Tschetschenien: Daten  

Zusammengefasst von den Antiislamisten

Geschichte

Fahne

Hauptstadt

Fläche

bewässertes Land

Einwohner

Telefonanschlüsse

Tag d. Wiedervereinigung

Grozny

15.700 km²

 

ca. 1 Mill.

 

 

Wachstum/Bevölk.

 Geburtsrate /1000

 Sterberate/1000

Geburten pro Frau

Bezogen auf jeweils 1000 Einwohner

 

24,9

16

 

Religionen

Ethnische Gruppen

Sunnitischer Islam

93,47% Tschetschenen, 3,68% Russen, 0,80% Kumyken

 Elektrizität

Erdgas

Erdöl

chechnya-map-g

 

 

 

(1. Zahl = Produktion   2. Zahl = Verbrauch)

Natürliche Resourcen

 

 Landwirtschaftsprodukte

 

 BIP (Agrar, Industrie, Dienstl.)

Reale Wachstumsrate

Industrie-Wachstumsrate

 

8,8%

 

Inflationsrate Verbraucherpreise

Währung

 

Russische Rubel

Arbeitskräfte

 Arbeitslosigkeit

Bevölkerung unterh. Armutsgrenze

 

 

 

Exportvolumen

Export-Gebrauchsgüter

Export-Handelspartner

 

 

 

Importvolumen

Import-Gebrauchsgüter

Import-Handelspartner

 

 

 

Copyright 2006 - 2009 Antiislamisten. Alle Angaben ohne Gewähr

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Tschetschenien: Geschichtlicher Überblick,     I. Frühere Geschichte und Entwicklung des Konflikts

etwa 2500 v. Chr.

Hurriter lassen sich in Nord-Mesopotamien, südlich des Van-Sees im östlichen Gebiet der heutigen Türkei nieder (Kontakte zu Hethitern in Syrien und Kleinasien)

18. Jh. v. Chr. (Ende)

Gewaltsame Ausbreitung über ganz Ost-Anatolien, Nord-Mesopotamien u. Syrien

16. Jh. v. Chr.

Entstehung des mächtigen Mitanni-Reiches (Gottverehrungen: Teschup als Wettergott, Chepat als Sonnengöttin u. Kumarbi als Göttervater u.a.)

um 1335 v. Chr.

Mitanni-Reich wird von Hethitern abhängig

um 1000 v. Chr.

Der Assyrer Salmanassar I. zerschlägt das Mitanni-Reich

bis 2. Jh.

Einzelne hurritische Stämme wandern allmählich in den unwegsamen Kaukasus ab

ab 2. Jh.

Vermischung hurritischer Stämme mit der Koban-Kultur, Entstehung der Wainachen

3.-7. Jh.

Alanen, Römer, Araber u.a. unterwerfen zeitweilig die Wainachen

ab 7. Jh.

Wainachen beginnen, wichtige Handelswege im Kaukasus zu besetzen

10.-13. Jh.

Wainachen werden von Georgien christianisiert

14. Jh.

Mongolen zwingen die Wainachen, sich wieder in die Berge zurückzuziehen, kehren aber nach Zerfall des Timuriden-Reiches in die Ebenen zurück

15. Jh.

Wainachen teilen sich in Tschetschenen und Inguscheten auf

16. Jh.

Verbreitung des Islam durch Sufis

1559

Um den aggressiven Vorstoß des Islam zu stoppen, gründet Russland die erste Kosakenfestung "Tarki" in der kaukasischen Region

1587

Das erste große Kosakenheer wird gegen den Islam in Stellung gebracht, der die Teschetschenen in den gebirgigen Süden zurückgedrängt hat

17. Jh.

Unter dem Schutz Russlands stellen sich das christlich-orthodoxe Georgien und Ossetien den Osmanen erfolgreich entgegen

18. bis Mitte 19. Jh.

