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Islam
Moslemische Geistliche fordern Verbot von Manchester-Trikots
Donnerstag, 22. Juli. In Malaysia sind Fans des englischen Fußballklubs Manchester United empört über die Forderung moslimischer Geistlicher, das Trikot des Vereins in dem südostasiatischen Land zu verbieten. Religiöse Führer hatten gefordert, das Trikot in dem Land mit mehrheitlich moslemischer Bevölkerung zu verbieten, da im Wappen ein Teufel enthalten ist. Dies sei unislamisch - denn der Teufel solle gemieden, nicht gefeiert werden. Wer das feuerrote Trikot getragen habe, solle dies "unverzüglich bereuen". Im Emblem des Vereins ist ein Teufel mit einem Dreizack zu sehen - das Team ist auch als "Red Devils" (Rote Teufel) bekannt.Die Trikots von Manchester United sind übrigens nicht die einzigen Hemden, die von den Geistlichen abgelehnt werden. Ebenfalls kritisch sehen sie das Trikot des spanischen Spitzenklubs FC Barcelona sowie der Nationalmannschaften von Brasilien, Portugal und Serbien, weil auf den Shirts das christliche Kreuz zu sehen ist. Ein Moslem solle nicht die Symbole anderer Religionen oder des Teufels verehren, begründete der islamische Führer Nooh Gadot die Haltung der Religiösen. (AFP)
Moslemische Facebook-Kopie
Mittwoch, 21. Juli. Respekt vor der Religion, entschlossen der Blasphemie entgegentreten, dass fordern einige moslemische Facebook-Nutzer. Flutartig werden im Sozialen Netzwerk Facebook Protestgruppen und Kommentare verbreitet – mit dem Ziel eine große Boykottbewegung anzustiften. 2,5 Millionen Moslems sollen geschlossen am Mittwoch das Netzwerk verlassen und in die moslemische Alternative Madina wechseln . Grund für den Boykottaufruf ist die Sperrung von vier überaus populären Gruppen auf Facebook am 8 Juli, die zusammen auf 2,5 Millionen Mitglieder und Fans kamen. In den Gruppen wurden Prophet Mohammed, Koran und Ramadan thematisiert. Nach dem Aus schrieben sie einen offenen Brief an den Facebook-Gründer Zuckerberg, in dem sie Facebook vorwerfen, „großen Hass und Feindschaft zwischen Facebook und der moslemischen Welt“ verursacht zu haben. Weiter heißt es, man fordere die sofortige Wiederherstellung der gesperrten Seiten und eine Änderung der Nutzungsbedingungen von Facebook, damit jegliches respektlose Verhalten gegenüber der moslemischen Religion verboten wird. Geschieht das nicht bis zum 21. Juli, wird man geschlossen Facebook boykottieren. Zur selben Zeit wurde die in Kannada beheimatete Plattform Madina gegründet, benannt nach der zweitheiligsten Stadt der Moslems in Saudi-Arabien. Die Seite präsentiert sich als optischer Abklatsch von Facebook. Einziger Unterschied auf der Startseite: Weibliche Nutzer tragen Kopftuch. In welche Richtung die Alternative gehen soll, wird bei einem Blick in die AGB´s offensichtlich, die erst am 19. Juli geändert und stark gekürzt wurden: Frauen sollten kein Profilfoto von sich hochladen, Geschlechtertrennung wird garantiert und respektlose Kritik am Islam ist verboten. (taz)
Indonesische Moslems beten in falsche Richtung
Montag, 19. Juli. In einem Edikt, das der indonesische Rat der Religionsgelehrten (MUI) im März herausgab, behauptete er fälschlicherweise, Mekka befinde sich westlich von Indonesien. Mit folgenschweren Auswirkungen: Statt gen Mekka haben die indonesischen Moslems monatelang gen Afrika gebetet. Mekka liegt nämlich nordwestlich von Indonesien. Mittlerweile wies die höchste religiöse Autorität des bevölkerungsreichsten moslemischen Landes der Welt die Gläubigen an, ihre Gebete etwas weiter nach Norden zu richten. "Nach einer sorgfältigen Untersuchung durch einige Kosmologen und Astronomen kamen wir zu dem Schluss, dass sie Richtung Südsomalia und Kenia gebetet haben", sagte Ma'ruf Amin, ein prominentes Mitglied des Religionsgelehrtenrats. Die Gläubigen müssten sich aber keine Sorgen machen, dass ihre Gebete wegen des Kalkulationsfehlers nicht erhört worden seien. "Gott versteht, dass Menschen Fehler machen. Allah hört ihre Gebete immer", sagte Amin. (fro/apn)
