten Ausschreitungen. Die Regierung hat derweil auf den Mord an den beiden Christen sowie gewaltsame Ausschreitungen in einem christlichen Wohnviertel von Faisalabad reagiert. Laut Nachrichtenagentur apic wurden 60 militante Islamisten verhaftet; die Ermittlungen laufen weiter. (RV)
Iran vollstreckt Steinigungsurteil gegen Frau vorerst nicht
Sonntag, 11.Juli. Nach heftiger internationaler Kritik hat der Iran die Steinigung einer verurteilten Ehebrecherin vorerst ausgesetzt. Das Urteil gegen die 43-jährige Sakineh Mohammadi-Aschtiani sei zwar "endgültig", aus "humanitären Bedenken" werde es zunächst aber nicht umgesetzt, sagte Justizvertreter Malek Adschdar Scharifi nach Angaben der iranischen Nach-richtenagentur Irna. Sobald der Chef der iranischen Justizbehörden, Sadek Laridschani, es jedoch "für angebracht" halte, werde die Todesstrafe "ohne Rücksicht auf die Propaganda westlicher Medien" vollstreckt. Die zweifache Mutter Mohammadi-Aschtiani war nach Angaben ihres Anwalts und der Menschenrechtsorganisation Amnesty International im Mai 2006 zu 99 Peitschenhieben verurteilt worden, weil sie nach dem Tod ihres Ehemannes eine "unrechtmäßige Beziehung" zu zwei Männern gehabt haben soll. Während eines Prozesses im September desselben Jahres gegen einen Mann, der des Mordes an ihrem Ehemann beschuldigt wurde, wurde sie schließlich wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt. Das Steinigungsurteil stieß international auf heftige Kritik. (AFP)
Taliban töten deutschen Sicherheitsberater
Samstag, 03. Juli. Bei einem Selbstmordanschlag auf das Büro einer US-Hilfsorganisation im nordafghanischen Kundus ist ein deutscher Sicherheitsberater ums Leben gekommen. Insgesamt starben nach afghanischen Angaben fünf Menschen, als Anhänger der radikal-islamischen Taliban am Freitagmorgen die Niederlassung der Organisation Development Alternatives Incorporated (DAI) stürmten, die sich seit vier Monaten um Wiederaufbauprojekte in Kundus bemüht. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" handelt es sich bei dem getöteten Deutschen um den 32 Jahre alten Ruwen B. aus Owschlag in Schleswig-Holstein. Der ehemalige Bundeswehrsoldat hatte sich nach seinem Ausscheiden bei der Marine im Jahr 2008 mit einer Sicherheitsfirma selbstständig gemacht und arbeitete in Kundus als Berater der staatlichen US-Hilfsorganisation USAID, eines Vertragspartners der privaten DAI. Der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, teilte mit, auch ein Brite, ein Philippiner und zwei afghanische Sicherheitskräfte seien getötet worden. Insgesamt sechs Selbstmordattentäter hätten das Gebäude der Firma attackiert. Auch sie seien ums Leben gekommen. Die Terroristen waren nach seinen Angaben im Morgengrauen in die DAI-Niederlassung eingedrungen. Ein erster Selbstmordattentäter sprengte sich demnach am Eingang in die Luft, ein zweiter innerhalb des Komplexes. Ihre Komplizen wurden von Sicherheitskräften getötet, bevor sie ihre Sprengstoffgürtel zünden konnten. (tiu)
Sicherheitslage in Afghanistan verschlechtert sich
Sonntag, 20. Juni. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich einem UN-Bericht zufolge weiter verschlechtert. Die Zahl der Anschläge mit selbstgebauten Sprengsätzen habe sich seit Jahresbeginn nahezu verdoppelt, warnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in dem Bericht. Das sei eine "alarmierende Tendenz". Zudem komme es immer häufiger zu "komplexen und koordinierten" Angriffen, was ein Hinweis auf ein Erstarken von "örtlichen Terrornetzwerken mit Verbindung zu Al Qaida" sei. Der Bericht erfasst den Zeitraum von Januar bis April. Demnach gab es 94 Prozent mehr Anschläge mit selbstgebauten Sprengsätzen als im Vergleichszeitraum 2009. Vor allem die Taliban setzen die meist ferngezündeten Bomben im Kampf gegen die internationalen Truppen ein. Aber nicht nur die NATO-Truppen, auch Zivilisten werden immer wieder Opfer der Bomben, die im Durchschnitt dreimal pro Woche vor allem in den Südprovinzen Helmand und Kandahar hochgehen; beide Provinzen gelten als Taliban-Hochburgen. Außerdem weist der UN-Bericht darauf hin, dass im Wochendurchschnitt sieben Zivilisten getötet werden; das sei ein Anstieg um 45 Prozent im Vergleich zu 2009.(AFP)
Islamisten töten Fußball Fans
Dienstag, 15. Juni. Somalische Islamisten haben ein Verbot für Spiele der Fussball-WM verhängt. Wer sie trotzdem sehen will, begibt sich in Lebensgefahr. Zwei Menschen wurden getötet und Dutzende weitere gefangen genommen, weil sie trotz Verbots eine Übertragung von der Fussball-WM im Fernsehen anschauten. Einwohner berichteten, maskierte Kämpfer der Gruppe Hizbul Islam (Partei des Islam) seien am Sonntag und Montag im Afgoi-Distrikt in Häuser eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet. Scheich Mohammed Abdi Aros, ein Sprecher der Gruppe, warnte die Jugend Somalias, sie solle «nicht wagen, diese WM-Spiele zu schauen». Es handle sich um eine Verschwendung von Zeit und Geld, niemand profitiere davon, «verrückten Männern beim Auf- und Abspringen zuzuschauen». Noch weiter gingen Milizen im Juba-Tal im Süden des Landes, sie bezeichneten die WM als «Ablenkung vom Heiligen Krieg». Hizbul Islam und eine andere Gruppe, al Shabaab, kontrollieren weite Teile des ostafrikanischen Landes und der Hauptstadt Mogadischu. In ihrer Auslegung des Islams haben sie Sport, Musik und Tanz verboten. Viele Einwohner in den von Islamisten kontrollierten Gebieten des Landes schauen dennoch heimlich Übertragungen von der WM in Südafrika. (AFP)
Linke gemeinsam mit Rechten und Islamisten auf Gaza-Hilfsflotte
Dienstag, 08. Juni. Die beiden Bundestagsabgeordneten der Lin-ken Inge Höger und Anette Groth sowie der ehemalige Bundestagsabgeordnete Norman Paech schwärmten in einem ARD Bericht von „Report Mainz“ Bericht von der guten Atmosphäre - bis die israelische Marine das Schiff stürmte. In dem Beitrag wurden auch Bilder von der Abschiedsfeier im türkischen Istanbul vor der Abfahrt der "Mavi Marmara" gezeigt. "Oh ihr Juden, die Armee des Propheten Mohammed wird zurückkommen - so wie in Chaibar - Intifada bis zum Sieg!", rief dort einer der "Friedensaktivisten" der jubelnden Menge zu. Der Hauptsponsor der Flotte, die türkische IHH, sei "auf jeden Fall eine humanitäre Organisation - das heißt: für Menschenrechte und Freiheit", sagte die Abgeordnete Groth gegenüber den Reportern. Parteigenossin Höger nannte die IHH "islamisch, aber nicht islamistisch" und fügte hinzu: "Da habe ich mich vorher informiert." Anderer Ansicht ist der Chefredakteur des türkischen Fernsehsenders NTV. Er sagte in der Sendung, die IHH sei "Teil einer islamistischen Bewegung". Sie habe eine starke Milli Görüs-Basis. In der Tat hat die vom deutschen Verfassungsschutz beobachtete türkische Organisation Namen von Teilnehmern der Aktion "Free Gaza" im Internet veröffentlicht. Viele Teilnehmer gehören der türkischen Partei BBP an. Sie gilt, so die Verfasser des Beitrages, als "Partei mit antisemitischen und militanten Tendenzen". Auch werde sie mit dem Mord an einem christlich-armenischen Journalisten aus dem Jahr 2007 in Verbindung gebracht. Islamwissenschaftler Kiefer sieht in der BBP ähnliche Programmpunkte wie bei der NPD in Deutschland. Die Verfasser der Dokumentation im "Report Mainz" kommen zu dem Schluss: "Drei Linke und ihre Friedensmission: In einem Boot mit Islamisten und Rechtsextremisten - wenn es um die eigenen Ziele geht, haben sie offenbar wenig Berührungs-ängste." (Israelnetz.com)
Immer mehr Frauen werben für den Dschihad
Dienstag, 01. Juni. Im Internet werben Mosleminnen verstärkt für den islamistischen Terror. „Ihre Internet-Propaganda ist so aggressiv wie bei den Männern“, sagen die Sicherheitsbehörden. Vor allem Konvertitinnen sollen dazu neigen, sich besonders radikal zu zeigen. „Frauen werben in jüngster Zeit immer mehr im deutschsprachigen Internet für islamistischen Terror, darunter auch Konvertitinnen“, sagte Burkhard Freier, stellvertretender Leiter des Verfassungsschutzes von Nordrhein-Westfalen. Für Aufsehen in den Sicherheitsbehörden sorgt auch ein Video einer deutschen Konvertitin, die unter dem Namen „Ummu Safiyya“ Mosleminnen aus Deutschland dazu aufruft, sich dem bewaffneten Kampf im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet anzuschließen. Bei ihr handelt es sich um die deutsche Konvertitin Luisa S. Die junge Frau war nur wenige Monate nach ihrer Konversion zum Islam gemeinsam mit ihrem Mann aus Bonn in das Grenzgebiet zu Afghanistan ausgereist. Zuvor war sie im Öffentlichen Dienst in der Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises als Beamtin tätig gewesen. Ihr Mann, Javad S., war im Oktober vergangenen Jahres im Alter von 22 Jahren im Gefecht mit pakistanischen Soldaten getötet worden. (FAZ)
Südafrikanische Zeitung veröffentlicht Mohammed-Karikatur