Verschiedene osmanische Sippenverbände berauben, ermorden und versklaven im Namen Allahs christliche Tschetschenen, Georgier und Ossetier ("Allah befiehlt euch das Beutemachen bei Ungläubigen", "sie sollen euch Tribut leisten, wenn sie es nicht tun, dann knechtet sie"), Russland unternimmt "Strafexpeditionen" gegen den osmanischen Wahn

1801

Bau der "Georgischen Heerstraße", die nahe an Tschetschenien vorbeiführt; sie stellt die wichtigste Verbindung Russlands nach Südkaukasien dar

1834-59

Der Dagestaner Imam Schamil(1797-1871) ruft 1834 zum "Heiligen Krieg" gegen ganz Russland und die russischen "Ungläubigen" auf; 1859 wird der Imam gefangen; die sogenannten "Muriden-Kriege" dauern insgesamt 25 Jahre

1864

Russische Offiziere bringen das Land endgültig unter ihre Kontrolle, obwohl muslimische Schergen aus den Bergen immer wieder hinterrücks Unschuldige töten; die russische Regierung lässt entlang der Heerstraßen militärische Stützpunkte errichten, um die Bewohner zu schützen

1877-78

Türkisch-russischer Krieg, Russland schlägt einen muslimischen Aufstand nieder

1878 - 1900

Die muslimischen Horden geben auf und ziehen sich nach und nach in die Türkei und in andere Länder des vorderen Orients zurück, aus denen sie zuvor gekommen waren

1921/22

Tschetschenien wird Teil der "Gorskaja ASSR" ("Gorsk. autonome sozialistische Sowjetrepublik") und autonomes Gebiet

1935

Erweiterung zur Tschetscheno-inguschischen ASSR

1944 (Feb.)

Zwangsumsiedlung von 400.000 muslimischen Tschetschenen und 100.000 Inguschen nach Kasachstan und Mittelasien wegen Kollaboration mit Hitler-Deutschland und der deutschen SS; Auflösung der Republik Tschetschenien-Inguschetien

1957

Chruschtschow erlaubt die Rückreise der 1944 Vertriebenen, was zu Gebietsansprüchen zwischen Rückkehrern und Neuansiedlern führt. Unter ihnen befinden sich viele Neuankömmlinge, welche niemals in der kaukasischen Region gelebt hatten. Innerhalb der nächsten dreißig Jahre siedeln sich immer mehr Moslems in der kaukasischen Region an. Abgesehen von einigen Gebietsansprüchen geben sie sich friedlich und unterwandern so ganz allmählich und unauffällig ganz Tschetschenien, bis sie sich 1984 des 150jährigen Jahrestages der Machtergreifung Schamils erinnern

II. Früchte des islamischen Terrors

1984

150 Jahre nach dem Aufruf des Imam Schamil planen die Islamisten die Machter-greifung Tschetscheniens und die Loslösung von Russland, um Tschetschenien einem großkaukasischen Kalifat zuzuführen

1991 (Okt.)

General Dschochar Dudajew wird Präsident von Tschetschenien und leistet den Amtseid auf den Koran

27.11.1991

Tschetschenien (tschetscheno-inguschische ASSR) erklärt einseitig seine Souveränität und den Austritt aus der UdSSR; Russland verhängt den Ausnahmezustand über Tschetschenien, Truppen des Innenministeriums werden zurückgeschlagen, die Inguschen von Tschetschenien getrennt

1993

Konflikte zwischen Parlament und Dudajew

1994

Ein letzter inner-tschetschenischer Umsturzversuch scheitert, der Alltag wird von rechtlosigkeit und Kriminalität beherrscht

11.12.1994

1. Tschetschenienkrieg: Invasion russischer Truppen, Belagerung Grosnys; Dudajew wird getötet

1996 (Aug.)

Friedensvertrag mit Russland (vertreten durch General Alexander Lebed), Russen ziehen sich aus Tschetschenien zurück

1997

Neuwahlen: Aslan Alijewitsch Mashadow wird Präsident

ab 1997

Mashadow kann und will sich nicht länger gegen die immer stärker werdenden radikalen Gruppierungen behaupten, die von eingeströmten ausländischen, zumeist arabischen Kriegsherren ideologisch inspiriert, finanziert und teilweise angeführt werden. Mit der Zeit lässt er sich immer mehr auf eine Kooperation mit ihnen ein