Britischer Premier Cameron gegen Burka-Verbot
Montag, 19. Juli. Der britische Regierungschef David Cameron ist nach Angaben seines Sprechers gegen ein Verbot der Vollverschleierung moslemischer Frauen in seinem Land. "Ich denke, dass die Position des Premiers diejenige ist, dass dies eine persönliche Entscheidung sein muss und wir zu diesem Thema keine Gesetze erlassen müssen", sagte der Sprecher Camerons in London. Am Samstag hatte der konservative Parlamentarier Philip Hollobone im britischen Unterhaus einen Gesetzesentwurf für ein Verschleierungsverbot eingebracht um damit nach eigenen Angaben die Diskussion über die Verschleierung voranzutreiben. Die meisten britischen Abgeordneten und die Regierungskoalition aus Konservativen und Liberal-demokraten lehnen ein Verbot der Vollverschleierung ab. Auch Einwanderungsminister Damian Green hatte ein Burka-Verbot am Sonntag als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet. (AFP)
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Anschläge
Parlamentskandidat bei Anschlag in Afghanistan getötet
Samstag, 24. Juli. Bei einem Anschlag auf eine Moschee ist im Osten Afghanistans ein Kandidat für die Parlamentswahl im September getötet worden. 20 weitere Menschen wurden nach Angaben der Polizei bei dem Attentat am Freitag in Chost verletzt. Da die Ermittlungen andauerten, könne noch nicht gesagt werden, werde für die Tat verantwortlich sei, erklärte der Polizeichef der Provinz am Samstag weiter. Die Taliban, die im vergangenen Jahr vor der Präsidentenwahl Anschläge auf über 130 Wahllokale und andere Ziele verübt hatten, erklärten, der Bombenanschlag auf die Moschee könnte von Rivalen des Getöteten ausgeführt worden sein. Im Süden des Landes kamen nach Angaben der Nato bei der Explosion einer Sprengfalle vier Soldaten der Internationalen Schutztruppe (Isaf) ums Leben. Wo genau sich der Anschlag ereignete und aus welchen Ländern die Getöteten stammen, teilte die Nato nicht mit. (AFP)
Mindestens 30 Tote bei Anschlag im Irak
Donnerstag, 22.Juli. Bei einem Autobomben-Anschlag nördlich von Bagdad sind mindestens 30 Menschen getötet worden. 46 weitere wurden nach Angaben von Sicherheitskräften verletzt, als nahe einer schiitischen Moschee in Baakuba in der Provinz Diyala ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug explodierte. Die Polizei riegelte aus Angst vor weiteren Explosionen das mehrheitlich von Schiiten bewohnte Stadtviertel ab. Während die Zahl der Anschläge im Irak derzeit sinkt, werden in Diyala wegen ethnischer und religiöser Spannungen immer wieder Attentate verübt. Die Provinz gilt als eine Hochburg des Terrornetzwerks Al-Qaida im Irak. (AFP)
Tote bei Terroranschlag auf russisches Kraftwerk
Mittwoch, 21. Juli. In der russischen Kaukasus-Republik Kabardino-Balkarien ist ein Terroranschlag auf ein Wasserkraftwerk verübt worden. Nach Behördenangaben töteten mutmaßliche islamistische Untergrundkämpfer zwei Wachmänner, um auf das Betriebsgelände zu gelangen. Anschließend zündeten die Täter dort mehrere Sprengsätze und flüchteten. Mindestens zwei weitere Mitarbeiter des Kraftwerks wurden bei dem Angriff verletzt. - In der Region kämpfen Islamisten um ein unabhängiges Kaukasus-Emirat. Sie hatten in der Vergangenheit immer wieder mit Anschlägen auf zivile Objekte gedroht, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen. (DW)
Vier deutsche Soldaten bei Anschlag in Afghanistan verletzt
Montag, 19. Juli. Vier Bundeswehrsoldaten sind durch einen Anschlag mit einer Sprengfalle in Afghanistan leicht verletzt worden. Die Explosion habe eine gemischte deutsch-afghanische Patrouille zwölf Kilometer südwestlich des Feldlagers Kundus getroffen, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Montag mit. Auch ein Transportpanzer vom Typ "Fuchs" wurde dabei beschädigt. In den vergangenen Monaten haben sich Anschläge in der lange Zeit relativ ruhigen Gegend im Norden Afghanistans gehäuft. (Reu)