Montag, 21. Mai. Drei Wochen vor dem Beginn der Fußball-WM herrscht in Südafrika Sorge über mögliche Proteste von Moslemen gegen eine Mohammed-Karikatur. Die südafrikanische Wochenzeitung "Mail & Guardian" druckte am Freitag eine Zeichnung, die den Propheten auf der Couch eines Therapeuten zeigt. "Andere Propheten haben Anhänger mit Sinn für Humor", klagt Mohammed dort. Der südafrikanische Rat moslemischer Theologen hatte nach Angaben der Zeitung vergeblich versucht, die Veröffentlichung per einstweiliger Verfügung verbieten zu lassen. Die Geistlichen hatten demnach vor Gericht argumentiert, die Karikatur könnte zu Gewalt während der Weltmeisterschaft führen. Sie wird vom 11. Juni bis zum 11. Juli in Südafrika ausgetragen. Bei der Zeitung gingen bereits zahlreiche wütende Anrufe und auch Morddrohungen gegen den Karikaturisten ein. Die Verbildlichung Mohammeds ist im Islam strikt verboten. Im September 2005 hatte die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" zwölf Mohammed-Karikaturen veröffentlicht, die Anfang 2006 teilweise gewalttätige Protesten von Muslimen in der ganzen Welt hervorriefen. (AFP)
Pakistanische Islamisten terrorisieren Studenten
Samstag, 15. Mai. An der Punjab-Universität im pakistanischen Lahore haben sich Islamisten ausgebreitet. Sie gehen gegen alles vor, was sie als sittenwidrig empfinden - notfalls auch mit Schlägen. Studenten und Professoren sind eingeschüchtert. "Die Wirtschaftsfakultät ist eine Hochburg der Studentengruppe Islami Jamiat e Taliba", erläutert der Student Bilal. "Da werden Studenten und Studentinnen längst getrennt unterrichtet", weiß sein Freund Achmed. Aus Sicht der Islami Jamiat e Taliba gehört es sich nicht, dass Männer und Frauen gemeinsam lernen oder auch nur unbefangen ein paar Worte miteinander wechseln. Musikunterricht geht der Gruppe ebenso gegen den Strich wie westliche Softdrinks und gemeinsame Speisesäle. Die Rhetorik der Islamisten ist anti-westlich, chauvinistisch und intolerant - und sie setzen sich durch: In vielen Teilen des Campus bestimmen sie, wo es lang geht. "Wenn an der juristischen Fakultät Jungen und Mädchen zusammen sitzen würden", sagt Bilal, "dann wären innerhalb von Minuten 15 Typen mit Bärten und in Pluderhosen und langen Hemden da und würden die Leute zusammenschlagen oder zumindest warnen." Zwei Professoren der Punjab-Universität haben die Islamisten in den vergangenen Wochen überfallen: einen Lehrbeauftragten für islamische Studien überwältigten sie, zogen ihn aus und fotografierten den wehrlosen Mann. Ein anderer Dozent hatte Mitglieder von Islami Jamiat e Taliba wegen Gewalttätigkeiten vom Unterricht ausgeschlossen. Kurz darauf drangen Schläger in sein Büro ein und verprügelten ihn. (Tagesschau.de)
Köhler gegen Burka-Verbot
Dienstag, 11. Mai. Bundespräsident Horst Köhler hat sich gegen ein Burka-Verbot in Deutschland ausgesprochen. Die Vollverschleierung von Frauen widerspreche zwar seinem Verständnis von der Gleichberechtigung der Frau und ihrer Entscheidungsfreiheit, sagte er dem „Rheinischer Merkur“. „Wenn einige Frauen in Deutschland dennoch die Burka tragen wollen, so sehe ich darin noch keinen Grund, nach einem Burka-Verbot zu rufen.“ Er rate dazu, die Diskussion nicht ideologisch zu führen, sondern aufzuklären und vor allem Begegnungen zwischen Muslimen und Christen zu ermöglichen. (Bild)
Belgien verabschiedet Gesetzt gegen Burka
Donnerstag, 29. April. Das belgische Parlament hat als erstes in Europa ein Verbot der Vollverschleierung beschlossen. Die Abgeordneten votierten in Brüssel ohne Gegenstimmen und mit zwei Enthaltungen für das Verbot, das sie auch mit der Würde der Frau begründeten. Das Gesetz verbietet das Tragen jedes Kleidungsstücks, "welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt". Darunter fallen also die Burka, die ein Stoffgitter vor die Augen setzt, und der Nikab, bei dem ein Sehschlitz frei bleibt. Das Verbot gilt für den öffentlichen Raum, also Straßen und Parks ebenso wie Geschäfte oder Restaurants. Als Strafe bei Missachtung der Regel sind 25 Euro Geldbuße oder bis zu sieben Tage Gefängnis geplant.Wegen der innenpolitischen Krise ist allerdings offen, wann es in Kraft tritt. Der Sprachenstreit zwischen Flamen und Frankophonen hatte zum Rücktritt der Regierung von Yves Leterme vor einer Woche geführt. Neuwahlen im Juni sind wahrscheinlich. Der Senat könnte das Gesetz zwar nicht blockieren, aber noch prüfen. Ob dies noch vor den Wahlen gelingt, ist fraglich. (Tagesschau.de)
Islamist gesteht Anschlagspläne für New Yorker U-Bahn
Dienstag, 23. Februar. New York ist 2009 nur knapp einem Anschlag auf seine U-Bahn entgangen: Ein 24-jähriger Afghane hat zugegeben, zum achten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 einen Selbstmordanschlag vorbereitet zu haben. Er habe damit darauf aufmerksam machen wollen, was das amerikanische Militär in Afghanistan tut, sagte er in einer Gerichts-verhandlung in New York. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil soll am 25. Juni verkündet werden. (dpd)
Bewaffnete Islamisten strömen nach Mogadischu
Mittwoch, 10. Februar. In der somalischen Hauptstadt Mogadischu zeichnete sich am Mittwoch eine neue militärische Kraftprobe zwischen Regierungstruppen und radikalislamischen Milizen ab. Augenzeugen berichteten, dass hunderte schwer bewaffnete Islamisten aus ihren Stellungen im Süden Somalias nach Mogadischu strömten. Die Regierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed bereitet ihrerseits eine Offensive gegen die von den USA als Terrororganisation eingestufte Al Shabaab-Miliz vor. Am Mittwoch kamen bei Raketenbeschuss auf dem größten Markt der Stadt mindestens zehn Menschen ums Leben, etwa 15 wurden verletzt. Der Markt, der immer wieder Ziel von Angriffen ist, ist das wichtigste Versorgungszentrum für die Menschen in der vom Krieg gezeichneten Stadt. Somalische Rundfunksender berichteten über schweren Artilleriebeschuss auch in anderen Stadtteilen. Über die Zahl der Opfer gab es zunächst keine Angaben. (APA)
Moslem wird wegen Burka-Zwang nicht eingebürgert
Dienstag, 02. Februar. Der Französische Einwanderungsminister Eric Besson will einem moslemischen Mann die Staatsbürgerschaft verwehren. Grund: Er zwingt seine französische Frau zum Tragen der Burka. Er habe den Entwurf für eine entsprechende Entscheidung am Dienstag an Premierminister François Fillon weitergeleitet, teilte Besson mit. Eine Prüfung des Antrags auf die französische Staatsbürgerschaft und ein Gespräch mit dem Mann habe ergeben, dass dieser "seiner Ehefrau das Tragen des Vollschleiers auferlegt, sie in ihrer Bewegungsfreiheit bei entblößtem Gesicht einschränkt" und den Grundsatz der Gleichheit von Mann und Frau nicht anerkenne. (als/AFP)
Schließung von umstrittener Kita in Berlin
Dienstag, 26. Januar. Ein wegen mutmaßlicher Kontakte zu Islamisten umstrittener Kindergarten in Berlin-Mitte muss wahrscheinlich schließen. Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte eine Schließungsverfügung gegen die Einrichtung vorläufig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Die 18. Kammer begründete die Entscheidung damit, dass das Wohl der Kinder gefährdet und der Trägerverein der Einrichtung nicht bereit oder in der Lage sei, diese Gefährdung abzuwenden.Die Gewährleistung des Kindeswohls setze insbesondere voraus, dass die Betreuung durch geeignete Kräfte gesichert sei. Dabei komme es auf die fachliche und persönliche Eignung aller Mitarbeiter der Einrichtung an.Der Trägerverein hat den Angaben zufolge zudem gegen im September 2009 erteilte Auflagen verstoßen, mit denen der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Vereins vom Kindergarten ferngehalten werden sollte. Das Landesjugendamt hatte dem Verein im Frühjahr 2008 zunächst die Betriebsgenehmigung verweigert. Die Entscheidung wurde mit dem damaligen Vereinsvorsitzenden begründet. Der Deutsch-Türke gilt laut Medienberichten als Islamist. Nachdem der Mann sein Amt aufgab, wurde die Genehmigung erteilt. Gegen die Beschlüsse ist die Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg zulässig. (Berlin.online)
Deutsche Islamisten unterstützen Terroristen im Jemen
Sonntag, 17. Januar. Eine Gruppe deutscher Islamisten, die sich "Deutsche Taliban Mudschaheddin" nennt, hat einen Solidaritäts-aufruf für Extremisten im Jemen gestartet. Die "Soldaten Allahs" kämpften dort gegen "Feinde des Islams" und bräuchten Hilfe in Form von "Geld, Waffen und Soldaten", heißt es in dem Aufruf. Islamistengruppe im pakistanischen Waziristan hat zur Unterstützung der jemen-itischen Terroristen aufgerufen. In der im Internet veröffentlichten Botschaft der „Deutschen Taliban Mudschaheddin“ heißt es: „In diesen Tagen werden wir Zeugen heftiger Auseinander-setzungen, auf dem muslimischen Boden Jemens, zwischen den Soldaten Allahs und den Feinden des Islam.“ Dies geschehe „aufgrund der Aggressoren der jemenitischen Regierung und ihrer Herren aus dem Weißen Haus in Washington und der Unterstützung der Koalitionskräfte der Kreuzritter.“ Tausende Frauen, Kinder und alte Menschen würden im Jemen aus ihren Häusern vertrieben, erklären die Islamisten in ihrem deutschsprachigen Pro-pagandaschreiben. Das Blut von Moslems werde vergossen „und es gibt kein Einwand dagegen, weil sie Moslems sind!“ Moslems sollten zudem Bittgebete verrichten, damit die jemenitischen Islamisten „die Oberhand über ihre Feinde und die Macht über ihre Führung bekommen.“ (AFP)
Anschlag auf Jyllands Posten geplant