21.05.1998

Eine wahabitische Gruppe versucht, das Dagestaner Regierungsgebäude zu stürmen

4.09.1998

Islamistischer Terroranschlag in der Hauptstadt Machatschkala in der benachbarten russischen Republik Dagestan, 17 Tote; Mufti Said Muhammad Abubakarow, gemäßigt geltendes Oberhaupt der Muslime Dagestans, wird von Islamisten ermordet

7.08.1999

2. Tschetschenienkrieg: Wahabitische Einheiten unter Führung von Schamil Bassajew und Ibn al-Chatab marschieren in Dagestan ein, um es einem islamisch-fundamentalistischen Kalifatstaat anzuschließen, der in der Perspektive den ganzen Nordkaukasus umfassen soll; schwere Gefechte mit der russischen Armee; Terroranschläge in Wolgodonsk und Moskau

1999 (Sep. Ende)

Tschetschenische Einheiten werden von den Islamisten aus Dagestan vertrieben, Premierminister Putin kündigt eine militärische Lösung des Tschetschenien-Konfliktes an, um es wieder unter die vollständige Kontrolle der russischen Zentralregierung zu stellen

1.10.1999

Russische Armee marschiert in Tschetschenien ein und beginnt mit einer breit angelegten Antiterror-Operation mit dem Ziel der Zerschlagung des tschetschenisch-islamischen Terrorismus

2001

Russland erklärt den zweiten Krieg offiziell für beendet

23.10.2002

Islamistische Selbstmordattentäter unter Führung von Mowsar Barajew überfallen das Dubrowka-Theaterzentrum in Moskau und nehmen 700 Geiseln; sie fordern von der russischen Regierung die Beendigung des krieges und den sofortigen Abzug des russischen Militärs aus Tschetschenien; bei der Befreiungsaktion durch Spezialeinheiten unter Einsatz von Betäubungsgas kommen 41 Terroristen sowie 129 Geiseln um

27.12.2002

Islamistischer Bombenanschlag auf das tschetschenische Regierungsgebäude in Grosny, 72 Tote

2003 (Feb.)

USA ertlassen Sanktionen auf tschetschenische und setzen sie auf die Liste terroristischer Organisationen, unter anderem infolge der Bombenattentae in Moskau, verdächtige Bankkonten werden von den USA eingefroren

23.03.2003

Volksbefragung in Tschetschenien: 95,5 % d. Bevölkerung stimmen für den Verbleib in der Russischen Förderation

5.10.2003

Achmad Kadyrow, Chef der Verwaltungsbehörde, wird Präsident

9.05.2004

Kadyrow wird bei einem islamistischen Bombenattentat getötet, Putin ernennt der tschetschenischen Regierungschef Sergej Abramow zum provisorischen Präsidenten

2004 (juni)

Der im Untergrund lebende Mashadow erklärt in einem Radiointerview, die Tschetschenen seien dabei, ihre Taktik zu ändern: "Bislang haben wir uns auf Sabotageakte konzentriert, von nun an werden wir Großangriffe starten."

21.06.2004

Etwa 200 schwer bewaffnete Islamisten dringen in die Nachbarrepublik Inguschetien ein und umstellen mehrere Polizeistationen und eine Kaserne von Grenzsoldaten. Insgesamt 555 Polizisten, Soldaten und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB - Federalnaja Sluschba Besopasnosti werden erschossen, weiterhin 102 Zivilisten sowie der inguschetische Innenminister Abukar Kostojew

2004 (Aug.)

Alu Dadaschewitsch Alchanow wird neuer Präsident; zwei tschetschenische "schwarze Witwen" sprengen zwei russische Tupolew-Passagiermaschinen, 90 Tote

1.09.2004

Moslems nehmen Kinder in einer Schule (Beslan) als Geiseln und bedrohen sie mit dem Tod: Der Führer Schamil Bassajew bringt 1.200 zumeist Kinder in seine Gewalt, fordert die Freilassung von inhaftierten tschetschenischen Gesinnungsgenossen in Inguschetien und den Abzug Russlands aus Tschetschenien, 335 Tote, 3 Sicherheitskräfte sowie 30 Geiselnehmer

8.03.2005

Mashadow wird bei einer Spezialoperation des FSB in der Ortschaft Tolstoj-Jurt getötet