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Anschläge
24 Tote bei Anschlägen während Wahlen im Irak
Sonntag, 06. März. Bei der Parlamentswahl im Irak sind am Sonntag mindestens 24 Menschen bei Anschlägen getötet worden. In der Nähe von Wahllokalen detonierten zahlreiche Granaten, Raketen und Sprengsätze. Extremistengruppen wie Al-Qaida hatten vor der Abstimmung mit Gewalt gedroht. Fast 19 Millionen Bürger des nach Volksgruppen und religiöser Überzeugung tief gespaltenen Landes waren aufgerufen, 325 Abgeordnete unter rund 6200 Kandidaten auszuwählen. Damit entscheiden sie auch über die künftige Regierung, die nach dem bis Ende 2011 geplanten Abzug der US-Truppen für Stabilität im Land sorgen soll. Der schiitische Ministerpräsident Nuri Al-Maliki forderte alle Parteien auf, das Wahlergebnis zu akzeptieren. Wer heute gewinne, könne schon morgen verlieren und umgekehrt, sagte Maliki bei seiner eigenen Stimmabgabe in der schwer bewachten "Grünen Zone" von Bagdad. Einer von Malikis Gegnern, der ehemalige Ministerpräsident Ijad Allawi, beklagte schon in den ersten Stunden Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung. (Reu)
Weitere Anschläge im Irak
Samstag, 06. März. Einen Tag vor der Parlamentswahl sind im Irak bei einem Anschlag vier iranische schiitische Pilger getötet worden. Die Autobombe explodierte auf einem Parkplatz in der Nähe der Imam-Ali-Moschee von Najaf, einem Heiligtum der Schiiten, die in beiden Ländern die Mehrheit stellen. Weitere sieben Personen seien verletzt worden, darunter drei irakische Polizisten, sagte ein Vertreter der Provinzregierung am Samstag. Nach Angaben von Ärzten wurden bei dem Anschlag in Najaf mindestens 54 Personen verletzt, darunter 33 iranische Pilger. Die Autobombe wurde in rund 500 Meter Entfernung von der Grabmoschee des Schwiegersohnes des Propheten Mohammed gezündet. Am Tag vor der Wahl ist unterdessen einer der Kandidaten unter Terrorverdacht festgenommen worden. Nach Angaben der Wahlkommission handelt es sich um Amer al-Janabi aus der Provinz Babylon, der für die sunnitische Konsensfront antreten wollte. (red/APA/Reuters/apn)
Zwölf Tote bei Anschlägen auf Wahllokale im Irak
Donnerstag, 04. März. Trotz erhöhter Sicherheits-vorkehrungen vor der Parlamentswahl im Irak sind bei drei Anschlägen in Bagdad mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich vor Wahllokalen in die Luft, in denen Soldaten bereits am Donnerstag ihre Stimmen abgeben konnten. Unter den Toten waren sieben Soldaten, wie aus dem Innenministerium verlautete. Knapp 50 Menschen wurden bei den drei Anschlägen verletzt. Der erste Selbstmordattentäter griff ein Wahllokal im westlichen Stadtteil Mansur an und riss drei Soldaten mit in den Tod. Der zweite Attentäter sprengte sich in einer Warteschlange vor einem Wahllokal im Stadtzentrum in die Luft und tötete vier Soldaten. Bei beiden Attentaten wurden 25 Menschen verletzt. Der dritte Anschlag ereignete sich in der Nähe eines leeren Wahllokals im nordwestlichen Stadtteil Hurrija, wie aus dem Innenministerium verlautete. Fünf Menschen seien getötet und 22 verletzt worden. Während im Innenministerium von einer am Straßen-rand versteckten Bombe die Rede war, ging die Polizei von einer Rakete als Ursache für die Explosion aus. (Reu)
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Islam
Israelis stürmen Al-Aksa Moschee
Freitag, 05. März. Israelische Besatzungssoldaten haben heute die Al-Aksa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem gestürmt. Nach palästinensischen Angaben mussten 60 Personen infolge medizinisch behandelt werden. Die seit etwa zwei Wochen anhaltenden Krawalle in der Altstadt von Jerusalem sowie in Hebron im südlichen Westjordanland begannen, nachdem Israel zwei im besetzen Westjordanland gelegene Kulturstätten zum Nationalerbe erklärt hatte. In Hebron liegt die sowohl für die Moslems, für die Christen wie für die Juden heilige Stätte. Die Moslems beten hier zum Propheten Ibrahim; durch eine Holztüre getrennt, beten auf der anderen Seite die Menschen jüdischen Glaubens zu ihrem Stammvater Abraham. Nun wird wieder gekämpft um das Patriarchengrab, wie es bei den Juden heißt, und um die Ibrahim-Moschee, wie sie die Moslems nennen. Auslöser war die Entscheidung der israelischen Regierung, dieses Grab mitten im besetzten Westjordan zum israelischen Nationalerbe zu erklären. Die UN und selbst die US-Regierung halten dies für eine Provokation. (DS)
Tote bei Protesten gegen islamkritischen Artikel in Indien