Freitag, 15. Januar. "Jyllands Posten" sollte offenbar mit einem voller Sprengstoff geladenen Lastwagen in die Luft gesprengt werden. Das berichtet heute politiken.dk, nachdem die Anklageschrift gegen die Islamisten David Headley und Tahawwur Hussain Rana, die in Chicago in Unter-suchungshaft sitzen, nun vorliegt. Die amerikanische Anklagebehörde glaubt, dass die Planung für diesen Anschlag auf die Tageszeitung "Jyllands Posten" von Ilyas Kashmiri, dem Leiter der mit Al-Qaida-verbundenen pakistanischen Ter-rorgruppe Harakat ul-Jihad-I-Islami, gesteuert worden ist. Auch er soll unter Anklage gestellt werden. Laut An-klageschrift hat Kashmiri persönlich die Videos überprüft, die David Headley während seines Besuchs im Januar 2009 in Dänemark aufgenommen hatte, u.a. auch in Redaktionsräumen von Jyllands Posten. Kashmiri soll Headley zugesagt haben, ihn für diesen Anschlag mit Geld, Waffen und Kontakten auszustatten. Kashmiri schlug vor, zu prüfen, ob nicht ein Anschlag mit Hilfe eines Lastwagens besser durch-zuführen sei und gab Headley dann entsprechende Telefonnummern. Im Juli und August reiste Headley von Chicago - wo seine Familie lebt - in "verschiedene" europäische Länder, um seine Kontakt-personen zu treffen. Er besuchte erneut Dänemark, um sich weitere Informationen über Jyllands Posten zu verschaffen. (ndk)
Polizei nimmt unverheiratete Paare fest
Montag, 04. Januar. Wegen eines gemeinsamen Aufenthalts in einem Hotelzimmer droht 52 unverheirateten Paaren in Malaysia eine Haftstrafe. Bei Razzien am Neujahrstag spürte die Polizei die jungen Moslems kurz vor Morgengrauen in Billighotels auf und nahm sie fest, wie die Regionalverwaltung des Staates Selangor am Montag mitteilte. Den Betroffenen - meist Studenten und Fabrikarbeiter - wird demnach "engste Nähe" vorgeworfen, was nach islamischem Recht für unverheiratete Paare verboten ist. Ein Regierungs-sprecher in Selangor erklärte, man habe sich bewusst zu dieser Razzia entschieden, da solche Vergehen in der Silvesternacht gang und gäbe seien und dringend gestoppt werden müssten. Bei einer Verurteilung drohen den Verhafteten nun bis zu zwei Jahre Gefängnis sowie eine Geldbuße. Islamisches Scharia-Recht gilt in Malaysia für alle Moslems, die fast zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen. Für die Minderheiten der Christen, Buddhisten und Hindus sind diese Gesetze nicht gültig. (sto/APD)
Sauerland-Bomber in Deutschland radikalisiert
Dienstag, 15. Dezember. In Deutschland seien die Angeklagten Sauerland- Bombner dem Einfluss des radikalen Islamismus, des wahhabitischen Salafismus saudi-arabischer Prägung, ausgesetzt gewesen. In den Schriften, die die Angeklagten schon in Deutschland studiert hätten, bevor sie sich der IJU anschlossen, werde der Dschihad («Heiliger Krieg») verklärt. Gleichzeitig werde Hass und Verachtung nicht nur auf den Unglauben, sondern auch auf die Ungläubigen gepredigt. Vertreter dieses dogmatisch-traditional-istischen Islams sprächen sich für den Kampf gegen alle Ungläubigen aus, bis der Islam als einzige Religion auf der Welt übrig bleibe (Anm.d.Red.: So wie es im Koran steht). So sei bei den Angeklagten ein Gebet gefunden worden, in dem auf türkisch für die Vernichtung der Amerikaner gebetet werde. Im Internet werde das Gebet gezielt für dschihadistische Propaganda eingesetzt und mit Bildern vom 11. September 2001 unterlegt. Wielandt hatte im Sommer die religiösen Schriften, die bei den Männern gefunden worden waren, studiert und analysiert. Die Angeklagten haben gestanden, massive Autobomben-Anschläge in Deutschland geplant zu haben. Ziel sei der Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan gewesen. Drei der Angeklagten waren im Sauerland festgenommen worden, wohin sie sich zum Bau der Bomben in ein Ferienhaus zurückgezogen hatten. (GM)
Einreiseverbot für Deutschen Islamisten
Freitag, 11. Dezember. Dem deutschen Islamprediger Pierre Vogel ist die Einreise in die Schweiz verboten worden. Das bestätigte das Bundesamt für Migration. Vogel wollte am 12. Dezember auf einer Kundgebung in Bern sprechen, zu der islamische Gruppen wegen des Bauverbots für Minarette aufge-rufen haben. Nach Angaben des Bundesamtes wurde das Einreiseverbot auf Antrag der Stadt Bern ausgesprochen, die um die Sicherheit bei der Kundgebung fürchte. Derzeit wird noch bei der Berner Polizei geprüft, ob die Kundgebung überhaupt statt-finden kann. Zu den eingeladenen Rednern hatten die Organisatoren der Polizei ge-genüber keine Angaben gemacht. Jedoch hieß es auf der Internetplattform Facebook, dass Pierre Vogel, als Gastredner auftreten wolle. Dieser bestätigte dies auch der Zeitung „20Minuten“. Das Bundesamt für Migration beruft sich nach eigenen Angaben auf das Ausländergesetz, das Einreiseverbote erlaubt, wenn diese gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstoßen. „Sollte er bei der Kundgebung auftauchen, wird er festgenommen und abge-schoben“, sagte ein Sprecher des Bund-esamtes. Der 31-jährige ehemalige Profiboxer Vogel ist zum Islam konvertiert und predigt vor allem vor jüngeren Leuten, die er ebenfalls zum Übertritt auffordert. Er tritt unter anderem für das islamische Recht, die Scharia, ein. Aufgerufen zu der Demonstration vor dem Berner Bundeshaus hat der Islamische Zentralrat Schweiz. Hintergrund für den Protest ist die Volksabstimmung vom 29. November, bei der mit der überraschend hohen Zahl von fast 58 Prozent ein Bauverbot für Minarette in der Schweiz beschlossen worden war. Das hatte im In- und Ausland Proteste nicht nur islamischer Gruppen ausgelöst. Am Donnerstag verlangte die Or-ganisation der islamischen Konferenz (OIC) bei den UN in Genf die Aufhebung des Verbotes in der Schweiz. Das Resultat der Anti-Minarett-Abstimmung solle für ungültig erklärt werden. Die Organisation, der 56 Länder angehören, fürchtet, dass das Ergebnis zu einem Präzedenzfall in Europa wird. (WO)
Großrazzia bei Milli Görüs Islamisten
Donnerstag, 03. Dezember. Büros von Milli Görüs, der größten islamistischen Organisation in Deutschland, sind gestern in vielen deutschen Städten durchsucht worden. Die Kölner Staats-anwaltschaft wirft Milli Görüs "in größerem Umfang" Spendenbetrug und Unterschlagung von Sozialbeiträgen ihrer Mitarbeiter vor. Bundesweit beschlagnahmten die Ermittler Material in 26 Büros und Wohnungen. Razzien gab es unter anderem in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und München. In insgesamt 17 Orten rückten Kräfte von Polizei, Zoll und Landeskriminalamt an, wie der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld sagte. Auch seien teilweise Privaträume Ziel der Aktionen gewesen. Namen von Beschuldigten nannte er aber nicht. Zwei Ermittlungsverfahren seien eingeleitet worden. Zu Einzelheiten wollte sich Feld wegen laufender Ermittlungen nicht äußern. Nach Angaben von an der Aktion beteiligten Behörden soll es um einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe gehen. Laut Ver-fassungsschutz ist Milli Görüs mit rund 27 000 Mitgliedern die größte Islamisten-Organisation in Deutschland und verfügt über etwa 330 Kultur- und Moscheevereine. Es besteht der Verdacht, dass Milli Görüs die Grundwerte von Verfassung und Demokratie nicht akzeptiert. (dpa)
Christliche Märtyrer sind keine Selbstmordattentäter
Dienstag, 24. November. Vor einer Gleichsetzung christlicher und islamischer Märtyrervorstellungen haben Experten auf einer Fachtagung gewarnt. Ein christlicher Märtyrer sei das Gegenteil eines muslimischen Selbstmordattentäters, der Un-schuldige in den Tod reiße, sagte der Vorsitzende der Hilfsaktion Märtyrerkirche, Rolf Sauerzapf (Kassel), am Montag in Schwäbisch Gmünd bei der Tagung «Gedenket der Märtyrer - Christenverfolgung heute». Sauerzapf nannte das 20. Jahrhundert das «Jahrhundert der Märtyrer». In keinem anderen Jahrhundert seien mehr Christen um ihres Glaubens willen getötet worden. Als Beispiele nannte er den Völkermord an den christlichen Armeniern, die Verfolgung von Ortho-doxen, Lutheranern und Baptisten durch den sowjetischen Kommunismus, aber auch die Morde an 5.000 katholischen Priestern in Mexiko in den Jahren 1926 bis 1938. (Jde)
Somalische Piraten kapern Frachter
Donnerstag, 12. November.Das Schiff war auf dem Weg zu dem südafrikanischen Hafen Durban, wendete nach der Entführung jedoch und fuhr nach Norden - vermutlich in Richtung Somalia. Erst kürzlich war vor der Küste Tansanias ein griechischer Frachter mit 21 Seeleuten aus der Ukraine und den Philippinen gekapert worden.Piraten aus dem verarmten und weitgehend rechtslosen Staat am Horn von Afrika haben ihre Angriffe im Golf von Aden und im Indischen Ozean seit dem Ende des Monsuns im vergangenen Monat deutlich intensiviert. Allein in der vergangenen Woche entführten sie drei Schiffe. Damit haben die somalischen Seeräuber derzeit zwölf Schiffe mit mehr als 200 Besatzungsmitgliedern in ihrer Gewalt. Die Verhandlungen mit den Reedern um ein Lösegeld ziehen sich häufig über mehrere Wochen oder sogar Monate hin (BM)
Somalische Islamisten verbieten Frauenorganisationen