Überfälle
Südländer verüben Raubüberfall auf 18-Jährigen
Freitag, 23. Juli. Mit Schlägen ins Gesicht ihres Opfers unterstrichen Unbekannte bei einem Raubüberfall in der Nacht zum Donnerstag ihren Willen, den Geldbeutel und das Handy eines 18-Jährigen zu erbeuten. Der junge Mann ging gegen 2.30 Uhr auf dem Fußweg von Neckarsulm-Amorbach über die Kleingartenanlage Hängelbach in Richtung Mecklenburger Straße im Wohngebiet Neuberg, als ihm in Höhe des Hängelbachs plötzlich auf die Schulter geklopft wurde. Als er seine Kopfhörer abnahm und sich umdrehte, so berichtete er der Polizei, standen zwei Unbekannte vor ihm, die sein Handy und den Geldbeutel forderten. Als er sich weigerte und weggehen wollte, sei ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen worden. Dabei erlitt er Hämatome im Mundbereich. Der Neckarsulmer wehrte sich und traf dabei einen der Täter ebenfalls im Gesicht, dann flüchtete er in Richtung Neckarsulm. Die beiden Täter verfolgen ihn noch kurz, ließen dann aber von ihm ab. Die Täter wurden beschrieben als Südländer, eventuell Türken. Beide waren etwa 18 bis 20 Jahre alt und ungefähr 1,80 Meter groß. Sie sprachen leicht gebrochenes Deutsch mit dem typischen Jugendslang. Einer von ihnen könnte Ahmet heißen, da dieser Name gefallen ist. (stimme.de)
Polizei-Gewerkschaft will türkische Polizisten nach Deutschland holen
Dienstag, 20. Juli. Der Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen Polizei-Gewerkschaft, Erich Rettinghaus, will angesichts der massiven Probleme deutscher Polizisten mit türkischstämmigen Jugendlichen neue Wege beschreiten. Seine Idee: Türkische Polizisten sollten in Problemvierteln Streife gehen. "Vielleicht ist das ein probates Mittel. Man sollte es ausprobieren", so Rettinghaus. Seinen Vorschlag will der Gewerkschafter keinesfalls als Kapitulation oder Offenbarungseid deutscher Polizisten gegenüber Jugendlichen mit Migrationshintergrund verstanden wissen. Er macht sich für einen Versuch stark, der wissenschaftlich begleitet werden sollte.Die Berliner Polizei setzt im wahrsten Sinne des Worts auf Völkerverständigung. 14 Beamte absolvierten in der Türkischen Gemeinde zu Berlin (TGB) über dreieinhalb Monate einen Sprachkurs, der berufsspezifische Redewendungen vermittelte. "Für die Berliner Polizei hat das Thema Integration und Migration einen hohen Stellenwert", sagt Sprecher Thomas Goldack. Dies zeige sich auch darin, dass jeder zehnte Ordnungshüter einen Migrationshintergrund habe. (rtl)
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Islamisten
Pakistan: Christen sind Freiwild
Freitag, 23. Juli. Die Bischöfe des Landes bemängeln den ungenügenden Schutz religiöser Minderheiten durch die Regierung. Akuter Anlass der Kritik ist der Mord an zwei Christen vom Montag in Faisalabad; die beiden Brüder waren unter Vorwurf der Blasphemie am Montag umgebracht worden. Viele radikale Moslems sehen das in Pakistan geltende Gesetz zur Gotteslästerung als Freibrief für brutale Christenverfolgung. Das umstrittene Gesetz bestraft „gotteslästerliche Handlungen“ gegen den Propheten Mohammed und wird oft willkürlich angewendet. Am Donnerstag noch wurde eine unschuldige Frau nach 14 Jahren Haft entlassen, die der Blasphemie angeklagt worden war. Die Bischöfe des Landes kritisieren insbesondere die „ambivalente Haltung der Regierung und Polizei“. Die Behörden schützten Christen nicht ausreichend, so die Oberhirten in einer Presseerklärung. Auch Menschenrechtsorganisationen sprachen von „fahrlässigem“ Verhalten der Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit den jüngsten Ausschreitungen. Die Regierung hat derweil auf den Mord an den beiden Christen sowie gewaltsame Ausschreitungen in einem christlichen Wohnviertel von Faisalabad reagiert. Laut Nachrichtenagentur apic wurden 60 militante Islamisten verhaftet; die Ermittlungen laufen weiter. (RV)