Dienstag, 02. März. Bei Protesten gegen einen vermeintlich islamfeindlichen Zeitungsartikel sind in Indien der Polizei zufolge zwei Menschen getötet worden. Nachdem sich die Proteste am Montag in der Stadt Shimoga im südlichen Bundesstaat entzündet hatten, wurde am Dienstag eine Ausgangssperre verhängt. Die Unruhen entzündeten sich an einem Artikel, den eine örtliche Zeitung der preisgekrönten Religionskritikerin Taslima Nasrin zuschrieb. Darin sei moslemische Verschleierung von Frauen als Einschränkung ihrer Freiheit dargestellt worden. In Shimoga hatten Hunderte Moslems Geschäfte gestürmt und Fahrzeuge angegriffen. An einigen Orten hätten Hindus zurückgeschlagen, teilte die Polizei mit. Sie gab an, einen Demonstranten erschossen zu haben. Shimoga liegt rund 250 Kilometer entfernt von der indischen Wirtschaftsmetropole Bangalore. (Reu)
Überfälle
Südländer streckt 19-Jährige mit Faustschlag ins Gesicht nieder
Montag, 01. März. In der Regionalbahn 24500 nach Bremen-Walle sind zwei Schwestern in der Nacht zu Sonnabend Opfer eines Überfalls geworden. Drei bisher unbekannte junge Männer sollen die 19 und 20 Jahre alte Frauen angegriffen haben. Die Ermittler vermuten, dass es sich bei den Tätern um etwa 17 bis 18 Jahre alte Südländer aus dem Raum Achim handelt. Laut Bundespolizei sollen die Jugendlichen die Frauen zunächst gegen 4 Uhr in der Bahn sexuell belästigt haben. Als die 19-Jährige sich dagegen wehrte, streckte einer der Täter sie mit einem Faustschlag ins Gesicht nieder. Sie wurde bewusstlos, so der Polizeisprecher. Die Südländer stahlen die Jacken der Frauen samt Handys und Personalausweisen. Sie flohen, bevor der Zug sich am Hauptbahnhof gen Walle in Bewegung setzte. In Walle wurden die Schwestern von der Besatzung eines Rettungswagens versorgt. Die 19-Jährige erlitt Gesichtsverletzungen, ihre Schwester einen Schock. (PO)
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Islamisten
Burka Verbot verstößt gegen die Menschenwürde
Sonntag, 07. März. Der Europaparat hat vor einem Verbot von Ganzkörperschleiern gewarnt. Eine solche Maßnahme würde die betroffenen moslemischen Frauen nicht befreien, sondern ihre Lage noch zusätzlich erschweren. Dies erklärte der Menschenrechtsbeauftragte der paneuropäischen Or-ganisation, Thomas Hammarberg, anlässlich des Inter-nationalen Frauentags. In einigen Europaratsländern, darunter Frankreich, ist eine Debatte über das Verbot des Ganzkörperschleiers Burka, bei dem selbst die Augen durch ein netzartiges Sichtfenster versteckt werden, und des Gesichtsschleiers Nikab, der nur einen Spalt für die Augen freilässt, entbrannt. Ein solches Verbot wäre ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, heißt es in der Erklärung weiter. Diese garantiere die Grundrechte auf Schutz des Privatlebens und auf Religionsfreiheit. Ein-schränkungen dieser Rechte lasse die Konvention nur zu, wenn dies zur Wahrung der Demokratie, der Sicherheit, der öffentlichen Ordnung und der guten Sitten erforderlich sei, betonte Hammarberg. Dies treffe aber für das Tragen von Burka und Nikab nicht zu - zumal die Anzahl der verschleierten Frauen in Europa sehr gering sei. (sda)
Englischunterricht von Islamisten verboten
Sonntag, 06. März. Die in Somalia ansässige Al-Shabaab-Miliz hat in den Schulen das Fach Englisch und auch Naturwissenschaften verboten. Die Miliz ist dort zahlreich vertreten. Sie umwarben Schüler, sich ihnen anzuschließen. Besonders betroffen ist die Stadt Afmadow. Die radikal-islamische Truppe fordert, dass Arabisch statt Englisch unterrichtet werden soll. Zuvor wurden schon viele öffentliche Veranstaltungen und sogar Handyklingeltöne, die in ihren Augen "unislamisch" sind, verboten. (shortnews)
Moselmisches Model wegen Bierkonsum zu Prügelstrafe verurteilt
Dienstag, 02. März. Ein moslemisches Model aus Malaysia, dessen Verurteilung zu Stockschlägen wegen Alkohol-konsums weltweit für Empörung gesorgt hatte, soll ihren Fall nun bei einer königlichen Audienz vorbringen. Das gab ihre Familie bekannt. Ein islamisches Gericht hatte Kartika zu sechs Schlägen mit einem Rohrstock und einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in einer Hotelbar in Pahang Bier getrunken hatte. Die Mutter von zwei Kindern hatte sich bei ihrem Prozess schuldig bekannt und eine öffentliche Vollstreckung der Strafe gefordert. Sie war die erste Frau, die in Malaysia nach islamischem Recht zu Stockschlägen verurteilt worden war. Das asiatische Land hat ein zweigliedriges Rechtssystem, bei dem Moslems auch nach dem islamischem Recht - der Scharia - bestraft werden können. Dieses verbietet den Konsum von Alkohol, der mit Geldstrafen, Stockschlägen oder bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann. Anfang Februar wurden drei Frauen mit Stockschlägen bestraft, weil sie uneheliche Kinder zu Welt gebracht hatten. (RPO)
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