Mittwoch, 04. November. Die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz hat in Südsomalia einer Reihe von Frauenorganisationen die weitere Arbeit verboten. "Der Islam erlaubt Frauen nicht, ins Büro zu gehen", begründete der örtliche Milizchef Maalim Daaud Mohamed im Rundfunksender Radio Garowe das Verbot. Betroffen sind unter anderem eine Vereinigung von Geschäftsfrauen, eine Menschenrechts-organisation und Selbsthilfegruppen für Frauen im ländlichen Raum. Al Shabaab, von den USA als Terrororganisation mit Verbindungen zu Al Qaida eingestuft, versucht die Übergangs-regierung des gemäßigten Islamisten Sheik Sharif Ahmed zu stürzen. Die Gruppe kontrolliert inzwischen weite Teile Somalias. Somalia ist seit 1991 ohne funktionierende Regierung. Da viele Männer aus Angst vor Milizen geflohen sind, sind in zahlreichen Familien die Frauen die einzigen, die für den Lebensunterhalt aufkommen können. "Muslimische Frauen müssen zu Hause bleiben und sich um ihre Kinder kümmern", so der Milizchef. (APA)
Unruhen am Tempelberg
Sonntag, 25. Oktober. Bei neuen Unruhen im Bereich des Tempelbergs sind am Sonntagmorgen zwölf Palästinenser fest-genommen worden. Israelische Medien berichteten, in der Al-Aksa-Moschee auf der Anlage in Jerusalems Altstadt hätten sich mehrere Dutzend junge Moslems verschanzt. Vertreter der Palästinenser hingegen warfen den Israelis vor, das Gebiet um die Al-Aksa-Moschee abgesperrt zu haben, so dass Hunderte Gläubige dort festgesessen hätten. Ein israelischer Polizeisprecher sagte, Moslems hätten Steine und eine Brandflasche auf Sicherheitskräfte geworfen. Diese seien zu einer Routinepatrouille unterwegs auf der Stätte gewesen. Ein Polizist habe leichte Verletzungen erlitten. Die Polizeibeamten hätten Blendgranaten eingesetzt, um die Demonstranten zu vertreiben. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld sagte, in den nahe gelegenen Gassen in Jerusalems Altstadt komme es weiterhin zu Steinwürfen. Die Polizei sei in erhöhter Alarmbereitschaft. Moslemische religiöse Repräsentanten hatten am Wochenende dazu aufgerufen, den Tempelberg zu verteidigen. Nach Angaben der "Jerusalem Post" hatte auch eine jüdische Gruppierung zu Besuchen auf dem Heiligtum aufgerufen. Der Tempelberg steht nach jüdischer Glaubenslehre auf den Überresten des im Jahre 70 von den Römern zerstörten zweiten jüdischen Tempels. Auf dem Tempelberg im von Israel besetzten Ost-Jerusalem waren (dpa/AFP/reu/rom)
Mehr Tote durch afghanisches Opium als durch Militäreinsatz
Freitag, 23. Oktober. Die radikal-islamischen Taliban verdienen heute mehr Geld mit dem internationalen Handel afghanischer Drogen als zu Zeiten ihrer offiziellen Herrschaft in den 90er-Jahren. Dies geht aus einem neuen Bericht der UN-Agentur für Drogen und Kriminalität (UNODC) hervor. Mittlerweile nähmen die Taliban und andere Aufständische in Afghanistan zwischen 90 und 160 Millionen Dollar pro Jahr ein, vor zehn Jahren seien es noch zwischen 75 und 100 Millionen gewesen, hieß es. Der Bericht will zudem die Auswirkungen aufzeigen, die der Drogenhandel auf die Konsumenten hat. So fielen heute jedes Jahr mehr Russen den afghanischen Drogen zum Opfer (30.000 pro Jahr) als Soldaten der Roten Armee im gesamten zehnjährigen Afghanistan-Krieg gestorben seien. In den Nato-Ländern sterben jedes Jahr 10.000 Menschen an einer Überdosis afghanischer Drogen - das seien fünfmal mehr als die Gesamtzahl von Nato-Soldaten, die in Afghanistan in den vergangenen acht Jahren ums Leben gekommen sind. Fast 90 Prozent des Opiums weltweit kämen aus Afghanistan. Dem Bericht zufolge gibt es dort zudem einen bisher nicht berücksichtigten Vorrat von 12.000 Tonnen Opium. Dieser reiche aus, um den weltweiten Bedarf zwei Jahre lang zu decken. "Mit so viel Opium in den Händen des Bösen" sei es wichtiger als je zuvor, die Vorräte zu finden und zu zerstören, sagte die UNODC. (dpa)
Koran-Kenner wird mit Handgranate belohnt
Sonntag, 18. Oktober. Mitglieder der Al-Shabaab-Milizen haben in Kismayo in Somaliaden einen 17-jährigen Sieger eines Koran-Wettbewerbs mit einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Junge dazu noch zwei Handgranaten und einen Computer. Der Zweitplatzierte, ein 22-Jähriger, habe wie der Sieger eine Kalaschnikow mit passender Munition nach Hause tragen dürfen. Die Al-Shabaab-Milizen kämpfen - oft gemeinsam mit den Kämpfern der Hisbul Islam - gegen die somalische Regierung. Die Islamisten beherrschen mittlerweile den kompletten Süden Somalias sowie große Teile der Hauptstadt Mogadischu. Um Nachwuchskräfte an-zuwerben propagieren sie den ausgiebigen Gebrauch von Waffen - zum Schaden des Feindes, wie es auch auf der Preisverleihung des Koranwettbewerbs hieß. Eltern wurden aufgefordert, ihre Kinder die Benutzung von Waffen lernen zu lassen. (chs/Reu/dpa)
Islamisten peitschen BH-Trägerinnen aus
Samstag, 17. Oktober. In Somalia lässt die islamistische Bewegung Al-Shabaab nach Angaben von Anwohnern BH-Trägerinnen öffentlich auspeitschen. Augenzeugen im Norden der Hauptstadt Mogadischu berichteten, maskierte und bewaffnete Männer suchten gezielt nach Frauen, die augenscheinlich einen Büsten-halter trugen. Bevor die Frauen ausgepeitscht worden seien, hätten sie ihren BH ausziehen und ihre Brüste schütteln müssen. Laut Aussage der Islamisten, sollen Brüste natürlich aussehen. (Reu)
Entführter Priester in Islamisten- Hochburg
Mittwoch, 14. Oktober. Ein 79jähriger auf den Philippinen verschleppter Priester ist einen Tag nach seiner Entführung in einer Islamisten-Hochburg in Begleitung seiner schwer bewaffneten Kidnapper an der Küstenprovinz Lanao del Sur gesichtet worden. Die Region liegt rund 70 Kilometer von der Stadt Pagadian entfernt, wo der geistliche am Sonntag von sechs Männern aus seinem Haus entführt worden war. Zu der Entführung bekannte sich bisher niemand. Die Behörden verdächtigen neben der Rebellengruppe Abu Sayyaf auch die muslimischen Aufständischen der Moro-Islamischen Befreiungsfront (MILF). (sdp)
Cern-Forscher wegen Terrorverdacht festgenommen
Samstag, 10. Oktober. Ein Physiker des renommierten Schweizer Forschungszentrums Cern soll Terror-anschläge in Frankreich vorbereitet haben. Die Ermittlungen deuten auf Verbindungen zum nord-afrikanischen Zweig der Terrororganisation al-Qaidia hin. Am 9. Oktober wurde der Forscher von Französischen Fahndern verhaftet. Demnach hat der Physiker al-Qaida im islamischen Maghreb (AQMI) mit Informationen über Ziele für mögliche Anschläge ver-sorgt. Aus französischen Behördenkreisen verlautete, der Mann sei Franzose und einer von zwei 25 und 32 Jahre alten Brüdern, die am Donnerstag in Vienne, einer Stadt 30 Kilometer südlich von Lyon, fest-genommen worden seien. Eineinhalb Jahre soll der 32-Jährige beschattet worden sein. Die Justiz ver-ächtigt ihn dem Zeitungsbericht zufolge, Anschläge in Frankreich vorbereitet zu haben. (can/dpa/AP)
30 Islamisten aus Deutschland in Terrorcamps
Donnerstag, 8.Oktober. Wie aus Sicherheitskreisen berichtet wird, befinden sich derzeit etwa 30 Islamisten aus Deutschland zur Ausbildung in Terrorcamps im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Am 7. Oktober hatte es in Berlin eine Großrazzia gegen Islamisten gegeben, die einen Anschlag in Russland geplant haben sollen. Die Berliner Staatsanwaltschaft gibt an, dass aus diesem Verdächtigenkreis einige Islamisten aus Deutsch-land ausgereist seien um sich in pakistanischen Terrorcamps ausbilden zu lassen. (Reu)
Islamisten-Gruppe in Hamburg
Donnerstag, 8. Oktober. Laut eines internen Bericht des Hamburger Verfassungsschutzes und den Landeskriminal-amts soll im März eine zehnköpfige Hamburger Islamisten Gruppe zur Ausbildung in ein Terrorlager nach Pakistan gereist sein. Treffpunkt der Gruppe, unter denen auch zwei deutsche Konvertiten sein sollen, sei die Hambuger Taiba-Moschee gewesen, die auch schon den Selbstmord-attentätern vom 11. September als Anlaufstelle gedient habe. Nach Einschätzung der Behörden gehe von den einzelnen Mitgliedern, von denen sich etwa in die Hälfte bereits wieder in Bundesrepublik aufhalten, ein "hohes Gefahrenpotential" aus. (Report Mainz, ARD)
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Eine Deutsche bei Überfall in Afghanistan getötet
Sonntag, 08. August. Bei einem Überfall auf ein ausländisches Mediziner-Team im unruhigen Nordosten Afghanistans sind zehn Menschen getötet worden, darunter auch eine Deutsche. Zu der Tat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban, die der Getöteten Missionstätigkeit vorwarfen. Bei den Opfern handelt es sich um Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation, die mit einer mobilen Augenklinik durch die Provinz Nuristan reisten. Der Exekutivdirektor der International Assistance Mission (IAM), Dirk Frans, sagte, seine Hilfsorganisation sei über den Tod von acht Ausländern - fünf Männer und drei Frauen - informiert worden. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um Mitarbeiter seiner Gruppe handele. Der letzte Kontakt zu ihnen habe am Mittwoch bestanden. Den Angaben nach bestand das zwölfköpfige Team aus sechs US-Bürgern, einer Britin, der Deutschen und vier Afghanen, von denen zwei flüchten konnten. Nach Angaben des Polizeichefs der an Nuristan grenzenden Provinz Badakschan, Aka Nur Kentus, gaben sich die Ausländer als Ärzte aus. Sie hätten nahe der Wälder in der Region kampiert, als sie angegriffen worden seien. Die Gruppe sei davor gewarnt worden, sich den Wäldern zu nähern. "Aber sie sagten, sie seien Ärzte, und niemand werde ihnen etwas tun", sagte Kentus. Die Taliban warfen den Ärzten vor, sie seien missionarisch tätig gewesen. Bei ihnen seien ins Persische übersetzte Bibeln gefunden worden, sagte ein Taliban-Sprecher. (Reu)