Fünf Dieben im Iran Hände amputiert
Donnerstag, 22. Juli.In einem iranischen Gefängnis sind am Donnerstag fünf verurteilten Dieben die Hände amputiert worden. Wie die halb-staatliche Nachrichtenagentur Ilna meldete, wurden die Urteile in der Stadt Hamedan im Westen des Landes vollstreckt. Das Durchschnittsalter der Diebe liege über 25 Jahren, sie hätten sich des schweren Diebstahls schuldig gemacht, zitierte die Agentur einen Vertreter der Justiz. Das Amputationsurteil werde entsprechend des islamischen Scharia-Rechts in der Regel gegen Diebe vollstreckt, die mehr als 100 Diebstähle begangen hätten. Es diene der Abschreckung von Nachahmern. (AFP)
Moslem zahlt Strafen für Burka-Trägerinnen
Dienstag, 20. Juli. Unter Berufung auf das Toleranzgebot der französischen Verfassung will der reiche Moslem Rachid Nekkaz das Verbot des Schleiers aushebeln. Paris (SN). Er ist 38 Jahre alt und hat es als Immobilienhändler zu Geld gebracht. Jetzt fordert Nekkaz die Politiker mit einem kühnen Schritt heraus, sich auf die Werte der Republik zu besinnen. Nekkaz hat die Auflage eines Fonds von einer Million Euro angekündigt, aus dem er die Strafen bezahlen will, die Mosleminnen drohen, wenn sie künftig das Burka-Verbot in der Öffentlichkeit missachten. Ein entsprechendes Gesetz, das die Nationalversammlung passierte, dem aber noch der Senat zustimmen muss, will die Regierung im nächsten Frühjahr in Kraft setzen. Verstöße sollen mit 150 Euro geahndet werden. Frauen, die sich über das Verbot hinwegsetzen, können zu „staatsbürgerlichen Kursen“ geladen werden. Männern, die Frauen zur Burka zwingen, drohen harte Freiheits- und Geldstrafen. Als „französischer Republikaner“ findet Nekkaz es schockierend, dass es sich auf das gesamte öffentliche Leben vom Einkauf bis zum Spaziergang im Park erstrecken soll. Eine solche Einschränkung individueller Freiheitsrechte hält er für verfassungswidrig. Vor der Abstimmung im Parlament hatte bereits der Staatsrat, der die Regierung bei der Gesetzgebung berät, gewarnt, ein Totalverbot könnte vor dem Verfassungsrat oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte scheitern. Aus eigener Tasche habe er bereits 200.000 Euro auf ein Sonderkonto eingezahlt, erklärt Nekkaz. Für den Rest hofft er auf Spenden. Doch wie viel finanziellen Zuspruch seine Idee erfährt, das Burka-Verbot im Namen der Toleranz auszuhebeln, ist fraglich. ( SN/SW)
Energiepolitik/Umwelt
Technische Panne im französischen Kraftwerk
Dienstag, 20. Juli. Wie EDF mitteilte, wurde an diesem Dienstag gegen 10 Uhr nach einem automatischen Stillstand des Reaktors die Produktion in der Einheit 3 des französischen Kernkraftwerks in Cattenom gestoppt. Die Techniker der Zentrale hätten die Installationen vorschriftsgemäß abgeschaltet. Der Vorfall soll keine Auswirkungen auf die Sicherheit oder die Umwelt gehabt haben. Ursache des Zwischenfalls war ein Fehler in der Stromzufuhr, die zu einem plötzlichen Verschluss eines Ventils am Sekundarkreislauf führte. Dieser transportiert den Wasserdampf zu den Turbinen hin und befindet sich außerhalb der nuklearen Zone. Laut EDF hätten die Sicherheitsvorkehrungen normal funktioniert, da sie beim Auftauchen einer Fehlfunktion die Installationen abschalten sollen. Das Öffnen der Schutzventile,die den restlichen Dampf evakuieren, hätte zehn Sekunden lang ein in der Nachbarschaft des Reaktors hörbares Geräusch gemacht. Vor dem Neustart der Anlage würden die Techniker alle nötigen Überprüfungen vornehmen, so EDF. Zurzeit laufen die Produktionseinheiten 1, 2 und 4 normal weiter. (Wlu)
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