Moslem zahlt Strafen für Burka-Trägerinnen
Dienstag, 20. Juli. Unter Berufung auf das Toleranzgebot der französischen Verfassung will der reiche Moslem Rachid Nekkaz das Verbot des Schleiers aushebeln. Paris (SN). Er ist 38 Jahre alt und hat es als Immobilienhändler zu Geld gebracht. Jetzt fordert Nekkaz die Politiker mit einem kühnen Schritt heraus, sich auf die Werte der Republik zu besinnen. Nekkaz hat die Auflage eines Fonds von einer Million Euro angekündigt, aus dem er die Strafen bezahlen will, die Mosleminnen drohen, wenn sie künftig das Burka-Verbot in der Öffentlichkeit missachten. Ein entsprechendes Gesetz, das die Nationalversammlung passierte, dem aber noch der Senat zustimmen muss, will die Regierung im nächsten Frühjahr in Kraft setzen. Verstöße sollen mit 150 Euro geahndet werden. Frauen, die sich über das Verbot hinwegsetzen, können zu „staatsbürgerlichen Kursen“ geladen werden. Männern, die Frauen zur Burka zwingen, drohen harte Freiheits- und Geldstrafen. Als „französischer Republikaner“ findet Nekkaz es schockierend, dass es sich auf das gesamte öffentliche Leben vom Einkauf bis zum Spaziergang im Park erstrecken soll. Eine solche Einschränkung individueller Freiheitsrechte hält er für verfassungswidrig. Vor der Abstimmung im Parlament hatte bereits der Staatsrat, der die Regierung bei der Gesetzgebung berät, gewarnt, ein Totalverbot könnte vor dem Verfassungsrat oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte scheitern. Aus eigener Tasche habe er bereits 200.000 Euro auf ein Sonderkonto eingezahlt, erklärt Nekkaz. Für den Rest hofft er auf Spenden. Doch wie viel finanziellen Zuspruch seine Idee erfährt, das Burka-Verbot im Namen der Toleranz auszuhebeln, ist fraglich. ( SN/SW)
Hamas-Spendenverein verboten
Dienstag, 13. Juli. Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat gestern einen als Hilfsorganisation getarnten Spendenverein für die palästinensische Terror-Gruppe Hamas verboten. Dadurch gerät auch die umstrittene islamistische Organisation Milli Görüs (IGMG) in Bedrängis. Wie der Innenminister mitteilte, sind die Führungsebenen der nun verbotenen Internationalen Humanitären Hilfs-organisation (IHH) und der vom Verfassungsschutz beobachteten Milli Görüs fast identisch. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden hat die IGMG in ihren bundesweit über 300 Moscheegemeinden seit 2007 über ihre Tarn-Organisation IHH „unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe“ Spendengelder in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro eingeworben. Das Geld sei über sechs verschiedene Organisationen an die Hamas geflossen, die vom Gazastreifen aus Gewalttaten gegen Israel verübt. Der Generalsekretär von Milli Görüs, Oguz Ücüncü, wies die Vorwürfe zurück. „Wir helfen bedürftigen Menschen und lindern humanitäre Notlagen. Wir unterstützen keinen Terrorismus.“ Das Vereinsverbot ging gestern mit 29 Hausdurchsuchungen in NRW, Hessen, und Hamburg einher. Dabei wurden unter anderem Wohn- und Geschäftsräume in Dortmund, Duisburg, Köln, Kerpen, Hamm und Siegburg durchsucht. (Der Westen)
Mehrheit der Europäer will Burka-Verbot
Freitag, 09. Juli. Eine deutliche Mehrheit der Europäer ist einer aktuellen Umfrage zufolge für ein Burka-Verbot. Dies ergab eine in den vier großen EU-Staaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien durchgeführte Befragung des US-Instituts Pew Research. Die größte Unterstützung für ein Verbot des mit dem Islam in Verbindung gebrachten Gesichtsschleiers gibt es in Frankreich mit 82 Prozent. Keine Mehrheit für ein Burka-Verbot findet sich dagegen in den USA. Nur 28 Prozent der US-Bürger würden laut Pew ein Burka-Verbot unterstützen, wie es derzeit in mehreren europäischen Ländern diskutiert wird. Hingegen sprechen sich 71 Prozent der befragten Deutschen für ein Burka-Verbot aus, in Großbritannien und Spanien sind es 60 Prozent. Die französische Nationalversammlung stimmt am kommenden Dienstag über ein Gesetz gegen die Gesichtsverschleierung ab, in Belgien passierte eine vergleichbare Regelung bereits das Parlament. Die Zustimmung des Senats steht allerdings noch aus. (APA)
Anschlagsgefahr in Deutschland erhöht
Freitag, 09. Juli. Nachdem Deutschland bisher von Anschlägen verschont blieb, warnt nun das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln vor möglichen Zwischenfällen. Während die Politik hierzulande noch wegen den zwei mutmaßlichen Terroristen aus Guantanamo, welche nach Deutschland abgeschoben werden sollen, streitet, ist der Verfassungsschutz alarmiert. Laut "geheimen" Lagebericht heißt es: "Es muss davon ausgegangen werden, dass auch Anschläge im Bundesgebiet bzw. gegen deutsche Interessen und Einrichtungen im Ausland jederzeit möglich sind". Deutschland ist also nun auch im Fokus terroristischer Aktivisten. Ultrastrenge Islamseminare können wegen Religionsfreiheit nicht überwacht werden. ( Short News)
Proteste nach Hundeeinsatz in Islam-Schule in Afgahnistan
Dienstag, 29. Juni. In einem südlichen Vorort versammelten sich am Dienstagmorgen Dutzende Menschen, die mit Steinen auf die afghanischen Sicherheitskräfte warfen. Die Polizei feuerte scharfe Munition in die Luft, um die Versammlung aufzulösen. Polizisten transportierten drei leblose Körper vom Schauplatz der Proteste in unmittelbarer Nähe der Religionsschule ab. Ein Polizeisprecher sagte, es habe am Vorabend eine ausschließlich von der afghanischen Armee geleitete Festnahmeaktion gegeben. Alles andere seien Gerüchte. Auch eine Sprecherin der internationalen Schutztruppe Isaf betonte, es handele sich ausschließlich um eine innerafghanische Angelegenheit. Anwohner berichteten dagegen, US-Truppen hätten die Proteste ausgelöst, als sie mit Hunden in die Religionsschule eingedrungen seien und mehrere Menschen festgenommen hätten.
Etwa 400.00 Menschen aus Kirgistan auf der Flucht
Freitag, 18. Juni. Etwa 400.000 Menschen sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen auf der Flucht vor den ethnischen Unruhen im Süden Kirgistans. Ein Viertel der Flüchtlinge hat sich demnach ins Nachbarland Usbekistan vor den vor einer Woche ausgebrochenen Gewaltexzessen gerettet. Die 300.000 anderen halten sich entlang der mittlerweile geschlossenen Grenze auf der kirgisischen Seite auf, wie die UN am Donnerstag mitteilten. In Kirgistan leben insgesamt etwa 5,3 Millionen Menschen. In Osch, einem Schwerpunkt der Unruhen zwischen den usbekischen und kirgisischen Bevölkerungsgruppen, herrschte zwar gespannte Ruhe. Befürchtet wurde aber ein neuer Ausbruch der Feindseligkeiten. Usbeken verbarrikadierten sich in ihren Wohngebieten und errichteten Kontrollpunkte an den Übergängen zu den Kirgisen-Vierteln. "Es ist äußerst gespannt, es ist hoch explosiv", beschrieb Ole Solvang von Human Rights Watch die Lage in der Stadt. In der Region sind seit dem 10. Juni mindestens 191 Menschen bei Kämpfen zwischen den verfeindeten Volksgruppen ums Leben gekommen. Der kirgisischen Regierung zufolge könnte die Zahl der Toten jedoch um ein Vielfaches höher liegen. Russland und der Westen fürchten, dass durch anhaltende Unruhen die frühere Sowjetrepublik ein Hort für international operierende Extremisten werden könnte. Die Vereinten Nationen warnten vor einem Erstarken des Islamismus in der Region. Es gebe dort zahlreiche extremistische Organisationen und unter den derzeitigen Umständen würden sie einen fruchtbaren Boden für ihre Ziele finden, sagte der UN-Sondergesandte Miroslav Jenca. Der Konflikt könne ganz Zentralasien bis an die Grenzen zu Afghanistan radikalisieren. (Reu)
Neue Islamisten-Zelle in Bremen gegründet
Sonntag, 13. Juni. Der Bremer Verfassungsschutz warnt vor radikalen Moslems, die in einem vormaligen Bremer Kindergarten den “Kultur & Familien Verein” gegründet haben. Das geht dem Nachrichtenmagazin “Focus” zu-folge aus dem Verfassungs-schutzbericht 2009 hervor, der kommende Woche vorgestellt werden soll. Verfassungsschutzchef Hans-Joachim von Wachter warnte: “Hier ist eine neue gewaltbereite islamistische Zelle entstanden.” Die Gruppe, die in den Räumen eine Moschee betreibt, habe “Kontakte zur Terror-organisation Al-Qaida.” Gründer des Vereins ist der amtsbekannte Islamist René S. Die Polizei hatte seinen Reisepass beschlagnahmt, weil er im April 2007 versucht haben soll, in ein afghanisches Terror-Lager zu reisen. Laut Verfassungsschutzbericht ver-zeichnen die Bremer Extremisten einen “stetigen Anstieg der Besucherzahlen” von Anhängern aus “Deutschland und dem europäischen Ausland”. Die Radikalen um S. hängen demnach der ultraorthodoxen Takfir-Ideologie an und befürworten den gewaltsamen Dschihad. Nach der Takfir-Philosophie ist es die Pflicht eines jeden Moslems, “jeden Menschen zu bekämpfen”, der die radikalen Positionen nicht teilt. (na/dts)
Je gläubiger Moslems sind, desto gewalttätiger sind sie auch
Samstag, 05. Juni. Eine neue Studie hat eine besorgniserregende Entwicklung unter jungen Moslems festgestellt. Demnach wächst ihre Gewalttätigkeit mit zunehmender Bindung an den Islam. Zudem nehme mit der Religiosität auch die Akzeptanz von Machokulturen und die Nutzung gewalthaltiger Medien zu. Dies geht aus dem zweiten Bericht zu einem Forschungsprojekt des Bundesinnenministeriums und des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) hervor, das von dem Kriminologen Christian Pfeiffer geleitet wird. Das KFN befragte 2007/2008 bundesweit in 61 Städten und Landkreisen rund 45 000 Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse. Ein Schwerpunkt war die Frage, wie sich die Zugehörigkeit zu einer Religion und die persönliche Religiosität auf die Einstellungen und Verhaltensweisen von 14- bis 16-Jährigen und insbesondere auf die Integration junger Migranten auswirken. Das Ergebnis: Während junge Christen mit steigender Religiosität weniger Gewalttaten begehen, ist bei jungen, männlichen Moslems das Gegenteil der Fall. Junge Migranten ohne Konfession seien am besten in die deutsche Gesellschaft integriert. "Sie steuern beispielsweise zu 41,2 Prozent das Abitur an, haben zu 62,9 Prozent deutsche Freunde und fühlen sich zu 66,1 Prozent als Deutsche", erklären die Autoren der Studie. Bei jungen Moslems sei dies anders: Sie strebten zu 15,8 Prozent den Abiturabschluss an, hätten zu 28,2 Prozent deutsche Freunde und fühlten sich zu 21,6 Prozent als Deutsche. (dpa)
Islamisten attackieren Präsidentenpalast in Mogadischu
Sonntag, 23. Mai. Bei Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind in der Nacht zum Sonntag Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Zivilisten getötet worden. Mitglieder der islamistischen Shebab-Milizen griffen in der Nacht den Präsidentenpalast im Norden der Hauptstadt an, während Präsident Sharif Sheikh Ahmed sich zu einer Konferenz in der Türkei aufhielt. Regierungseinheiten und Soldaten der Afrikanischen Union schlugen die Attacke zurück, bei den Feuergefechten starben elf Zivilisten. Drei weitere Menschen wurden nach Krankenhausangaben durch Mörserangriffe im Süden der Hauptstadt getötet. Dabei wurden auch 25 Menschen verletzt. Somalia befindet sich seit 1991 im Bürgerkrieg, in dem rivalisierende Clans und die islamistischen Shebab-Milizen um die Macht kämpfen. Präsident Sheikh Ahmed reiste in die Türkei, um an einer Konferenz über die Piraterie vor der Küste des Landes am Horn von Afrika teilzunehmen. Wegen der zerfallenen Staatsgewalt beherrscht das Land seine Hoheitsgewässer nicht mehr und viele frühere Fischer verdingen sich als Piraten. (APA/AFP)
60 Peitschenhiebe für ein Bier
Montag, 17. Mai. Der Alkohol ist ins Visier der Sittenwächter der Islamischen Republik Afghanistan geraten. In den vergangenen Wochen gab es verstärkt Razzien gegen Restaurants und Klubs in der Hauptstadt Kabul, in denen ausländische Diplomaten und Wiederaufbauhelfer Wein, Bier und härtere Drinks genießen. Kellnerinnen wurden auf Polizeiwachen entwürdigenden "Untersuchungen" ausgesetzt. Offiziell sollte festgestellt werden, ob sie sich prostituierten. Tatsächlich verfolgen die Schikanen, bei denen sich die Frauen nach ihren Aussagen vor angeblichen Ärzten entkleiden mussten, offenkundig nur den Zweck, die Gastronomen einzuschüchtern. Bereits im November vergangenen Jahres wurden in der Stadt Kundus etwa 7000 ungeöffnete Flaschen mit alkoholischen Getränken geworfen und zerstört. Es droht in Übereinstimmung mit der Scharia jedermann Geldstrafe, Gefängnis oder 60 Peitschenhieben an, der Alkohol verkauft, kauft oder konsumiert. Die Kabuler Offensive gegen Promille mag mit Karsais Wunsch nach einer nationalen Aussöhnung zusammenhängen. Der Präsident, der selbst nicht trinkt, will den Anführern des radikal-islamischen Aufstands freies Geleit ins Exil anbieten und so Frieden schaffen. (WO)
Russin weigert sich Burka im Flugzeug abzulegen
Donnerstag, 06. Mai. Weil eine Russin ihre Burka zur Identifizierung durch das Kabinenpersonal nicht ablegen wollte, hat der Pilot einer indischen Maschine eine vorrangige Landung unternommen. Nachdem sich die Crew wegen eines russischen Paares an den Piloten gewandt hatte, bat er die Flugsicherung am Zielflughafen in Kolkata um ein sogenanntes „Priority Landing“. Mehrere Mitreisende hatten das Kabinenpersonal zuvor auf das angeblich verdächtige Verhalten der beiden Passagiere aufmerksam gemacht, darunter die mit einer Burka vollverschleierte Person. Laut „Times of India“ erweckte diese auf Grund ihrer kräftigen Statur den Eindruck, ein Mann könnte sich unter dem moslemischen Kleidungsstück versteckt haben. Um die Identität zu klären, forderte die Kabinencrew von der Person das Gesicht zu zeigen. Jedoch kam sie der Aufforderung nicht nach. Nach der Landung am Flughafen von Kolkata wurden beide Personen zur Identitätsprüfung vorübergehend festgenommen. Wie die indische Zeitung unter Berufung auf offizielle Stellen berichtet, sei der Träger der Burka eine Frau gewesen. (DMM)
Gaddafi ruft zum Dschiad gegen die Schweiz auf
Freitag, 26. Februar. Der Dschihad-Aufruf des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi gegen die Schweiz hat einen Sturm der Empörung ausgelöst. Derartige Erklärungen eines Staatschefs seien "im Rahmen der internationalen Beziehungen inakzeptabel", sagte UN-Generaldirektor Sergej Ordzhonikidse in Genf. Die Schweizerische Volks-partei (SVP) sprach von einer "durchschaubaren Provokation". Gaddafi hatte am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Bau-Verbot für Minarette in der Schweiz zum Heiligen Krieg gegen die Alpenrepublik aufgerufen. "Der ungläubigen und abtrünnigen Schweiz, die die Häuser Allahs zerstört, muss mit allen Mitteln der Dschihad erklärt werden", sagte Gaddafi anlässlich eines Mohammed-Gedenktages in der ostlibyschen Stadt Benghasi. Jeder Moslem, der mit der Schweiz Geschäfte mache, sei ein "Ungläubiger", der sich gegen den Islam stelle. (AFP)
Islamisten drohen Israel mit neuen Anschlägen
Donnerstag, 25. Februar. Eine Entscheidung der israelischen Regierung, zwei Orte im Westjordanland zu "nationalen Kulturdenkmälern" zu erklären, haben in der Region neue Unruhen ausgelöst. Dreh- und Angelpunkt ist vor allem die Stadt Hebron, die inzwischen von heftigen Straßenschlachten zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischen Grenzpolizisten erschüttert wird. Der Grund: Auf Druck religiöser Parteien ernannte Premier Benjamin Netanjahu auch zwei umstrittene Denkmäler im Westjordanland, die Makhpela Höhle in Hebron, die als Grab Abrahams gilt, und das Grab der Stammesmutter Rachel bei Bethlehem, zu "nationalen Kulturdenkmälern". "Die Israelis wollen wieder Tatsachen schaffen und uns zwingen, uns damit abzufinden", sagte Fatah-Funktionär Abdallah Frangi. "Abrahams Grab befindet sich auf palästinensischem Boden. Bevor Israel hier etwas unternimmt, muss es uns fragen." Denn auf der Grabhöhle Makhpela steht mittlerweile eine Moschee aus osmanischer Zeit. Extremisten beider Seiten fordern die exklusive Nutzung. "Schon in der Bibel steht, dass Abraham die Höhle für 400 Silberstücke gekauft hat. Niemand kann sie dem jüdischen Volk wegnehmen!", wetterte Israels Vizepremier Silvan Shalom. Hamaspremier Ismail Haniyeh hielt dagegen: "Dieses Projekt soll uns unsere Identität und Geschichte rauben, und unsere islamische Stätten verändern." (RP)
Fünf Moslems in Australien verurteilt
Montag, 15. Februar. Mit Haftstrafen von bis zu 28 Jahren hat ein australisches Gericht fünf moslemische Mitglieder einer Terrorzelle verurteilt. Ihren Anschlagsplanungen auf Ziele in Australien habe es an "Geschick" gefehlt, dennoch seien die Pläne bei der Festnahme der Männer im Jahr 2005 ausgereift gewesen, sagte Richter Anthony Whealy am Montag bei der Verkündung des Urteils in Sydney. Die aus dem Libanon, aus Bangladesch und Libyen stammenden Australier müssen nun zwischen 23 und 28 Jahre lang in Haft. Die Angeklagten im Alter zwischen 25 und 44 Jahren hatten laut Staatsanwaltschaft monatelang Waffen, Chemikalien und Anleitungen zum Bombenbau gesammelt. Bei Razzien in ihren Wohnungen wurde demnach außerdem Literatur über "wahlloses Töten, Massenmord und Märtyrertum" gefunden, darunter auch Schriften, die den Extremistenführer Osama bin Laden verherrlichen. Laut Staatsanwaltschaft wollten die Angeklagten Australien für seine Beteiligung an den Militäreinsätzen in Afghanistan und im Irak "bestrafen". Das zehn Monate lange Verfahren, bei dem rund 300 Zeugen gehört und mehr als 3.000 Beweisstücke vorgelegt wurden, war der bisher längste Anti-Terror-Prozess Australiens. Mindestens einer der Angeklagten kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. (APA/AFP)
Moslem löst Terroralarm in niederländischen Intercity aus
Dienstag, 09. Februar. Terroralarm in der niederländischen Stadt 's-Hertogenbosch. Ein mit einem weißen Gewand gekleideter Mann wird verdächtigt, in einem Intercity eine Bombe versteckt zu haben. Der Bahnhof wurde abgesperrt, nahe gelegene Gebäude wurden evakuiert. Die Polizei nahm den Verdächtigen fest. Er wird zurzeit verhört. Plötzlich stand der Mann auf, rief "Allahu akbar" (Gott ist groß) und drohte mit einer Bombe. Das alles geschah heute Morgen in einem stehenden Intercity auf dem Bahnhof der südniederländischen Stadt 's-Hertogenbosch. Mitreisende des Zuges, der auf dem Weg von Roosendahl nach Zwolle war, informierten heimlich die Polizei. Die ließ den Zug sofort evakuieren. Ein Augenzeuge schilderte im niederländischen Hörfunk den Auftritt des mutmaßlichen Bombenlegers im Zug. " Zunächst bat er um eine Zigarette", sagte der Zeuge. Dann sei der Mann wieder gegangen. Doch schon wenig später sei er zurückgekehrt und habe "Allahu akbar" gerufen und hinzugefügt: "Niemand glaubt mir, dass ich eine Bombe habe." Nach Aussage des Augenzeugen trug der Mann ein langes weißes Gewand und eine Kappe. (WO)
Ärztin verweigert türkischen Jungen wegen islamistischen Vornamen die Behandlung
Freitag, 05. Februar. Eine Kieferorthopädin hat einen 16 Jahre alten Jungen nicht behandelt, weil er mit Vornamen Cihad heißt. Die Fachärztin störte sich laut "Schwarzwälder Boten" vom Freitag daran, dass der Name unter anderem auch "Heiliger Krieg" bedeutet. Die Ärztin sagte der Zeitung zufolge, ihr sei der Name des Jungen beim Blick auf das Patientenblatt "wirklich übel aufgestoßen", sie habe aber sicher gehen wollen, ob er auch wirklich die Bedeutung "Heiliger Krieg" habe. Im Wartezimmer habe sie den türkischen Jungen unter vier Augen angesprochen, ihn gefragt, wie die Bedeutung seines Namens sei. Als der 16-Jährige antwortete, dass das Wort "Heiliger Krieg" bedeute, habe sie seine Behandlung abgelehnt, "das empfinde ich als Kriegserklärung gegen alle Nicht-Islamisten. Ich will nichts mit gewaltbereiten Menschen zu tun haben", wurde die die Frau zitiert. (RPO)
Al-Qaida bietet nigerianischen Moslems Unterstützung an
Montag, 01. Februar. Al-Qaida hat den nigerianischen Moslems nach deren gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Christen Unterstützung angeboten. Die Gruppe sei bereit, ihre Glaubensbrüder in dem ölreichen afrikanischen Land zum Kampf auszubilden und zu bewaffnen, erklärte der nordafrikanische Zweig der Extremistenorganisation am Montag auf einer häufig von Islamisten benutzten Internetseite. Die nigerianischen Moslems seien in ihrem Kampf nicht allein. Bei den Zusammenstößen zwischen Moslems und Christen in Nigeria waren im Januar mehr als 460 Menschen getötet worden. Zur Eindämmung der Gewalt hatte die Regierung die Armee eingesetzt. In Somalia gaben unterdessen die islamistische Al-Shabaab-Miliz und eine kleinere Rebellenbewegung ihren Zusammenschluss bekannt. Beide Gruppen betonten zugleich ihre Loyalität zur Al-Qaida und erklärten, sie hätten sich dem Kampf der Gruppe gegen Christen und Kolonialisten angeschlossen. (Reu)
Bundesweite Razzien in Moscheen
Mittwoch, 20. Januar. Bei der Durchsuchung islamischer Gotteshäuser hat die Polizei am Mittwoch Datenträger, Computer und verbotene Bücher sichergestellt. Die Moscheen-Razzien fanden bundesweit statt. In den Schriften werde zur Gewalt gegen Frauen aufgerufen, teilte die Polizei mit. Es handle sich um die deutsche Übersetzung eines in Saudi-Arabien erschienenen Werkes mit dem Titel „Frauen im Schutz des Islam“. Beschreibungen des Kapitels „Schlagen der Frau“ werden von der Bundesprüfstelle als Diskriminierung sowie als Anreiz zur Gewalt-tätigkeit eingestuft, sagte ein Polizeisprecher in Stuttgart. Von der Razzia betroffen waren 30 Orte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Die Bücher waren in Stuttgart erstmals bei dem Vortrag des islamischen Predigers Pierre Vogel (31, „Abu Hamza“) im Juni 2009 aufgetaucht. Der ehemalige Profiboxer Vogel ist zum Islam konvertiert und predigt vor allem vor jüngeren Leuten, die er ebenfalls zum Übertritt auffordert. Er tritt unter anderem für das islamische Recht, die Scharia, ein. Das in Riad (Saudi-Arabien) herausgegebene Buch war von der Bundes-prüfstelle für jugendgefährdende Medien am 30. Januar 2009 indiziert worden. In einem Kapitel wird genau beschrieben, wie man eine „ungehorsame Frau“, auf Berufung der dazugehörigen Koran Sure, behandeln soll: Schlagen, ohne Spuren zu hinterlassen. (bild)
England verbietet Islamistische Gruppe
Dienstag, 12. Januar. Wie der britische Innenminister Alan Johnson bekannt gab, wurde die Organisation Islam4UK als islamistische Vereinigung in Großbritannien verboten. Die Gruppierung sei bereits unter zwei anderen Namen verboten worden, es handle sich hierbei um eine „notwendige Maßnahme zur Bekämpfung des Terror-ismus“. Weiterhin teilte Johnson am Dienstag mit, gilt das Verbot der Organisation Islam4UK (Islam für das Vereinigte Königreich) ab Donnerstag. Demnach kann die Mitgliedschaft in der Gruppe, die auch unter anderen Namen wie Al Muhajiroun firmiert, mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Der Chef der Gruppe, Anjem Choudary, verurteilte die Verbotsanordnung und bestritt, dass Mitglieder seiner Organisation etwas mit Gewalt zu tun hätten. Dafür, dass sie auf die von der britischen Regierung im Irak und in Afghanistan verantwortete Gewalt hinweise, werde Islam4UK nun verboten. (gxs/AFP)
Islamisten drohen mit Geiselmord
Montag, 11. Januar. Zuspitzung des neuen Entführungsdramas in der Sahara: Der nordafrikanische Terrorflügel „Al Qaida im islamischen Maghreb“ (AQMI) droht mit der Hinrichtung einer französischen Geisel, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Zusammen mit dem Franzosen befinden sich drei Spanier und zwei Italiener in der Hand der Geiselnehmer, die sich vermutlich im Norden Malis verstecken. Ende Mai 2009 hatten die Terroristen einen britischen Wüstentouristen exekutiert, nachdem London Verhandlungen abgelehnt hatte. In dem Drohschreiben verlangt die Terror-gruppe die Freilassung von vier Ge-sinnungsgenossen, die in Mali im Gefängnis sitzen. „Wir stellen Frankreich und Mali ein Ultimatum von 20 Tagen.“ Wenn die Frist verstreiche, seien die beiden Regierungen „allein verantwortlich“ für das Schicksal der französischen Geisel. Die anderen fünf europäischen Entführten werden in dem auf einschlägigen Internetseiten veröffent-lichten Terror-Ultimatum nicht erwähnt. Es wird vermutet, dass sich die Geiselnehmer im unwegsamen Norden Malis verbergen, wo die malische Regierung keine Kontrolle hat. Das weite Grenzgebiet zwischen Mali, Algerien und Niger gilt als Rückzugsgebiet Al Qaidas. Die westlichen Regierungen warnen wegen des Entführungsrisikos und Terrorgefahren seit langem vor Reisen in abgelegene Wüstenregionen im Norden Afrikas. (AFP)
Geplanter Islamisten Aufmarsch in England
Samstag, 02. Januar. Ein geplanter Aufmarsch von Islamisten an einem symbolträchtigen Ort in England sorgt für Aufregung. In dem Ort Wootton Bassett vergeht kaum eine Woche ohne Gedenkzeremonie für gefallene britische Afghanistan-Soldaten, weil die Särge mit den Leichen bei der Überführung in die Heimat stets über den nahe gelegenen Luft-waffenstützpunkt Lyneham eingeflogen werden. Der Marsch der Islamisten sei "nicht als Gedenken an die gnadenlose britische Besatzungsmacht" gedacht, sondern gelte den Moslems, die "im Namen von Demokratie und Freiheit umgebracht wurden", heißt es auf der Webseite der Gruppe "Islam for UK". Die Demonstration soll in den kommenden Wochen stattfinden. Der Vorsitzende der Gruppe, Anjem Choudary, erwartet nach eigenen Angaben einen friedlichen Protest mit 500 Teilnehmern, bei dem auch symbolisch Särge durch die Straßen getragen würden. Die Demonstration werde nicht mit der Überführung britischer Soldaten zusammenfallen. Stadtrat Chris Wannell rief die Organisatoren dazu auf, ihre Aktion abzublasen. "Was wir in Wootton Bassett machen, hat keinen politischen Hintergrund, wir wollen nur diejenigen ehren, die ihr Leben für unsere Freiheit geopfert haben." Im Hinblick auf Choudary ergänzte er: "Wenn der Mann Anstand hat, wird er diesen Marsch nicht durch Wootton Bassett abhalten." Die konservative Opposition hatte bereits im vergangenen Jahr ein Verbot der Gruppe wegen extremistischer Ansichten gefordert. (APA)
Keine Einbürgerung für Burka-Trägerinnen
Donnerstag, 17. Dezember. Der französische Einwanderungsminister Eric Besson will «konkrete Massnahmen» gegen das Tragen islamischer Ganzkörperschleier ergreifen.Er setze sich dafür ein, dass Trägerinnen solcher Gewänder die Staatsbürgerschaft oder die langfristige Aufenthaltserlaubnis verweigert werden könne, sagte Besson vor einem Parlamentsausschuss, der sich mit einem möglichen Verbot der Ganzkörperschleier befasst. Ein entsprechendes Verbot erscheine ihm unausweichlich, sagte er. Das Tragen des kompletten Schleiers müsse systematisch als Beweis unzureichender Integration in die französische Gesellschaft angesehen werden und stelle somit ein Hindernis für die Erlangung der Staatsbürgerschaft dar. Besson sagte, er sei bereit, eine entsprechende Vorlage ins Parlament einzubringen. In Frankreich wurde die Islamdebatte nach dem Schweizer Minarett-Verbot wieder neu entfacht. (reu)
Gotteskrieger aus Neukölln
Donnerstag, 10. Dezember. Die Äußerungen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Heinz Buschkowsky (SPD) zur Ausbildung von Gotteskriegern in Neuköllner Moscheen haben für Aufsehen gesorgt. Der CDU-Innenpolitiker Peter Trapp rief Innensenator Ehrhart Körting zu hoher Wachsamkeit auf. Buschkowsky hatte in einer TV-Sendung vor islamistischen Tendenzen in einzelnen Mo-scheen seines Bezirks gewarnt. "Wir haben auch Moscheen in Neukölln, die mir Sorgen machen", sagte Buschkowsky. Man habe Informationen, dass dort "Kinder einer Gehirnwäsche unterzogen werden". Zudem bestünden "Zweifel", ob in manchen Mosch-een "Glaube gepredigt wird oder Gottes-krieger ausgebildet werden", so Busch-kowsky. Ein langjähriger Verfassungs-schützer, der inzwischen als Sicherheitsberater bei einem Konzern arbeitet, warnte gegenüber dieser Zeitung davor, nur auf Moscheen zu schauen. "In einigen Berliner Bezirken, darunter auch Neukölln, gibt es in ir-gendwelchen abgeschotteten Hinterhof-wohnungen zahlreiche Vereine und Verbände, die sich nach außen hin harmlos geben, intern allerdings für einen überaus radikalen antiwestlichen Islam eintreten", so der Experte. "Hinterhofprediger", nennt er trei-bende Kräfte dieser fragwürdigen Insti-tutionen. Die hätten schon vor Jahren erkannt, dass junge männliche Moslems ohne Arbeit und Schulabschluss eine überaus lukrative Zielgruppe sein könnten. "Und diesen Leuten, die sich selbst als Verlierer der westlichen Gesellschaft fühlen, wird ein Weltbild ein-geimpft, das unter anderem auch Hass gegen alle Nichtmoslems beinhaltet", erklärte der Ex-Verfassungsschützer. (WO)
Islamisten bekennen sich zu Anschlag auf Zug in Russland
Mittwoch, 02. Dezember. Nach dem Anschlag auf einen Zug in Russland hat sich eine islamistische Rebellengruppe aus dem Nordkaukasus zu der Tat bekannt. Der Anschlag sei Teil einer "Serie von Sabotageakten gegen strategische Ziele in Russland", hieß es auf einer Internetseite, die dem tschetschenischen Rebellenführer Doku Umarow nahesteht. Die russische Polizei bestätigte das Bekennerschreiben zunächst nicht. Die "Sabo-tage-Gruppe" sei für die Explosion des Newski Express verantwortlich, "der von ranghohen russischen Funktionären genutzt wird", hieß es in dem Bekennerschreiben auf der Rebellen-Website Kavkazcenter.com weiter. Der Anschlag sei auf "Befehl des Emirs des Kaukasus", Umarow, verübt worden. Umarow will im russischen Nord-kaukasus einen islamischen Staat errichten und rief dort das "Kaukasus-Emirat" aus. Sich selbst ernannte er zum Emir und zum Chef aller im Nordkaukasus operierenden Rebellengruppen. In dem Schreiben kündigte die Gruppe zudem an, diese Art der Anschläge fortzusetzen. Bei dem Anschlag auf einen Schnellzug im Nordwesten Russlands waren am Freitag mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Der Newski Express war auf dem Weg von Moskau nach St. Petersburg, als er durch eine Explosion entgleiste. Am Tag danach war auf derselben Strecke ein weiteres Attentat verübt worden, das sich offenbar gezielt gegen die Ermittler richtete. Diese fahndeten nach mindestens zwei Verdächtigen. (AFP)
21 Tote bei schweren Kämpfen auf den Phillippinen
Montag, 23. November. Im moslemischen Süden der Philippinen sind bei schweren Kämpfen 21 Menschen getötet worden. Eine bewaffnete Gruppe mit Verbindungen zu einem einfluss-reichen Lokalpolitiker hatte 40 Menschen als Geiseln genommen, darunter politische Rivalen und Journalisten. 21 Leichen seien bisher ge-funden worden, berichtet Generalmajor Alfredo Cayton. Einheiten der Armee hätten die Ver-folgung der Entführer aufgenommen. Hinter der Tat steht offenbar ein Konflikt zwischen zwei Lokalpolitikern in der mehrheitlich von Moslems bewohnten Provinz Maguindanao. Die Angreifer sollen nach Armeeangaben Anhänger des amtierenden Gouverneurs Andal Ampatuan sein, der einen Rivalen daran hindern wollte, seine Kandidatur für die Regionalwahlen im Mai 2010 einzureichen. Der Süden der Philippinen ist immer wieder Schauplatz von Gefechten zwischen der Armee und Aufständischen. In der Gegend sind mehrere Rebellengruppen aktiv. Unter anderem kämpfen islamistische Aufständische für einen unabhängigen moslemischen Staat im Süden der mehrheitlich katholischen Philippinen. (dpa/AFP)
Orthodoxer Priester in Kirche ermordet
Samstag, 21. November. Der russisch-orthodoxe Geistliche Daniil Sysojew ist in Moskau von einem Unbekannten erschossen worden. Der Mörder trug eine Atemschutzmaske, als er die Apostel-Thomas-Kirche im Süden der russischen Hauptstadt betrat. Er erschoss den Priester mit einer schallgedämpften Pistole, meldete die Agentur RIA Novosti. Auch der Küster der Kirche wurde schwer verletzt. Der Täter floh mit der Mordwaffe - ein Indiz dafür, dass es sich nicht um einen Profikiller handelt. Nach Angaben der Moskauer Kriminalpolizei stehen wahrscheinlich religiöse Motive hinter dem Verbrechen. "Vater Daniil war ein kreativer und aktiver Missionar", sagte Wladimir Wigiljanskij, der Pressesprecher des Moskauer Patriarchats, dem Nachrichten-portal newsru.com. Sysojew galt in Moskau als einer der kämpferischsten Prediger des orthodoxen Glaubens. Er organisierte Kurse für Straßenmissionare, agitierte selbst gegen Sekten und neuheidnische Gruppen, polemisierte gegen Anhänger des Darwinismus und führte seit Jahren einen heftigen Disput mit Vertretern des Islams. Unter anderem verfasste er das Buch "Ehe mit einem Moslem", in dem er jede Heirat zwischen Christen und Andersgläubigen als nicht von Gott gewollt verurteilte. Seit mehreren Jahren erhielt der Priester Morddrohungen. "Sie werden lachen, aber heute haben die Mohammedaner wieder angekündigt, mich umzubringen", schrieb Sysojew erst vor kurzem in seinem Internetblog. "Diesmal per Telefon. Schon das 14. Mal. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt." (RIA Novosti)
Soldaten von Taliban geköpft
Mittwoch, 11. November. Bei einem Angriff der Taliban im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan werden mindestens zehn Soldaten getötet, zehn weitere von Aufständischen verschleppt. Sie waren in einen Hinterhalt geraten. Neben den Soldaten wurden nach offiziellen Angaben außerdem mindestens 20 Extremisten in den halbautonomen Stammes-gebieten an der Grenze zu Afghanistan getötet. Ein Sprecher des paramilitärischen Frontier-Corps sagte, bei einem Anschlag auf ein Fahrzeug der Truppen seien acht Soldaten getötet und zwei weitere verletzt worden. Kurz zuvor gerieten Truppen in einen Hinterhalt. Dabei seien zwei Soldaten getötet worden, zwei seien verwundet worden, teilten die Behörden mit. Zehn Soldaten würden seit dem Angriff vermisst. Ein Geheimdienst-mitarbeiter, der ungenannt bleiben wollte, sagte, die Aufständischen hätten zwölf Soldaten in ihre Gewalt gebracht. Zwei davon seien geköpft worden, die anderen zehn seien verschleppt worden. (dpa)
Islamisten töten zwei Lehrerinnen
Mittwoch, 04. November. Im Nordwesten Pakistans haben islamistische Rebellen zwei Lehrerinnen getötet. Die Angreifer hätten am Mittwoch im Bezirk Bajaur in den Stammes-gebieten an der Grenze zu Afghanistan mit Automatikwaffen auf einen Wagen geschossen, in dem mehrere Lehrer einer Schule der Stadt Khar unterwegs gewesen seien, teilten die Behörden mit. Bei dem Angriff seien auch zwei männliche Kollegen verletzt worden. Weil sie gegen Schulbildung für Mädchen sind, haben islamistische Aufständische in den vergangenen Jahren in der Region hunderte Schulen attackiert und zerstört. (AFP)
US-Polizei nimmt Islamisten fest
Donnerstag, 29. Oktober. In einer Lagerhalle im US-Staat Michigan geriet der 53-jährige Luqman Ameen Abdullah in den tödlichen Polizeihagel der FBI-Agenten. Zuvor hatte er selbst auf die Bundespolizisten geschossen. Die Polizei wollten ihn und zehn weitere Mitglieder seiner afroamerikanischen Mo-slem-Gruppe wegen diverser Vergehen festnehmen. Andere Mitglieder hatten sich widerstandslos ergeben. Die Gruppe, die sich selbst Ummah (Gemeinschaft) nenne und die einen Gottesstaat nach islamischem Recht auf US-Gebiet errichten wolle, sei den Behörden bereits seit Jahren als gewaltbereit und gefährlich bekannt. Ihren Mitgliedern würden unter anderem illegaler Besitz und Handel mit Waffen sowie Hehlerei, jedoch keine terroristischen Vergehen vorgeworfen. Bei dem Feuergefecht wurden nach FBI-Angaben auch ein Polizeihund getötet. (SDA/bih)
Somalische Islamisten drohen mit Gewalt
Samstag, 24. Oktober. Die radikalislamische Shebab-Miliz in Somalia hat nach heftigen Kämpfen in der Hauptstadt Mogadischu damit gedroht, die Hauptstädte von Uganda und Burundi anzugreifen. Die Kinder der bei den Gefechten zwischen islamistischen Rebellen und Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AMISOM) getöteten Mütter müssten den Krieg nach Bujumbura und Kampala tragen, sagte der Chef der Shebab-Milizen in Mogadischu, Scheich Ali Mohamed Hussein, vor Journalisten. Bei den Kämpfen in Mogadischu waren am Donnerstag mindestens 21 Menschen getötet worden. Augenzeugenberichten zufolge hatten Rebellen zuvor das Flugzeug des somalischen Präsident Scharif Scheich Ahmed mit Mörsergranaten angegriffen. Die Shebab-Miliz, die Verbindungen zum Terrornetzwerk al Qaida haben soll, kontrolliert mittlerweile große Teile des Südens und des Zentrums Somalias. In dem Land herrscht seit 1991 Bürgerkrieg. Uganda und Burundi haben im Rahmen der AMISOM-Mission rund 5000 Soldaten in Somalia stationiert. (AFP)
Fünf Moslems in Australien als Terroristen schuldig
Donnerstag, 15. Oktober. Fünf Moslems sind in Australien wegen der Planung von Terroranschlägen schuldig gesprochen worden. Sie sollen Bomben-anschläge in Australien geplant haben. Ihnen droht lebenslange Haft. Vor dem Gerichtsgebäude in einem Vorort von Sydney randalierten Sympathisanten der Männer, als das Urteil verkündet wurde. Die fünf Moslems zwischen 25 und 44 Jahren hatten Chemikalien gebunkert und detaillierte Anleitungen, wie man daraus Bomben bastelt, die möglichst viele Menschen in den Tod reißen. (AFP)
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